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TU Berlin

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Nachruf für Prof. Dr.-Ing. Krzysztof Wilmanski

Krzysztof Wilmanski
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Am 26. August ist Prof. Dr.-Ing. Krzysztof Wilmanski (*1940)  nach einem Krebsleiden verstorben. Der herausragende Wissenschaftler und Lehrer liebte die Mechanik und leistete wesentliche wissenschaftliche Beiträge, unter anderem zur Kontinuumsthermodynamik, zur Mischungstheorie und zur Modellierung poröser Medien. Er war der TU Berlin eng verbunden: 1985/86 und 1990-92 hat er am Hermann-Föttiger-Institut zusammen mit Prof. Dr. Ingo Müller (emer.) über Polymere und martensitische Phasenumwandlungen geforscht. Während seiner Zeit als Forschungsgruppenleiter am Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik (1996-2005) hielt er als Privatdozent an der TU Berlin jedes Semester exzellente Vorlesungen über Kontinuumsmechanik, Thermodynamik und Wellenausbreitung.

Professor Wilmanski selbst studierte Bauingenieurwesen an der TU Lodz, wo er 1965 auch promovierte. 1970 habilitierte er an der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau. Vom Polnischen Staatskonsulat zum Professor ernannt, forschte und lehrte Professor Wilmanski an vielen Universitäten und Forschungsinstituten der ganzen Welt: zum Beispiel an der Johns Hopkins Universität Baltimore, an der Universität von Bagdad, an den (Technischen) Universitäten von Paderborn, Berlin, Hamburg und Essen, am Wissenschaftskolleg zu Berlin, am Weierstraß-Institut in Berlin, an der Universität von Zielona Gora, am Technion in Haifa und an der ROSE School in Pavia.

Der so lebenslustige, optimistisch denkende und herzliche Mensch wird von der Wissenschaftsgemeinschaft nicht nur wegen seines immensen Wissensschatzes in den verschiedensten Gebieten schmerzlich vermisst werden, sondern auch als brillianter, enthusiastischer Lehrer, der nie müde wurde, auf die vielen Fragen der Zuhörenden kompetent und detailreich zu antworten. So war er mir ein hervorragender Doktorvater. Auch bei wissenschaftlichen Konferenzen, an denen er immer äußerst aktiv und engagiert teilgenommen hat, wird er sehr fehlen. Sein Interesse an seiner Umwelt beschränkte sich aber nicht nur auf die Wissenschaft, auch für private Belange hatte er immer ein offenes Ohr. Wir werden ihn sehr vermissen, aber durch seine wichtigen Beiträge zur Wissenschaft, die er in mehreren Büchern, Skripten und vielen Publikationen in Zeitschriften und Tagungsbänden veröffentlichte, wird er nicht vergessen werden.

Dr.-Ing. Bettina Albers (Institut für Bauingenieurwesen, Fachgebiet Grundbau und Bodenmechanik)

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