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TU Berlin

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Internationales

Von Baseball, Popcorn und hoher Arbeitsmotivation

Mittwoch, 13. Mai 2015

Eine Master-Studentin der Medienwissenschaft erzählt von ihrem Praktikum in den USA

Kulturunterschied: ausufernde Deko-Wettbewerbe fürs Büro zu Halloween oder Weihnachten
Lupe

Long Grove, Illinois, USA, 7.30 Uhr morgens: Zwischen einem Golfplatz und zwei Seen fahre ich mit meinem Auto auf das Gelände der Kemper Lakes: ein Geschäftskomplex, rund 35 Meilen nordwestlich von Chicago, in dem neben vielen anderen Firmen auch „Dealer Product Services“ (DPS), mein Praktikumsbetrieb, seinen Hauptsitz hat. Nachdem ich den Wildgänsen ausgewichen bin, erreiche ich den Parkplatz und betrete das Gebäude mit meinem Firmenausweis. Mir kommen Leute mit „Cups“- und „White Sox“-Baseball-Jerseys entgegen. Jap … es ist „Take me out to the ball game“-Freitag, und die neue Baseball-Saison ist damit offiziell in vollem Gange … kostenlose Hot Dogs, Salate, Soda und Chips für alle … Happy Friday!

DPS beschäftigt sich mit strategischem Datenmanagement. Eine Firma mit dem Herzen einer Werbeagentur. DPS entwickelt für Kunden aus der Automobilindustrie traditionelle und digitale Marketingkonzepte. Mein Praktikum im Digital Media Team passt perfekt zu meinem Studium. Vor meinem Master-Studium habe ich ein Bachelor-Studium der Sprache und Kommunikation an der TU Berlin absolviert. In dieser Zeit habe ich bereits sehr positive Erfahrungen mit einem Auslandsstudium an der University of Utah gemacht. Nun plane ich, Ende diesen Jahres beziehungsweise Anfang 2016 das Master-Studium zu beenden. Doch bevor es so weit ist, wollte ich noch einmal die Möglichkeiten, die mir das Studium bietet, ausnutzen. Deshalb entschied ich mich für einen erneuten Auslandsaufenthalt in den USA, ein Praktikum sollte es diesmal sein. Nun bin ich glücklich für zwölf Monate in Chicagoland in einem bezahlten Auslandspraktikum gelandet. Unterstützt haben mich auch das Akademische Auslandsamt und der Career Service der TU Berlin, der mir eine Teilförderung durch das PROMOS-Programm vermittelt hat. Hier wohne ich in einer Zweier-WG, die Mieten sind nicht gerade billig. Aber ich komme sehr gut über die Runden.

Mit Planung und Vorbereitung sollte man früh anfangen, denn sie kosten sehr viel Zeit. Für das Praktikum macht ein kürzerer Zeitraum als ein Jahr aus meiner Sicht wenig Sinn, da es auch viel Energie kostet, im Aus land in die Arbeitswelt einzutauchen. Bei einem kürzeren Praktikum würde man wieder gehen, wenn man gerade richtig angekommen ist und mehr Eigenverantwortung im Job übernehmen könnte.

Zwei Länder, zwei Kontinente, zwei Kulturen – vor allem zwei unterschiedliche Arbeitskulturen. Besonders dieser Kulturunterschied hält für mich ein paar sehr positive Erfahrungen bereit: Die Arbeitsatmosphäre ist extrem entspannt und trägt automatisch zu einem produktiven und motivierten Arbeitsklima bei. Im Mittelpunkt steht das Team – gemeinsam ist man stärker. Learning by Doing wird großgeschrieben. Auch werden Beruf und Privates nicht überall so strikt getrennt wie in Deutschland. Als Dresscode gilt: Montag bis Mittwoch „business casual“, also eher Anzug, Krawatte und Kostüm, Donnerstag und Freitag etwas lockerer: „casual“. Am „Happy Friday“ sind Popcorn und Minigolf kurz vor Feierabend angesagt. Die Mittagspausen vergehen beim gemeinsamen Mittagessen mit dem gesamten Team oder werden interessant gestaltet durch einen Besuch im Fitnessstudio (eine Etage tiefer), Sonnen auf der Dachterrasse oder Shoppen. Bemerkenswert sind auch die ausufernden Dekorationswettbewerbe für die Schreibtische zu Halloween und Weihnachten – eine Augenweide. Ich hatte sogar die Ehre, als „Mitarbeiterin des Monats“ ausgewählt zu werden, und konnte mich durch meine Leistungen und Erfahrungen schon früh in der Firma etablieren.

Als Ausgleich neben den langen Arbeitstagen habe ich American Tackle Football entdeckt. Es hilft, sich auszupowern, neue Leute kennenzulernen und die amerikanische Kultur noch besser zu verstehen.

Mich hat das Praktikum jetzt schon unglaublich bereichert und ich würde es jederzeit wieder tun.

www.greasemonkeysem.com/2015/02/16/getting-the-most-from-a-digital-media-internship/#more-1011

www.chicagoforcefootball.com

Anke Kutzscher

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