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TU Berlin

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Alumni

Der Takt macht die Musik

Mittwoch, 25. Mai 2016

TU-Alumni entwickelten „Link“ – eine Software für die „Sounds of Sciences“

Die Gründer (v. l.): Marius Braun, Florian Goltz, Christian Dietz
Lupe

Wer mit anderen gemeinsam Musik macht, weiß, wie man denselben Rhythmus findet. Einer gibt den Takt vor, die anderen folgen. Man kommuniziert miteinander. Dies gilt jedoch nur, solange die Mitglieder mit akustischen Instrumenten spielen.

Ganz anders sieht es aus, wenn elektronische Instrumente zum Einsatz kommen. „Stellen Sie sich vor, dass Sie mit Hilfe einer Musik-Software einige Schlagzeugsequenzen erstellt haben. Wenn Sie diese hintereinandersetzen, dann haben Sie einen Loop. Wenn Sie nun Ihren Loop mit anderen zusammenbringen möchten, und zwar so, dass sie in einem gemeinsamen Tempo miteinander spielen, war das bisher technisch sehr aufwendig“, erklärt Christian Dietz. War aufwendig – ist es aber nicht mehr. Denn er hat gemeinsam mit Florian Goltz und Marius Braun eine Software entwickelt, die verschiedene Musik-Softwares auf unterschiedlichen Geräten und Betriebssystemen kabellos miteinander synchronisiert. Christian Dietz und Florian Goltz haben Kommunikationswissenschaften an der TU Berlin studiert und während des Studiums als Tutoren am Fachgebiet Audiokommunikation bei Prof. Dr. Stefan Weinzierl gearbeitet. Auch nach dem Studium waren sie als freie Mitarbeiter in zahlreiche Projekte eingebunden, in denen es um akustische und elektroakustische Systeme ging. In Kontakt kamen die beiden dabei auch immer wieder mit Medienkünstlerinnen und -künstlern. „Bei der Zusammenarbeit mit Musikern elektronischer Musik kamen wir auf die Idee zu der Software“, sagt Florian Goltz. „Immer wenn wir zwischen einzelnen Projekten Zeit hatten, haben wir uns mit unserer Software beschäftigt.“ Als die Arbeit dazu aufwendiger wurde, holten sie sich Beratung beim TU-Gründungsservice, stellten mit Erfolg einen EXIST-Antrag, holten von der Universität der Künste den Soundkünstler Marius Braun hinzu, gewannen Professor Weinzierl als Gründungsmentor und feilten intensiver an der Software. Mit Erfolg: Im Jahr 2014 wurden sie Sieger beim „Gründerwettbewerb – IKT Innovativ“, der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ausgeschrieben wird. Die 30 000 Euro Preisgeld nutzten sie zur Gründung ihres Start-ups „Coire“ im Jahr 2014.

Über das Elektronische Studio der TU Berlin kamen sie schließlich in Kontakt mit TU-Alumnus Gerhard Behles. Er ist Mitgründer des Musik-Software-Unternehmens Ableton AG und holte die drei Entwickler samt ihrer neuen Software in seine Firma. „Das war für uns genau die richtige Entscheidung. Wir sind zwar nun keine Unternehmer mehr, sondern bei Ableton angestellt. Aber dafür haben wir hier die Möglichkeit, unsere Idee unter optimalen Bedingungen auszuarbeiten.“ „Link“ heißt die Technologie, die Ableton seit Ende letzten Jahres als Teil der Software „Live“ sowie als Software-Baustein für iOS-Entwickler anbietet. Damit können diese ihre Apps Link-fähig machen. Sind alle im selben WLAN, synchronisiert „Link“ den Takt und das Tempo der einzelnen Anwendungen und jeder Teilnehmer kann aufhören zu spielen, unabhängig von den anderen, jederzeit wieder einsteigen oder das gemeinsame Tempo ändern, ganz wie bei einem Jam mit akustischen Instrumenten.

Bei der offiziellen Eröffnungsfeier der Langen Nacht der Wissenschaften am 11. Juni 2016 wird „Link“ aus Wissenschaft Musik machen. Die Präsidentinnen und Präsidenten verschiedener Berliner Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen bringen auf ihren Handys jeweils ein „wissenschaftliches Geräusch“ aus ihrer Einrichtung mit. Auf der Bühne entsteht live aus diesen „Mitbringseln“ die Klangcollage „Sounds of Sciences“. Musiker an diesem Abend sind neben TU-Präsident Prof. Dr. Christian Thomsen, Prof. Dr. Peter-André Alt (Präsident FU Berlin), Prof. Dr. Dr. Sabine Kunst (Präsidentin HU Berlin), Prof. Dr. Monika Gross (Präsidentin der Beuth Hochschule), Prof. Dr. Heribert Hofer (Direktor des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung) und Prof. Dr. Thoralf Niendorf (Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft, Experimental and Clinical Research Center (ECRC)).Siehe auch „Sounds of Sciences“, Seite 1.

Zeit und Ort: 11. Juni 2016, 17–18 Uhr, Audimax im TU-Hauptgebäude (Haus der Ideen). Offen für alle Besucherinnen und Besucher der Langen Nacht.

www.lndw.tu-berlin.de/programm/haus-der-ideen/

Bettina Klotz

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