direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

TU Berlin - Think Tank der Innovationen

Zeit: Mittwoch, 18. Februar 2015, 18:00 Uhr
Ort: Lichthof der TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin

„Human on a Chip“ - Der nützliche Homunkulus

Lupe

Wie die Medizinische Biotechnologie das Testen neuer Wirkstoffe verändert 1 bis 2,5 Milliarden Dollar werden heute aufgewendet, um ein einziges neues Arzneimittel an den Markt zu bringen. Die Aufwendungen müssen vor allem für Sicherheits- und Wirksamkeitstests an Tieren aufgebracht werden. Der Test am Tier ist immer nur begrenzt aussagekräftig für die Wirkung auf den Menschen.

Die Medizinische Biotechnologie will mit der Entwicklung von „Mensch-auf dem-Chip“ Plattformen einen Paradigmenwechsel erreichen. Dazu befasst sie sich mit Entstehungsprozessen menschlicher Organe. In den wenigen Wochen der Embryonalphase werden alle Organe in ihrer Grundstruktur nach allgemeinen Gesetzmäßigkeiten angelegt. Neuerdings ist es gelungen, erste Phasen dieser Organogenese-Prozesse im Labor mit Hilfe einer dreidimensionalen Zellkultivierung zu imitieren. Zwar lassen sich keine ganzen Organe generieren, aber die so gewonnenen organähnlichen Grundstrukturen (Organoide) lassen es zu, den Einfluss von Wirkstoffen auf ein Organ oder einen Tumor zuverlässig zu testen.

Dreidimensionale Strukturen humaner Zellen bilden sich durch Selbstorganisation heraus. Sie können beschleunigt gebildet werden, wenn es gelingt, 3D-Druckverfahren anzuwenden. Allerdings muss der Druckvorgang so gestaltet sein, dass die Zellen dabei überleben und eine Umgebung vorfinden, die der Struktur der Organe möglichst ähnlich ist.

Die Organimitate können auf einen Chip transferiert und dort weiter entwickelt werden. Der Chip sorgt für die Gewebeernährung und Durchblutung. Die Verbindung verschiedener Organoide wie die der Leber, des Darm oder der Haut untereinander wird mit Hilfe von Mikropumpen, Kanälen und Membranen simuliert. Die Wirkung und Toxizität von neuen Wirkstoffen und deren Verstoffwechslung kann so an einem humanen Modell beobachtet werden. So kann in Zukunft die Anzahl der Tierversuche in diesem Bereich erheblich gesenkt werden.

Diesem Thema hat sich die letzte Diskursveranstaltung in der Reihe „TU Berlin – Think Tank der Innovationen“ gewidmet, die die Universität seit Oktober 2005 zusammen mit der Industrie- und Handelskammer Berlin und der Gesellschaft von Freunden der TU Berlin organisiert. Die Reihe thematisiert gesellschaftlich relevante Zukunftsfragen und soll die Potentiale der TU Berlin und die Kooperationsmöglichkeiten mit der Wirtschaft sichtbar machen.

Ein Empfang im Anschluss bot die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen.

Zum Programm


Lupe

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Piwik für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.

Kontakt

Protokoll-Team