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TU Berlin

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Berliner Labor für Mobile Brain/Body Imaging wird am 11.07.2018 an der TU Berlin eröffnet – Tag der offenen Tür lädt Besucher ein

Dienstag, 03. Juli 2018

Medieninformation Nr. 133/2018

Weltweit größtes Labor seiner Art ermöglicht neue Erkenntnisse über die Grundlagen menschlicher Informationsverarbeitung – möglich durch innovative neurowissenschaftliche Ansätze in Verbindung mit Virtual Reality- und Tracking-Anwendungen

Mobile Brain/Body Imaging Labor der Technischen Universität Berlin
Lupe

Der Präsident der Technischen Universität Berlin, Prof. Dr. Christian Thomsen, eröffnet im Rahmen eines Tags der offenen Tür das neu gestaltete Labor für Mobile Brain/Body Imaging, also für die Messung von menschlicher Hirnaktivität bei sich aktiv bewegenden Personen. Das Labor macht es nun erstmals möglich, „natürliche Kognition“ und deren neuronale Grundlagen zu untersuchen, realisiert wird dies über die Auswertung von Hirnaktivität in Verbindung mit aktiven motorischen Prozessen. Dazu wurde das bereits bestehende Labor grundlegend umgebaut.

Bisherige Methoden der Neurowissenschaft ließen nur äußerst eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten zu. Untersuchungsszenarien hatten dadurch einen äußerst künstlichen Charakter. Um dieser Schwachstelle früherer Forschung beizukommen und „natürlichere Kognition“ zu ermöglichen, entwickelte Prof. Dr. Klaus Gramann (Technische Universität Berlin) in Zusammenarbeit mit Scott Makeig (University of California) das Mobile Brain/Body Imaging. Diese Methode lässt eine Messung von Hirnaktivität bei aktiver Bewegung und Interaktion mit der Umwelt zu.

„Das Labor ist momentan mit seinen technischen Möglichkeiten weltweit das einzige in dieser Größe für die Messung menschlicher Hirnaktivität in Bewegung“, so Prof. Dr. Gramann.

Um das neue Verfahren innerhalb der Laborumgebung möglichst flexibel einsetzen und auch unterschiedliche Bewegungsszenarien durchspielen zu können, wird im Berliner Labor unter anderem Virtual-Reality-Technik eingesetzt. Diese wird mit diversen Sensoren wie Eye-Tracking-Systemen, Bewegungsmessungen sowie der Messung elektrischer Aktivität im Gehirn verknüpft und online synchronisiert. So können die Forschenden ein genaues Bild der neuronalen Vorgänge des sich bewegenden Menschen ableiten. Ziel ist es, das menschliche Gehirn besser zu verstehen und dieses Wissen später auf praktische Anwendungen zu übertragen, etwa im Bereich der medizinischen Diagnostik.

Das überarbeitete Labor wurde speziell für dieses neue, richtungsweisende Verfahren konzipiert, bietet jedoch auch Raum für klassische elektrophysiologische Forschung im Bereich der Neurowissenschaft. Neben einem Großgeräteantrag der Deutschen Forschungsgesellschaft profitierte das Fachgebiet in der Vergangenheit von Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Der Umbau wurde hingegen vor allem durch die Finanzierung der Technischen Universität selbst ermöglicht. Insgesamt flossen 800.000 Euro in die Neugestaltung des Labors.

Die Laboreröffnung findet öffentlich statt. Interessierte sind herzlich dazu eingeladen, beim Tag der offenen Tür vor und nach der Eröffnung die laufenden Projekte und technischen Möglichkeiten des Labors hautnah kennenzulernen.

Im Anschluss an die Laboreröffnung findet in Berlin die 3. International Mobile Brain/Body Imaging Conference statt, die mit über 100 internationalen Forschenden im Bereich der mobilen Bildgebung menschlicher Hirnaktivität ein einzigartiges Forum für diesen Forschungsbereich zur Verfügung stellt.

Laboreröffnung und Tag der offenen Tür
Zeit:
Mittwoch, 11. Juli 2018, 12 bis 18 Uhr (Tag der offenen Tür) / 14 Uhr (Eröffnung)
Ort:
Gebäude V
geplan & Anfahrt:
www.tu-berlin.de

Weitere Informationen zum Labor: http://bemobil.bpn.tu-berlin.de

Programm und Anmeldung zum Tag der offenen Tür: http://mobi2018.bpn.tu-berlin.de/program/

3. International Mobile Brain/Body Imaging Conference
Zeit:
12. – 14. Juli 2018
Ort:
Swissotel Berlin, Augsburger Strasse 44, 10789 Berlin
Programm :
mobi2018.bpn.tu-berlin.de
bkl

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr. Klaus Gramann
Technische Universität Berlin
Tel.: +49 (0)30 314-79 506

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