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TU Berlin

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Europa Nostra Award 2017

Mittwoch, 05. April 2017

Medieninformation Nr. 54/2017

Kooperationsprojekt von TU Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und Landesdenkmalamt Berlin erhält europäische Auszeichnung für das Kulturerbe

Es handelt sich um die höchste europäische Auszeichnung für das Kulturerbe: der EU-Preis für das Kulturerbe / Europa Nostra Award 2017. Die Europäische Kommission und Europa Nostra haben heute, am 5. April 2017, die Gewinner des Preises bekannt gegeben. Als einziges deutsches Projekt unter den 29 Preisträgern aus 18 Ländern wurde „Denkmalschutz und Barrierefreiheit“ geehrt. Eingereicht wurde dieses vom Fach Modell+Design der TU Berlin in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen (Barrierefreies Planen und Bauen) und dem Landesdenkmalamt Berlin.

Ausgezeichnet werden Projekte mit bemerkenswerten Leistungen in den Bereichen Denkmalschutz, Forschung, Ehrenamtliches Engagement, Bildung, Ausbildung und Bewusstseinsbildung. Unabhängige Expertenjurys haben insgesamt 202 Bewerbungen, die von Organisationen und Einzelpersonen aus 39 Ländern in ganz Europa eingereicht wurden, bewertet und die Preisträger ermittelt. Die Gewinner des EU-Preises für Kulturerbe / Europa Nostra Awards 2017 werden im Rahmen eines Festaktes am 15. Mai 2017 in Turku, Finnland, ausgezeichnet und die sieben, mit jeweils 10.000 Euro dotierten Grand Prix-Gewinner und der Gewinner des Publikumpreises bekannt gegeben.

Zusätzlich können weltweit Bürgerinnen und Bürger unter http://vote.europanostra.org/ über einen Publikumspreis abstimmen und damit eines der preisgekrönten Projekte aus ihrem eigenen oder einem anderen europäischen Land unterstützen. Teilnehmer der Onlinewahl haben die Möglichkeit, eine Reise für zwei Personen in die Stadt Turku, Finnland, zu gewinnen.

Europa Nostra Award 2017 für Denkmalschutz und Barrierefreiheit, Berlin

„Denkmalschutz und Barrierefreiheit“ ist ein Kooperationsprojekt der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen (Barrierefreies Planen und Bauen), des Landesdenkmalamtes Berlin und des Fachs Modell+Design der TU Berlin. Das Ziel des Projektes ist es, das grundlegende Problem eines barrierefreien Denkmalschutzes ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit sowie in das von Konservatoren und Studierenden zu rufen und sie für dieses Thema zu sensibilisieren.
Anhand von drei herausragenden Denkmälern in Berlin analysierten Architekturstudierende Denkmalschutzziele und entwickelten neue Ideen und Lösungen unter Berücksichtigung der Eigenheiten eines jeden Denkmals.
Die ausgewählten Objekte repräsentieren drei unterschiedliche Architekturepochen: die barocke St. Hedwigs Kathedrale, das historistische Alte Stadthaus und die Neue Nationalgalerie, ein berühmtes Beispiel moderner Architektur.

Die Projekte stellen also einen wahrnehmbaren Querschnitt der europäischen Architektur dar, der in ganz Europa Relevanz und Anwendbarkeit findet. Im Ergebnis entstanden inspirierende und innovative Lösungsansätze, die in Modellen und Bildern präsentiert werden. Um die Wirkungskraft dieses Projektes zu erhöhen, wurde eine anspruchsvoll gestaltete Wanderausstellung konzipiert, die es einem breiten Publikum, weit über Konservatoren, Fachplanern und Architekten hinaus, ermöglicht, das Anliegen zu verstehen.

„Neben den einzelnen Projekten, die dazu beigetragen haben, Barrieren zu überwinden, hat diese Zusammenarbeit zwischen Partnern aus barrierefreiem Bauen/Design for all und Denkmalschutz zur Veröffentlichung von Richtlinien für Planer und Architekten geführt, die zeigen, dass dies nicht nur theoretische, sondern angewandte Informationen sind“, erklärte die Jury. Die Jury betonte, dass „die Zusammenarbeit zwischen Landesbehörden und Universitäten zur Verbreitung dieser Informationen vorbildlich ist. Das Projekt versteht es erfolgreich, wichtige Zielgruppen für den Zusammenhang von Barrierefreiheit und Denkmalschutz zu sensibilisieren. Die Veröffentlichung des Projektes durch eine Wanderausstellung sowie eine Publikation ist offensichtlich gut durchdacht und vermittelt effektiv die Studienergebnisse. Dies hat das Projekt attraktiver gemacht und ist überzeugender Beweis für die Kraft des Design for all“.

EU-Preis für das Kulturerbe / Europa Nostra Awards

Der EU Preis für das Kulturerbe / Europa Nostra Awards wurde 2002 von der EU-Kommission ins Leben gerufen und wird seitdem von Europa Nostra veranstaltet. Der Preis fördert und feiert beispielhafte Projekte in den Bereichen Denkmalpflege, Forschung, Management, Ehrenamt, Bildung und Kommunikation. Der Preis wird vom Kreatives Europa Programm der Europäischen Union gefördert. In den letzten 15 Jahren haben Organisationen und Einzelpersonen aus 39 Ländern insgesamt 2.720 Bewerbungen für die Preise eingereicht.

Europa Nostra

Europa Nostra ist die Föderation von europäischen Nicht-Regierungs-Organisationen im Bereich Kulturerbe, die auch durch ein breites Netzwerk von öffentlichen Einrichtungen, privaten Firmen und Personen unterstützt wird.

Kreatives Europa

Kreatives Europa ist das neue EU-Programm zur Förderung des Kultur- und Kreativsektors mit dem Ziel neue Arbeitsplätze zu schaffen und Wachstum zu stimulieren.

bk

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Annette Müller
TU Berlin
Fach Modell+Design
Tel.: 030 314-21819

www.modellunddesign.de

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