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TU Berlin

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Öffnung der Universität

Donnerstag, 03. April 2014

Medieninformation Nr. 62/2014

Neues Leitungsteam der TU Berlin stellt seine Schwerpunkte vor

Seit 1. April 2014 hat die Technische Universität Berlin eine neue Universitätsleitung. Prof. Dr. Christian Thomsen wurde im Januar 2014 zum Präsidenten gewählt und Prof. Dr.-Ing. Christine Ahrend zu seiner Stellvertreterin und 1. Vizepräsidentin für Forschung, Berufung und Nachwuchsförderung. Ihre Amtszeit beträgt jeweils vier Jahre. Die weiteren Vizepräsidenten sind Prof. Dr. Angela Ittel für Internationales und Lehrkräftebildung sowie Prof. Dr. Hans-Ulrich Heiß für Studium und Lehre. Ihre Amtszeit dauert jeweils zwei Jahre. Sie wurden im Februar 2014 gewählt. Komplettiert wird das Team durch Prof. Dr. Ulrike Gutheil, die langjährige Kanzlerin der Universität.

„Wir stehen für eine offene und attraktive Universität. Wir wollen Studiengänge öffnen und ein Studium Generale anbieten. Wir möchten unsere Kooperationen ausbauen und im Gründerbereich noch mehr Start-ups aus der Wissenschaft für die Gründerhauptstadt initiieren. Aber auch solche Themen wie der weitere systematische Ausbau der Internationalität und die Fokussierung auf Diversity und Gender bei der Universitätsentwicklung sind uns sehr wichtig. Konkrete Aufgaben im Bereich der Forschung sind die Verstetigungen unserer Exzellenzprojekte UniCat im Bereich der Chemie, der Berlin Mathematical School und der erfolgreiche Start des neuen Einstein Center for Mathematics Berlin“, sagt der neue TU-Präsident Prof. Dr. Christian Thomsen.

Grundsätzliches

Eine gute Universität zeichnet sich durch ihre internationale Sichtbarkeit und Einflussnahme auf wichtige Themen der Gesellschaft und Politik aus. Dazu gehören vor allem fundierte, an modernen Fragestellungen ausgerichtete Studiengänge und eine exzellente Forschung, deren wissenschaftliche Erfolge weithin anerkannt sind. Die TU Berlin ist in ihren Ingenieurwissenschaften, der Mathematik, den Natur-, Planungs- und Sozialwissenschaften sowie in den Geisteswissenschaften so gut aufgestellt, dass sie weiterhin in Lehre und Forschung innovative Beiträge leisten wird. Hier weiter zu unterstützen und unter neuen Anforderungen förderliche Rahmenbedingungen zu schaffen, sieht das neue Präsidium als seine vordringliche Aufgabe.  Dies spiegelt sich in den zentralen Themen Forschung, Lehre, Internationalisierung, Diversity und Gender sowie Gründungen wider, die von den seit dem 1. April 2014 im Amt befindlichen Präsidiumsmitgliedern mit neuen Schwerpunktsetzungen definiert wurden:

Forschung

Als technische Universität in der Hauptstadt ist die TU Berlin vor allem in ingenieurwissenschaftlichen Zukunftsthemen mit gesellschaftlicher Relevanz gefordert. Besonders chancenreich für die TU Berlin ist es, Implikationen der Forschungsergebnisse für die Gesellschaft als eigene Themenstellungen ins Blickfeld zu rücken. Die TU Berlin versteht es als Aufgabe, sich transdisziplinär, kritisch und konstruktiv in Forschung, Lehre und Weiterbildung zu engagieren, wie sie es beispielsweise in den großen europäischen Forschungsverbünden  EIT ICT Labs und Climate-KIC seit Jahren tut. Dabei sollen auch die Kooperationen mit den anderen Berliner Universitäten, Forschungseinrichtungen sowie mit regionalen und internationalen Unternehmen gestärkt werden. Konkrete Aufgaben für die Zukunft sind die Verstetigungen unserer Exzellenzprojekte UniCat im Bereich der Chemie, der Berlin Mathematical School und der erfolgreiche Start des Einstein Center for Mathematics Berlin (EC Math). Auch werden wir uns weiterhin um eine Steigerung der Drittmittelfinanzierung durch öffentlichen Einrichtungen und Kooperationen mit Partner-Unternehmen bemühen.

Unsere Technische Universität zeichnet sich dadurch aus, dass sie die nötigen Voraussetzungen bietet, transdisziplinär zu forschen. Transdisziplinäre Forschung liefert Beiträge zur Lösung gesellschaftlich relevanter Probleme und nimmt daher ihren Ausgangspunkt bei konkreten gesellschaftlichen Herausforderungen. Da diese Probleme nicht vor Disziplingrenzen halt machen, ist Forschung auch zwangsläufig inter- und transdisziplinär. Für diese Art von Fragestellungen und Forschung zu sensibilisieren, zu ermutigen und gegebenenfalls neue (Forschungs-)Wege einzuschlagen, hat sich das neue Präsidium zur Aufgabe gestellt.

Lehre

In der Lehre wollen wir für Studierende aus der ganzen Welt dauerhaft attraktiv bleiben. Dazu gehören engagierte Lehrende und gut durchdachte Studiengänge. Unser Ziethener Manifest stellt den Beginn eines sichtbaren Wandels in der Lernkultur dar. Neue Lernformen, die Bereitstellung von Lernräumen an der TU Berlin und ein verstärkter Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden tragen zur neuen Lernkultur bei.

Wir werden den Zugang zu universitärer Bildung nach Möglichkeit erweitern, obwohl wir bereits in einigen Bereichen der Universität rechnerisch eine Überlast fahren. Möglichst viele junge Menschen sollen ihren Traum von einem Studium verwirklichen können. Um dies zu erreichen, werden wir uns für mehr zulassungsfreie Studiengänge an der TU Berlin einsetzen. Dazu gehören auch die Erleichterung und die Unterstützung beim Quereinstieg für Menschen, die nicht direkt aus der Schule zu uns kommen. Neue Zugangsberechtigungen an Hochschulen zu schaffen, wird besonders für die Lehrkräftebildung in den nächsten Jahren relevant. Um deutliche Signale zur besonderen Bedeutung der gesellschaftlichen Verantwortung einer technischen Universität in diesem Bereich zu setzten, hat das neue Präsidium die Lehrkräfteaus- und -weiterbildung als sichtbares Ressort einer Vizepräsidentin hervorgehoben.

Studium Generale

Ein einjähriges Studium Generale, wie wir es bereits erfolgreich für die MINT-Fächer eingeführt haben, erlaubt die gezielte Orientierung für junge Menschen, die studieren wollen, sich in ihrer Studienwahl aber noch nicht sicher fühlen. Sie können im Verlauf der einjährigen Orientierungsphase bereits ECTS-Punkte für ihr späteres Studium erwerben und sparen durch dieses Angebot letztlich Lebenszeit. Dieses Studium Generale wollen wir auf alle Studiengänge ausdehnen.

Internationalisierung, Diversity und Gender

Auch in Zukunft werden die Türen der TU Berlin für eine Vielzahl internationaler Studierender offen sein. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Statusgruppen sollen davon profitieren, an einer international ausgerichteten Universität zu arbeiten, die nach innen wie nach außen eine weltoffene Kultur kommuniziert, die auf zeitgerechten Werten und Maßnahmen in den Bereichen Diversity und Gender basiert. Wir können uns auf sehr erfolgreiche Konzepte und Strategien zur Stärkung dieser Bereiche stützen und möchten erreichen, dass alle Mitglieder der TU Berlin mit Freude und kompetent den globalisierten Alltag der Zukunft leben.

Gründeruniversität

Berlin ist die Gründerhauptstadt in Deutschland und die TU Berlin offiziell ausgezeichnete Gründerhochschule. Das Präsidium wird sich verstärkt dafür einsetzen, dass auch die Umsetzung eigener Ideen von Studierenden und Mitarbeitern in Ausgründungen beispielsweise im Centre for Entrepreneurship (CfE) gezielt unterstützt sowie durch Beratung und Suche nach Investoren professionell begleitet wird. Jährlich entstehen am CfE rund 20 High-Tech-Start-ups. Diese Zahl möchten wir verdoppeln. Mehr als 70 Prozent der seit 2007 intensiv betreuten Gründungsteams sind noch aktiv und tragen zum Wirtschaftsstandort Berlin bei. Im Jahr 2011 erwirtschafteten Ausgründungen aus der TU Berlin beziehungsweise von TU-Alumni einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro. 2013 war die TU Berlin auch deutschlandweit führend bei den EXIST-Gründerstipendien.

Kooperative und transparente Leitungskultur

Darüber hinaus will das neue Präsidium durch die Umsetzung einer kooperativen und transparenten Leitungskultur die Zusammen- und Mitarbeit aller Mitglieder der TU Berlin motivieren und fördern. Es sieht hierin eine wesentliche Chance der Universität, ihre Leistungen in Wissenschaft und Lehre kontinuierlich zu optimieren und einen nachhaltigen Beitrag für die Gesellschaft und die Politik zu definieren.

stt/jb

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Stefanie Terp
Pressesprecherin der TU Berlin
Tel.: 030/314-23922 oder 0172 314-6639

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