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TU Berlin

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Technologieforum an der TU Berlin

"Industrie 4.0 und was danach kommt"

Zeit: Montag, 23. November 2015, 18:00 Uhr
Ort: Hörsaal H 104 im Hauptgebäude der TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin

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Die vierte industrielle Revolution ist eingeläutet. Nach der Mechanisierung, Elektrifizierung und Informatisierung der Industrie hält jetzt das Internet der Dinge und Dienste in die Fabrik Einzug. Unternehmen werden zukünftig – so wird vorausgesagt – ihre Maschinen, Lagersysteme und Betriebsmittel weltweit so vernetzen, dass diese eigenständig Informationen austauschen, Aktionen auslösen und sich gegenseitig selbstständig steuern. Produktionsprozesse und Lieferkettenmanagement werden zu einer Einheit und können zu einem Lebenszyklusmanagement erweitert werden. Das Internet der Dinge verbindet so die physische und die digitale Welt.   Im Hintergrund steht das Bild einer „Smart Factory“, in der eine neue Produktionslogik herrscht. Die Produkte sind selbst Träger von Informationen und so eindeutig identifizierbar und jederzeit lokalisierbar. Sie kennen ihre Historie, ihren aktuellen Zustand sowie die verschiedenen Wege zu ihrem Zielort. Die Produktion kann kurzfristig verändert werden und flexibel auf Störungen und Ausfälle reagieren. Die „Smart Factory" kann damit auch individuelle Kundenwünsche berücksichtigen und selbst Kleinserien oder Einzelstücke rentabel produzieren.

Für die Industrie ist dies eine große Herausforderung. Die hohe Flexibilität in der Produktion verlangt komplexe Rechenleistungen, die auf verschiedenen Steuerungsebenen im Unternehmen ablaufen und untereinander verbunden sind. Hierfür sind viele einzelne Prozessschritte zu standardisieren und zu modularisieren, um virtuell bearbeitbare Modelle zu erstellen, die der Programmierung der Rechner zu Grunde liegen.

Das Technologieforum „Industrie 4.0 und was danach kommt“ will mit zwei Blickwinkeln den Stand dieser Entwicklung aufzeigen und das Bild von der Zukunft konkretisieren. Einerseits soll Industrie 4.0 aus der Sicht eines großen Softwareherstellers (SAP) und andererseits aus der Sicht eines großen Manufacturers (Bosch) dargestellt und zur Diskussion gestellt werden. Gesucht wird dabei nach Antworten auf eine Reihe noch offener Fragen:

  • Wie gelingt es, für eine firmenübergreifenden Vernetzung und Zusammenarbeit gemeinsame, einheitliche Standards und eine gemeinsame Semantik zu schaffen?
  • Wie stellt man sicher, dass die Anlagen und Produkte vor Missbrauch und unbefugten Zugriff geschützt werden und von ihnen keine Gefahren für Menschen und Umgebung ausgehen?
  • Wie ändern sich Arbeitsinhalte, -prozesse und -umgebungen in einer „Smart Factory" und welche Qualifikationen werden gefragt sein?
  • Welche Chancen bieten sich Start-ups und kleinen Unternehmen, ergänzende Dienstleistungen und Produkte zu entwickeln und anzubieten?

Das „Technologieforum an der TU Berlin“ ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Präsidenten der TU Berlin und der Gesellschaft von Freunden der TU Berlin. An die Vorträge schließt eine Podiumsdiskussion mit Wissenschaftlern der Universität an.

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