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TU Berlin

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Arbeitsplatz Uni

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Ohne sie geht gar nichts. Viele gute Geister sorgen in der Universität dafür, dass der Betrieb von Forschung und Lehre rund läuft. TU intern stellt an dieser Stelle einige von ihnen vor.

Iris Hahnemann
Lupe

"Ich habe es am Anfang sehr bedauert, dass ich selbst nicht mathematisch begabt bin, denn es ist so ein interessantes Fach", sagt Dr. Iris Hahnemann, Bibliothekarin in der Mathematischen Fachbibliothek der TU Berlin. Seit 1979 arbeitet sie dort und hat in den 31 Jahren ihres Schaffens zusammen mit ihrer Kollegin Bärbel Erler die Bibliothek in großer Selbstverantwortung zu einer veritablen wissenschaftlichen Bibliothek aufgebaut. Zunächst arbeitete sie nur halbtags, studierte nebenher Germanistik, Philosophie und Geschichte und promovierte. Schnell stellte sie fest, dass ihre Kollegin Bärbel Erler wie sie sehr kunstinteressiert war. Und an einem dunklen Novemberabend wurde die Idee einer Galerie in der Bibliothek geboren, auch weil die Wände, grau und einfarbig, aber dennoch vielgestaltig, dazu einluden. Schon kurze Zeit später, im März 1992, eröffnete die erste einer langen Reihe von Ausstellungen, die die Mathematische Fachbibliothek weit über die Stadt hinaus bekannt gemacht haben – und nicht nur wegen ihres umfangreichen Buchbestandes. An der Ausgangsidee, "Ost und West", "Jung und Alt" in Wettstreit treten zu lassen, hielten die beiden ehrenamtlichen Galeristinnen Iris Hahnemann und Bärbel Erler auch in den nachfolgenden Jahren fest. Innerhalb kürzester Zeit etablierte sich dieses in Konzeption und Ausführung einmalige Projekt in der Berliner Kunstszene und wurde zu einem beliebten Ausstellungsort für Berliner und auswärtige Künstler und Künstlerinnen aller Kunstrichtungen, von der Malerei über Skulpturen oder Klanginstallationen. "Wir arbeiteten oft bis in die Nachtstunden an den neuen Ausstellungen, denn das Ganze lief ja ehrenamtlich neben dem üblichen Bibliothekbetrieb." Künstler und Galeristen mussten angesprochen werden, Sponsoren gesucht, Transport und die Hängung der Bilder oder Aufstellung der Skulpturen überwacht, Redner und Musiker für Vernissagen und Finissagen organisiert werden.
"Aber es hat viel Spaß gemacht, die TU Berlin in einem noch unbekannten Licht zu zeigen", erklärt Iris Hahnemann rückblickend. Im Jahr 2000 beteiligte sich die Galerie erstmalig an der "Langen Nacht der Museen". Neben bekannten und renommierten Künstlern war auch die Liste der Redner prominent besetzt: So sprach die Schriftstellerin Christa Wolf anlässlich der ersten Ausstellung von Nuria Quevedo 1993, der derzeitige Vizepräsident des Deutschen Bundestages Wolfgang Thierse setzte sich 1995 mit dem Werk des Berliner Künstlers Konrad Nkeben auseinander. Iris Hahnemann scheidet nun aus dem aktiven Berufsleben aus, und so haben beide beschlossen, das Projekt auch gemeinsam zu beenden. Der TU Berlin wird dieses künstlerische Kleinod fehlen.

pp / Quelle: "TU intern", 12/2010

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