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Internationales

Hohe Erwartungen

Mittwoch, 16. April 2014

Der erste Industrieworkshop an der Türkisch-Deutschen Universität identifizierte den spezifischen Forschungs- und Kooperationsbedarf

Wie das Tor zum Bosporus des Dolmabahçe-Palastes in Istanbul den Blick hinüber nach Asien freigibt, so soll die Türkisch-Deutsche Universität als Tor zur orientalischen Wissenschaft und Industrie dienen
Lupe

Im Wintersemester 2013/14 hat die Türkisch-Deutsche Universität (TDU) ihren Lehrbetrieb aufgenommen, der von einem deutsch-türkischen Hochschulkonsortium organisiert wird. Die TU Berlin ist für die Ingenieurwissenschaften federführend verantwortlich. Die neue Forschungsuniversität soll sich insbesondere durch eine technologieorientierte Kooperation mit deutschen Universitäten, Forschungsinstituten sowie türkischen und deutschen Unternehmen hervortun. Im Dezember 2013 konnte bereits der erste Industrieworkshop „Kooperation zwischen Universität und Industrie sowie Erwartungen an die TDU“ in der Sommerresidenz der Deutschen Botschaft in Tarabya/Istanbul stattfinden.

„Die türkische Industrie ist heute mit der Produktion von State-of-the-Art-Produkten gut aufgestellt“, berichtet Prof. Dr.-Ing. Kai Mertins, Berater des Fraunhofer-Instituts für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK). „Für den nächsten Schritt, die Entwicklung eigener innovativer Prozesse und Produkte für den europäischen und den Weltmarkt, ist eigene Forschung und Entwicklung erforderlich. Die deutsch-türkische Industrie setzt hohe Erwartungen in eine praxisorientierte Forschung und Lehre an der TDU.“ Mehr als 60 Vertreterinnen und Vertreter namhafter Firmen aus der elektrotechnischen Industrie, aus Automobil- und Pharmaindustrie sowie die Vertreter der Deutsch-Türkischen Handelskammer waren denn auch zu dem Workshop gekommen. Sie wollten sich nicht nur informieren, sondern auch bereits gemeinsame Aktivitäten zur Implementierung neuer Technologien und Erkenntnisse der industriell sowie der staatlich geförderten Forschung in die Betriebe anstoßen.

Darauf waren auch die Ziele des TDU-Industrieworkshops 2013 ausgerichtet. Es ging um den Aufbau eines ingenieurwissenschaftlichen Netzwerks der deutsch-türkischen Industrie zu der neuen Hochschule TDU, das den bilateralen Anforderungen gerecht werden soll.

Neben den Vertretern der Universitäten und der Industrie sprachen auch die Generalkonsulin Jutta Wolke sowie die Präsidentin des Konsortiums der Türkisch-Deutschen Universität, Prof. Dr. Rita Süssmuth, in ihren Vorträgen und Grußworten ihre hohen Erwartungen an die TDU als Innovationstreiber aus. Von der TU Berlin, von Fraunhofer IPK und GT-ARC (German-Turkish Advanced ICT Research Center) hielten unter anderem die Professoren Sahin Albayrak, Kai Mertins, Holger Kohl Vorträge. Sie beschäftigten sich mit der Praxisorientierung der Forschung, dem Einfließen der Ergebnisse in die aktuelle Lehre befassten, mit Forschungs- und administrativem Management sowie mit branchenübergreifender industrieller Zusammenarbeit. Auch berichteten sie von bewährten Vorgehensweisen in vergleichbaren internationalen Projekten. Dipl.-Ing. Soner Emec, Dipl.-Ing. Pinar Bilge, Prof. Mertins und Personal Coach Diplom (SGD) Ulrike Baucke erarbeiteten mit den Teilnehmern einerseits den Forschungsbedarf, der insbesondere in den Branchen Automotive, Chemie, Bauwesen, Medizintechnik, Produktionstechnik und den IT-Technologien sowie in den Future Markets wie Dienstleistungen für Megastädte und erneuerbaren Energien gesehen wird. Andererseits wurden die im Mittelpunkt der Forschung stehenden Prozesse behandelt, die in naher Zukunft die Entwicklung von Hightech-Prozessen für Lowtech-Produkte ermöglichen sollen. „Dabei konnten wir unter anderem die Effizienzsteigerung der Betriebsmittel, das ,Reverse Engineering‘ sowie den Kunststoffeinsatz in der Produktion als Felder mit besonderem Forschungsbedarf identifizieren“, so Pinar Bilge.

Der Workshop wurde von der Türkisch-Deutschen Universität mit Unterstützung der TU Berlin, Fachgebiet Montagetechnik und Fabrikbetrieb von Prof. Dr.-Ing. Günther Seliger, sowie dem Fraunhofer IPK veranstaltet. Die Schirmherrschaft hatte der deutsche Botschafter in der Türkei, Eberhard Pohl, übernommen.

tui "TU intern" April 2014

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