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TU Berlin

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Von Meisterhand gezeichnet

Mittwoch, 25. Mai 2016

Was es im „Haus der Kristalle“ der TU Berlin zur Langen Nacht zu entdecken gibt – Geschenk für die Mineralogische Sammlung

Eberhard Equit signierte für die Kustodin Dr. Susanne Herting-Agthe das wertvolle Buch. Im Vordergrund auf dem Tisch ein 6,6 Kilogramm schwerer Turmalin (Rubelit) aus Mosambik sowie ein kleinerer brasilianischer Turmalin, die zu den wertvollsten Stücken d
Lupe
Kunzit mit Albit, Lepidolith und filziger Turmalin aus Pakistan
Lupe

Kaum ein Mineralien- und Edelsteinsammler, der nicht schon einmal daran gescheitert ist, sein Lieblingsstück fotografisch ins Bild zu setzen. Profi-Fotografen kennen das Problem. Eberhard Equit, der weltweit bekannte Grafikdesigner und Mineralienzeichner, bringt mit einzigartigen zeichnerischen Mitteln die Schönheit und die besondere Charakteristik von Mineralstufen, Edelsteinen, Gold und Silber zur Geltung. Ende 2015 erschien in einer auf 350 Stück limitierten Auflage sein großformatiges, 400 Seiten umfassendes Buch „Drawings of Mineral Masterpieces“. Eine Ausgabe schenkte Eberhard Equit nun der Mineralogischen Sammlung der TU Berlin, einer der größten und bedeutendsten in Deutschland.

Das Buch enthält 116 Tafeln mit wertvollen, außergewöhnlich schönen Mineral- und Edelsteinstufen aus aller Welt in Originalgröße. Neun Jahre arbeitete der Künstler an den fotorealistischen Zeichnungen, teils im Auftrag von Sammlern weltweit. Ergänzt werden sie von 22 lehrreichen Texten international bekannter Fachleute. Am historischen Ort – die Schausammlung im Gebäude für Bergbau und Hüttenwesen geht zurück auf die Gründung der Bergakademie vor fast 250 Jahren – signierte er das Buch Nr. 224 mit dem alten deutschen Bergmannsgruß: „Glück auf!“ Es ist die Verkürzung der längeren, jahrhundertealten Formel aus dem Sächsischen: „Ich wünsche dir Glück, tu einen neuen Gang auf!“, die die Hoffnung der Bergleute auf reiche Beute, auf Lohn für ihre harte Arbeit ausdrückte. Die Mineraliensammler und -fachleute gehen in den zweisprachig deutsch und englisch editierten und mit Abbildungen und Dokumenten illustrierten Texten den Fragen nach, wer das Diamantschleifen erfand, was Achate in einer Mineraliensammlung machen, erzählen von den Topasen der sächsischen Könige, von edlen Steinen aus Pakistan und Afghanistan, von Turmalinen aus Russland, vom Goldabbau tief im Westen der Vereinigten Staaten oder von Tsumeb im heutigen Namibia, einer der mineralreichsten Erzlagerstätten der Welt.

Das rund 350 Euro teure Buch, das später für Forschende und Interessierte auf Anfrage einsehbar ist (und auch noch in wenigen Exemplaren käuflich zu erwerben ist), wird während der Langen Nacht der Wissenschaften der Öffentlichkeit in der Mineralogischen Schausammlung präsentiert. In den Vitrinen sind attraktive Kristallstufen aus aller Welt in Museumsqualität zu sehen, die Mineralsystematik nach Strunz, Gesteine und andere Besonderheiten. Seit 1781 ist sie ein unverzichtbares und weltweit genutztes Archiv der Rohstoff-Forschung. Zur Langen Nacht können Besucher interessante steinerne Fundstücke mitbringen und von den Wissenschaftlern bestimmen lassen – und nicht nur die Strandfunde können auf den Prüfstand gestellt werden: Mit Hilfe kristalloptischer Methoden wie Refraktometer, Polariskop und Edelsteinmikroskop können Edelsteine auch zerstörungsfrei auf Echtheit, Art und Herkunft untersucht werden. Außerdem erfahren die Besucher, was der Quarz auf dem Frühstückstisch macht – in Glas Porzellan, Lacken und Glasuren. Als Rarität außerdem zu sehen: ein fast eine halbe Tonne schwerer Eisenmeteorit, vor mehr als 100 Jahren in Afrika gefunden. Also: Auf zum „Haus der Kristalle“.

Kontakt:

Patricia Pätzold

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