direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Weltgeschichte des Kunstraubs: Großprojekt startet an der TU Berlin

Montag, 18. September 2017

Medieninformation Nr. 152/2017

Kunsthistorikerin Prof. Dr. Bénédicte Savoy stellt Konzept für ihren Leibniz-Preis vor / Einladung zur Pressekonferenz am 20.9.2017

Staatlich organisierter Kunstraub, Beutekunst in Kriegs- und Okkupationszeiten seit der Antike, der Entzug von Kulturgütern durch Eroberung und Kolonialisierung, die Verlagerung von Kunstgegenständen durch Fundteilungen und Expeditionen: Diese und weitere Schwerpunkte stehen im Mittelpunkt des neuen großen Forschungsvorhabens von Prof. Dr. Bénédicte Savoy und ihrem internationalem Team an der Technischen Universität Berlin. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft verlieh der Wissenschaftlerin 2016 den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis. Mit 2,5 Millionen Euro ist dieser der am höchsten dotierte Wissenschaftspreis in Deutschland. Nun startet das aus den Forschungsgeldern finanzierte dreijährige Projekt „translocations – Historical Enquiries into the Displacement of Cultural Assets“.

In einem Pressegespräch stellen Prof. Dr. Bénédicte Savoy und ihr Team das Forschungsvorhaben vor. Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind herzlich eingeladen:

Pressegespräch
Zeit:
Mittwoch, 20.9.2017, 10.30 Uhr
Ort:
TU Berlin, Architekturgebäude Flachbau, Straße des 17. Juni 152, 10623 Berlin

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis 19.9.2017 unter:

Gern vermitteln wir Einzelinterviews. Bitte melden Sie diese an unter:

Aktueller denn je ist die Problematik der territorialen Verlagerung von Kulturgütern – ihrer Translokationen – in Kriegs- und Friedenszeiten. Die Folgen derartiger Translokationen von Kulturgütern in der Vergangenheit gehören zu den großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts: Juristen, Museumsleute, Politiker, Ethnologen und Archäologen, Kunsthändler, politische Aktivisten und Journalisten, Künstler und Schriftsteller befassen sich weltweit mit der Thematik.

Kaum ein Tag vergeht, ohne dass in der Öffentlichkeit um eine „gerechte“ kulturpolitische Entscheidung bei kulturellen Restitutionsstreitigkeiten gerungen wird. Häufig drehen sie sich um die Fragen: Wem gehören die Objekte? Wer hat ein Recht auf ihre Deutung? Welchen Wert hat Provenienzforschung dabei?

Translocations fragt dagegen auf historischer Ebene: Wie liefen die Verlagerungen quer durch Zeiten und Länder genau ab, wie wurden sie wahrgenommen, erinnert, instrumentalisiert? Das mehrteilige Großprojekt wird so eine notwendige Grundlagenforschung leisten. Herzstück soll eine analytische Sammlung von Bildern, Texten und Karten werden, die modernste digitale Tools für das Sammeln, Erschließen und Visualisieren von Daten bereithält. Diese Werkzeuge werden helfen, die sozialen, politischen und kulturellen Implikationen von Kulturgutverlagerungen der Vergangenheit besser zu verstehen – und Orientierung für gegenwärtige und zukünftige Diskussionen geben.

stt

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Stefanie Terp
Pressesprecherin der TU Berlin
Telefon: 030/314-23922

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Piwik für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.