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TU Berlin

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Alumni

Auf schnellem Weg nach Ghana

Montag, 13. Oktober 2008

TU-Alumnus Sebastian Spier arbeitet als Teaching Fellow in Ghana

Sebastian Spier (l.) an der Meltwater Entrepreneurial School of Technology in Ghana
Sebastian Spier (l.) an der Meltwater Entrepreneurial School of Technology in Ghana
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Nachdem Sebastian Spier im vergangenen Jahr sein Informatikstudium an der TU Berlin abschloss, ahnte er noch nichts davon, dass er sich nur wenige Monate später in Richtung Ghana aufmachen würde. "Gerade noch zu kalt in Deutschland und auf einmal schon zu heiß in Ghana", beschreibt er diesen schnellen Wechsel. Wie es dazu kam und womit sich Sebastian Spier heute in Ghana beschäftigt, hat er fürTU intern aufgeschrieben.

Ich suchte nach dem Studienende einen Weg, meine technische Ausbildung und mein Interesse für die Lehre mit einem Auslandsaufenthalt zu verbinden, und besuchte mit diesem Ziel im Herbst 2007 die Firmenkontaktmesse „bonding“. So kam ich zu der IT-Firma Meltwater, die ein nahezu maßgeschneidertes Angebot für mich parat hatte: "Teaching Fellow" in der Meltwater Entrepreneurial School of Technology (MEST) in Ghana - und das Ganze schon ab Januar 2008. Eine Bewerbung, drei Interviews und vier Wochen später hatte ich eine Zusage. Natürlich hatte ich die gleichen Zweifel, die jeder hat, wenn er an Ghana denkt. Afrika … wie ist das da eigentlich? Nachdem ich mich über Land und Leute informiert hatte, habe ich den Rest auf mich zukommen lassen.

Was genau ist nun MEST? Es ist ein Non-Profit-Projekt, das vollständig von der Meltwater Group entwickelt, finanziert und umgesetzt wird. Ziel des Projektes ist es, junge ghanaische Absolventen im Bereich Softwareentwicklung und Entrepreneurship auszubilden. Wir begleiten sie dabei auf ihrem Weg, internationale Software-Unternehmen aufzubauen, um somit eine nachhaltige Entwicklung der Softwarebranche in Afrika zu unterstützen. Softwareentwicklung ist einer der größten, wenn nicht der größte Wachstumszweig der Informatik in den letzten zehn Jahren. Zur Entwicklung eines Programms bedarf es keiner großen Investition, sondern lediglich eines Computers, den es bereits für einige 100 Euro zu kaufen gibt. Gerade dies macht Gründungen im Softwarebereich für Länder wie Ghana so interessant.

Wir vermitteln den Teilnehmern nicht nur die Hard Skills sondern vor allem auch die Soft Skills, die den erfolgreichen Geschäftsmann ausmachen. Die Tätigkeit als Teaching Fellow ist vergleichbar mit einer Assistenzstelle an einer Uni. Ich entwickle und unterstütze die Projektarbeiten, ich halte Vorträge, bereite Übungen und Tests vor und bin beteiligt an der Pflege der IT-Infrastruktur. Insgesamt ist die Arbeitsumgebung sehr flexibel, was sehr viel Spaß und natürlich auch viel Arbeit mit sich bringt. Sie fördert und fordert ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Eigenverantwortung, und sie bringt mich in kürzester Zeit in Kontakt mit Menschen unterschiedlichster Nationen.

Mein Engagement bei der MEST läuft noch bis Ende Dezember. Danach habe ich schon unterschiedliche Angebote, allerdings habe ich mich noch nicht entschlossen, ob ich in Deutschland, Europa oder in anderen Teilen der Welt arbeiten möchte. Sicher ist jedoch jetzt schon, dass mir die Arbeit hier eine ganz andere Sicht auf viele Dinge im Alltag gebracht hat. Nicht alles, was in Deutschland normal ist, würde man in Ghana genauso machen, und andersherum.

Wer also wissen will, was "Fufu" und "Banku" sind, wie man in Twi "Hallo" sagt, was, zur Hölle, ein "Trotro" ist und wie viele Kilo ein menschlicher Kopf wirklich tragen kann, der könnte sich als "Teaching Fellow" für das nächste Semester der MEST in Ghana bewerben.

Sebastian Spier / Quelle: "TU intern", 10/2008

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