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TU Berlin

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Innenansichten

Motivation und Teambildung

Montag, 19. April 2010

Das Fachgebiet Management im Gesundheitswesen geht neue Wege in der Personalentwicklung

Die Fakultät bildet junge Wirtschaftsmanager aus
Lupe

Ich muss praktisch jedes Quartal einen neuen Mitarbeiter auswählen, einstellen und einarbeiten, um meine Projekte durchführen zu können“, sagt Reinhard Busse, Professor für Management im Gesundheitswesen, mit Blick auf sein Fachgebiet mit 16 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fakultät VII Wirtschaft und Management. "Dadurch ergeben sich Schwierigkeiten bei der Teambildung, was uns wiederum davon abhält, so gut zu sein, wie wir könnten." Aber nicht nur er wünscht sich eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und damit Arbeitsproduktivität – auch wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Erwartungen an den "Arbeitsplatz TU Berlin", die oftmals nicht erfüllt werden. Die im Februar 2009 von der TU Berlin durchgeführte WiMi-Studie ergab, dass fast drei Viertel der befragten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beklagten, dass die Unterstützungsangebote an ihrer Uni nicht an ihren beruflichen Anforderungen und ihrem Bedarf ausgerichtet sind. "Ohne gute und motivierte Mitarbeiter funktioniert die Arbeit aber im akademischen Bereich genauso wenig wie in der Wirtschaft", so Busse. "Das Thema Personalentwicklung sollte für Hochschulen eigentlich nichts Besonderes sein. Schließlich ist die Bildung und Weiterentwicklung von zukünftigen Fach- und Führungskräften ein Teil ihrer Kernkompetenz."

Vor diesem Hintergrund wird seit Ende 2008 ein Personalentwicklungsprojekt durchgeführt. In Kooperation mit den Personalentwicklungs-Dienstleistern "mentauris" und "Scout Consulting" werden Strategien erarbeitet, wie die wissenschaftlichen und sonstigen Mitarbeiter in ihrem stark der Fluktuation unterliegenden Team ihren Bedürfnissen entsprechend eingesetzt werden können, um so sich selbst und das Team effektiv weiterzuentwickeln. Voraussetzung für das Projekt seien das freiwillige Engagement der Mitarbeiter und die Vorbildfunktion der Führungskraft, so die Berater.

Durch die individuellen Profile nach der vom US-amerikanischen Psychologen Steven Reiss entwickelten Motivanalyse ist der Führungskraft und den Mitarbeitern die Ausprägung ihrer Motive und der daraus resultierenden Bedürfnisse bewusst. Dabei geht es um Fragen wie: Arbeite ich lieber allein oder im Team? Finde ich die Aussicht auf Ruhm oder einen lukrativen Job wichtiger? Die Ergebnisse vermitteln einen Eindruck davon, was Mitarbeiter antreibt, was sie motiviert und zu guter Arbeit anhält. Bekannt geworden ist die Methode in Deutschland vor allem durch ihren Einsatz im Spitzensport, etwa bei der Handball-Nationalmannschaft. "Im wissenschaftlichen Umfeld sind drei Motive auffallend ausgeprägt: die Neugier, der Idealismus und die Zielstrebigkeit – wobei es zwischen den letztgenannten einen gewissen Trade-off, einen gewissen Ausgleich oder Austausch gibt", hat Busse beobachtet.

Im freiwilligen Austausch der Motivausprägungen zwischen Professor und Mitarbeitern und von Mitarbeitern untereinander entstehe ein tieferes (Team-)Verständnis. Die Mitarbeiter ließen sich in Projekten danach nicht nur inhaltlich, sondern auch bewusster ihren persönlichen Bedürfnissen und Ressourcen entsprechend einsetzen. Daraus entstünden Sicherheit und Zufriedenheit für den Einzelnen, eine Teammotivation und schließlich ein qualitativ besseres Projektergebnis. "Eine klassische Win-win-Situation", findet Reinhard Busse, "da dieses ja nicht nur dem Fachgebiet, sondern auch den einzelnen Mitarbeitern zugute kommt, egal ob sie vom Idealismus, ,die Welt zu retten‘, oder der Zielstrebigkeit nach Promotion und Karriere angetrieben werden."

tui / Quelle: "TU intern", 4/2010

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