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TU Berlin

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Lehre & Studium

Meeting Point unter der Brücke

Montag, 27. Juli 2015

Kulturprojekt von Architekturstudierenden in Jerusalem zur Verständigung zwischen Arabern und Juden

Lupe
Im Niemandsland bauten die Studierenden einen Ort zum Treffen und gemeinsamen Feiern (u.)
Lupe

In den 1970er-Jahren konnte man in Jerusalem jeden Sommer beobachten, wie Wassermelonen-Verkaufsstände entlang der innerstädtischen Grenzlinie eröffneten und diese abends in ein Band aus funkelnden Lichtern verwandelten. Araber und Juden konnten hier zusammenkommen und einfach gemeinsam ein Stück erfrischende Wassermelone genießen. Das Grenzgebiet, das sogenannte „Niemandsland“, wurde für kurze Zeit zu einem Ort der Begegnung und kulturellen Durchmischung.

Solch einen Begegnungsraum für Araber und Juden wiederzubeleben war Ziel des Projekts „The Meeting Point“ des Non-Profit-Künstler-und-Aktivisten-Kollektivs „Muslala Group“, das vom 4. bis 12. Juni 2015 im Rahmen des Israel Festival in Jerusalem stattfand und an dem sich zehn Architekturstudierende der TU Berlin mit dem Bau einer temporären Architektur beteiligten. Betreut wurden die Studierenden von Gastprofessor Christophe Barlieb vom Fachgebiet Architekturdarstellung und Gestaltung am Institut für Architektur, und Michael Seitz, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet. Der künstlerische Leiter des israelischen Festivals, Matan Israeli, hatte sie zur Zusammenarbeit eingeladen.

Mit einem Programm aus Performances, Kunst, Wassermelonen-Verkauf und persönlicher Begegnung bot „The Meeting Point“ die Gelegenheit, die kulturelle Vielfalt Jerusalems und das Zusammenleben von Juden und Arabern zu feiern. Als Standort diente dem Projekt eine Fläche im Railroad Park unter einer Brücke an der Grenze zwischen der jüdischen Nachbarschaft Katamonim/Pat und dem arabischen Dorf Beit Safafa. Für diese Fläche gestalteten die Architekturstudierenden einen zweigeschossigen Holzrahmenbau, der sowohl als Melonenverkaufsstand als auch als Bühne für die kulturellen Veranstaltungen diente. Der Verkaufsstand fungierte zugleich als Bar. Im Mai flogen die Studierenden nach Jerusalem, um den „Treffpunkt“, die sogenannte „Basta“, zu bauen. Der Begriff „Basta“ bedeutet „einfach“ und bezeichnet die Verkaufsstände in Palästina. Eine breite, seitlich die Plattform erschließende Treppe lud Passanten ein, sich den kulturellen Veranstaltungen anzuschließen. So sollte „The Meeting Point“ zu einem lebendigen Ort für die Begegnung zwischen Arabern und Juden werden. „Die ersten Veranstaltungen haben uns gezeigt, dass uns das voll und ganz gelungen ist“, berichtet Professor Barlieb. „Schön war es auch, zu sehen, wie viele freiwillige Helfer sich einfanden, von Passanten über Facebook-Follower, von Künstlern bis zu Schulklassen, die halfen, die Stützen und Wände zu bemalen, Girlanden zu basteln, Hinweis- und Einladungsschilder anzufertigen und Steine für die Abböschung der Fundamentplatte zu schleppen.“

fgbarlieb.de/gallery/jerusalem-meeting-point-2015/

Christine Ruhfus-Kirsch "TU intern" Juli 2015

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