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TU Berlin

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Vorbildlich in Lehre und Studium

Montag, 07. Oktober 2019

Medieninformation Nr. 178/2019

TU Berlin ehrt herausragende Veranstaltungen im Bereich der digitalen Lehre

Das Online-Projektlabor „Chemie im Alltag“ (OPL Chemie) und das Modul „Einführung in die Wirtschaftsinformatik“ sind Lehrveranstaltungen an der TU Berlin, in denen erfolgreich digitale Elemente genutzt werden, um Studierende aktiv in den Lern- und Lehrprozess einzubinden. Hierfür erhalten sie in diesem Jahr den Preis für vorbildliche Lehre. Mit dieser Auszeichnung, die die Gesellschaft von Freunden der TU Berlin e.V. bereits zum zehnten Mal auslobt, werden Innovationen und „Best Practice“-Beispiele guter Lehre an der TU Berlin geehrt, um diese somit auch nach außen und innen deutlich sichtbarer zu machen.

Der mit 4.000 Euro dotierte Preis wird jährlich mit unterschiedlichen Schwerpunkten ausgeschrieben. In diesem Jahr lag der Fokus auf digitalen oder digital angereicherten Lehrangeboten. 32 Lehrprojekte aus allen Fakultäten aus dem Bereich der digitalen Lehre wurden eingereicht. Berücksichtigt wurde bei der Auswahl der Sieger-Projekte auch die Größe der Lehrveranstaltung. So wird je ein Preis an eine kleinere (OPL Chemie) und ein weiterer Preis an eine größere Lehrveranstaltung (Einführung in die Wirtschaftsinformatik) vergeben.

Prof. Dr. Hans-Ulrich Heiß, Vizepräsidenten für Lehre und Studium sowie Vorstandsmitglied in der Gesellschaft von Freunden, überreicht die Ehrung am 7. Oktober 2019 im Rahmen des Erstsemestertages, an dem die TU Berlin ihre neuen Studierenden begrüßt.

Überreicht wird außerdem am Erstsemestertag der Erwin-Stephan-Preis mit dem Studierende für hervorragende Studienleistungen und kurze Studienzeit geehrt werden.

Prof. Dr. Rüdiger Zarnekow, Prof. Dr.-Ing. Hans-Ulrich Heiß, Dr. Züleyha Yenice Campbell, Dr. Franz-Josef Schmitt und Prof. Dr. Thomas Friedrich
Lupe

Online-Projektlabor „Chemie im Alltag“ (OPL Chemie)
Mit rund 30 Teilnehmenden gehört das Online-Projektlabor zu den kleineren digitalen Lehrveranstaltungen an der TU Berlin. Es wird an der Fakultät II Mathematik und Naturwissenschaften angeboten und richtet sich an Studierende aller Studiengänge, vor allem aber an MINTgrün Studierende im ersten Semester und Studierende im Bachelor und Master Chemie. Es verbindet mehrere, teilweise digitale, Lehr- und Lernformen wie Seminar, Praktikum, Selbststudium, Medienproduktion oder E-learning anhand eines Projektversuchs in der Chemie. Digitale Werkzeuge werden bei der Recherche, zur Unterstützung der Lernprozesse, zur kollaborativen Projektbearbeitung, zur Materialsammlung, in der Wissenschaftskommunikation und zur Projektdokumentation genutzt. Hochschuldidaktisches Ziel ist die Kombination der Vermittlung grundständiger fachlicher Lehr- und Lerninhalte mit Lehrmethoden des Konstruktivismus, nach denen die Studierenden selbstständig und kreativ ihre eigenen Projekte bearbeiten. Somit lernen sie bereits in einer frühen Phase des Studiums die typischen Arbeitsabläufe in Forschungslaboratorien kennen und gewinnen Einblicke in den Berufsalltag von Naturwissenschaftler*innen. Die Studierenden erwerben Kompetenzen im Umgang mit elektronischen Medien zur Recherche, zur Informationsbewertung und –organisation, zum kollaborativen Arbeiten und zur Projektdokumentation. Sie erstellen digitale Lehr- und Lernvideos, präsentieren ihr Projekt im Seminar und auf einem Wettbewerb, der in jedem Semester von MINTgrün organisiert wird. Die Studierenden erwerben Kompetenzen im Umgang mit moodle basierten Content Management Systemen und bei der Erstellung einer Online-Dokumentation in Form eines Blogs, der auf freiwilliger Basis für die Öffentlichkeit sichtbar gestellt werden kann.


Modul „Einführung in die Wirtschaftsinformatik“
An der Fakultät VII Wirtschaft und Management wird das Modul „Einführung in die Wirtschaftsinformatik“ als einführende Pflichtveranstaltung überwiegend von Wirtschaftsinformatik-Studierenden im ersten Bachelor-Semester besucht und zählt bis zu 400 Teilnehmer*innen.  Ziel ist es, den Studierenden einen Überblick über die Themengebiete, Aufgaben und Methoden der Wirtschaftsinformatik zu vermitteln und ihr Interesse am Fach zu wecken. Die Lehrinhalte sind in 34 Lerneinheiten strukturiert, die sich jeweils mit einem konkreten Themengebiet beschäftigen. Für jede Lerneinheit gibt es ein ca. 10-minütiges Lehrvideo, das die zentralen Inhalte und Konzepte vorstellt und erläutert. Zu jeder Lehreinheit gibt es Arbeitsblätter, die eine inhaltliche Zusammenfassung, Lernziele, Kontrollfragen und vertiefende Diskussionsfragen enthalten. Die im 14-Tage-Rhythmus stattfindende Präsenzveranstaltung basiert auf dem Konzept des Flipped-/Inverted-Classroom. Studierende müssen dabei die relevanten Lehreinheiten vorab durcharbeiten, in der Präsenzveranstaltung selber werden keine Inhalte wiederholt. Stattdessen konzentriert sich die Präsenzveranstaltung auf die Vorstellung und intensive Diskussion von Fallbeispielen und Forschungsprojekten aus den jeweiligen Themenbereichen. Auf Grund der relativ großen Anzahl an Teilnehmenden an den Präsenzveranstaltungen wird die Diskussion teils durch ein digitales Voting- und Diskussions-Tool unterstützt, das es den Studierenden ermöglicht, einerseits über Fragen abzustimmen und andererseits kurze Antworten zu senden, die dann aggregiert und im Hörsaal präsentiert werden. Da die grundlegenden Lehrinhalte ausschließlich über Lehrvideos im Selbststudium vermittelt werden, besteht in der Präsenzveranstaltung großer Freiraum für aktives Lernen mittels der Diskussion aktueller Fallstudien und Forschungsprojekte.

Erwin-Stephan-Preis

Prof. Dr.-Ing. Hans-Ulrich Heiß, Baha Zarrouki, Timo Herberz und Dr. Patrick Thurian
Lupe

Bereits seit 1991 wird an der TU Berlin der Erwin-Stephan-Preis an Studierende vergeben, die ihr Studium überdurchschnittlich gut und schnell abgeschlossen haben. Das Preisgeld (1.500 Euro für Bachelorabschluss und 2.500 Euro für Masterabschluss) ist für die Finanzierung von Auslandsaufenthalten gedacht. In diesem Jahr werden drei Absolventen mit dem Preis geehrt.

Zu den Preisträgern:

Timo Herberz absolvierte sein Bachelorstudium im Studiengang Technischer Umweltschutz in sechs Fachsemestern und schloss mit der Note sehr gut ab. Timo Herberz wurde mit einem Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes gefördert. Auslandserfahrungen konnte er während eines Schuljahres in Barcelona, Spanien, eines freiwilligen sozialen Jahres in Pretoria, Südafrika und mehrerer studienbegleitender Auslandsaufenthalte in Frankreich, der Schweiz und Schweden sammeln. Timo Herberz engagiert sich ehrenamtlich beim Freiwilligendienst South African German Network Deutschland e.V. sowie beim UTEX-Plenum, der Fachschaft des Technischen Umweltschutzes der TU Berlin und der Initiative Deutschkurs in der Zwille, TU Berlin. Das Preisgeld möchte er für sein weiteres Studium an der University of Cambridge in Großbritannien verwenden, um seinen angestrebten Abschluss MPhil in Engineering for Sustainable Development voran zu treiben.

Baha Zarrouki kam vor rund vier Jahren aus Tunesien nach Deutschland, lernte in einem Intensiv-Sprachkurs am Studienkolleg Heidelberg Deutsch und begann anschließend sein Studium im Bachelorstudiengang Elektrotechnik an der TU-Berlin. Er benötigte für sein Studium nur sieben Fachsemester und schloss mit sehr gut ab. Baha Zarrouki arbeitet als Tutor mit Lehraufgaben an der TU Berlin und engagierte sich neben dem Studium im FaSTTUBe - Formula Student Team der TU Berlin als Baugruppenverantwortlicher. Zurzeit studiert er im Masterstudiengang Elektrotechnik an der TU-Berlin. Das Preisgeld soll für ein Auslandssemester an der École Polytechnique Fédéral de Lausanne in der Schweiz unterstützend eingesetzt werden. Bela Zarrouki erhielt eine Förderung durch das Deutschlandstipendium.

Matias Rietig schloss sein Bachelorstudium Wirtschaftsinformatik mit der Note 1,6 ab. Bei zwei mehrmonatigen Aufenthalten in China als Praktikant im Bereich Soft- und Hardwareentwicklung und als freiwilliger Englischlehrer für Grundschulkinder sowie ein Auslandssemester an der University of Virginia, Charlottesville, USA machte er seine ersten Auslandserfahrungen. Gefördert wurde er hierbei durch das Stipendium „Study Abroad Scholarship“ der TU Berlin sowie durch ein Deutschlandstipendium. Sein Masterstudium möchte Matias Rietig gern an der École Polytechnique in Paris, Frankreich, im Gebiet „Internet of Things – Management and Innovation“ antreten und will das Preisgeld dafür einsetzen.  Der Teilnehmer des TU-Buddy-Programms gibt Nachhilfe in Java-Programmierung.

bk

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Stefanie Terp
Pressesprecherin der TU Berlin
Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Alumni
Tel.: 030/314-23922

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