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TU Berlin

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Beiderseits der Oder: Geschichtsraum / Grenzraum / Begegnungsraum

Montag, 03. September 2018

Medieninformation Nr. 167/2018

Ausstellung mit Beteiligung des Masterstudienganges Bühnenbild_Szenischer Raum vom 7. September 2018 bis 20. Januar 2019 / Eröffnung am 6. September 2018

Lupe

Im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2018 „wir erben. Europa in Brandenburg – Brandenburg in Europa“ und des Europäischen Kulturerbejahres 2018 „SHARING HERITAGE“ haben Studierende des Masterstudiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum eine dokumentarisch-künstlerische Rauminszenierung entworfen, die die Region beiderseits der Oder als einen erinnerungsgeschichtlichen europäischen Raum beschreibt, der Deutschen und Polen gemeinsam ist. Die Ausstellung wird realisiert in Zusammenarbeit mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte und dem Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin unter der Leitung von Prof. Kerstin Laube.

Angesichts aktueller Diskussionen um eine europäische Haltung zu Flucht und Vertreibung versucht die Ausstellung Antworten darauf zu finden, wie aus der Fremde eine Heimat wird, und wie dort neue kulturelle Identitäten entstehen. „Beiderseits der Oder“ ist keine klassische Ausstellung, sondern eine dokumentarisch-künstlerische Rauminszenierung. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die beiderseits des Grenzflusses Oder in einer Region leben, die zu zwei Staaten gehört: als Ziemia Lubuska zur Republik Polen und als Märkisch Oderland in Brandenburg zur Bundesrepublik Deutschland. In einer Region, die heute beispielhaft für die europäische Erinnerungsgeschichte ist.

Wir möchten Sie herzlich zur Besichtigung der Ausstellung einladen. Die Eröffnung ist am 6. September um 18 Uhr.

Zeit:
7. September 2018 bis 20. Januar 2019, Di–Do 10–17 Uhr, Fr–So und an Feiertagen 10–18 Uhr, Mo geschlossen
Ort:
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Kutschstall, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam
Lupe

Hinweis: Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, freitags 3 Euro für alle

Bitte weisen Sie in Ihrem Medium auf die Ausstellung und deren Eröffnung hin.

Zur Vorbereitung der Ausstellung ging 2018 ein Team des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) gemeinsam mit Studierenden des Masterstudiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin auf Spurensuche beiderseits der Oder. Sie trafen Menschen aus Polen und Deutschland, deren Lebens- und Familiengeschichten geprägt sind durch Flucht, Vertreibung oder Umsiedlung während des Zweiten Weltkriegs bzw. nach der Spaltung Europas in der Nachkriegszeit. Die Gesprächspartnerinnen und -partner berichteten, wie die Heimat der Vorfahren nur in familiären Erinnerungen weiterbesteht, wie das neue Zuhause als Ort des Geborgenseins gelebt wird, und wie sie sich dem gemeinsamen kulturellen Erbe und damit auch den Nachbarn jenseits der Oder öffnen.

Mit dem vor Ort zusammengetragenen Material gestalteten die Studierenden aus Deutschland, Italien, Thailand und Weißrussland unter Leitung von Prof. Kerstin Laube eine experimentelle, mediale Szenografie für die Ausstellung. Ergänzendes Interviewmaterial steuerte der Schauspieler, Filmemacher und Theaterregisseur Tobias Lenel bei, der 2013/14 mit polnischen und deutschen Schüler*innen auf Recherchereise entlang der Oder unterwegs war.

Die Komposition aus historischen und aktuellen Bildern, Audio- und Videosequenzen sowie die speziell für die Ausstellung geschaffenen künstlerischen Installationen nehmen die Besucherin oder den Besucher mit auf eine assoziative Reise durch die Welt beiderseits der Oder. Die subjektiven Erinnerungen von Zeitzeuginnen, Zeitzeugen und Nachgeborenen bleiben unkommentiert, zugleich wird der historische Hintergrund durch Karten, Bilder und Texte anschaulich gemacht.

Die Ausstellung entstand in Partnerschaft mit dem Muzeum Ziemi Lubuskiej (Museum des Lebuser Landes) in Zielona Góra, dem Muzeum Lubuskie im. Jana Dekerta (Lebuser Museum Jan Deckert) in Gorzów Wielkopolski, dem Gubiński Dom Kultury (Gubiner Kulturhaus), Oderläufe e.V. und dem Bildungs- und Begegnungszentrum Schloß Trebnitz e.V. sowie mit freundlicher Beratung des Zentrums für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften/Centrum Badań Historycznych Polskiej Akademii Nauk w Berlinie.


ehr

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Maria Dannecker
TU Berlin
Bühnenbild_Szenischer Raum
Tel.: 030 314-72174 /-176

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