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TU Berlin

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Lehre & Studium

Mit 4 in die Schule, mit 14 in den Hörsaal

Donnerstag, 16. April 2015

Die jüngste Studentin der TU Berlin studiert Technomathematik

Johanna fühlt sich im TU-Mathegebäude wie zu Hause
Lupe

„Mir war klar, dass ich nach dem Abitur direkt studieren möchte. Ich wusste zwar noch nicht genau, was, aber dass es an die Uni gehen soll, stand für mich fest.“ An dieser Aussage lässt sich zunächst nichts Außergewöhnliches finden. Dass der Satz jedoch von einer 15-Jährigen stammt, macht die Sache interessant. Ihr Name ist Johanna und ihr Abitur machte sie 2013. Da war sie gerade mal 14 Jahre alt. Mittlerweile studiert sie im dritten Fachsemester Technomathematik an der TU Berlin und fühlt sich im Hörsaal sowie im Kreis ihrer Kommilitoninnen und Kommilitonen richtig wohl.

Zum Zeitpunkt ihrer Einschulung war Johanna vier Jahre alt. Als ihr ein Jahr älterer Bruder zur Schule angemeldet werden sollte, äußerte Johanna, dass auch sie unbedingt zur Schule gehen wolle. Es folgten Untersuchungen beim Schularzt sowie beim Schulpsychologen, die beide Kinder für schulreif erklärten und dazu rieten, sie direkt in die zweite Klasse einzuschulen. Nach Zustimmung der zuständigen Schulrätin konnten die Geschwister schließlich ihre Schullaufbahn starten. Nach der Grundschule ging Johanna zwei Jahre auf ein altsprachliches Gymnasium, wechselte dann aber in der 7. Klasse in den „Superschnellläuferzug“ der Hildegard-Wegscheider-Oberschule. Dieses Berliner Akzelerationsangebot richtet sich an besonders schnell lernende, gut begabte und besonders befähigte Schülerinnen und Schüler sowie an kognitiv hochbegabte Kinder. Durch das Absolvieren eines „Superschnellläuferzugs“ ist es Kindern möglich, schon nach elf Jahren das Abitur abzulegen.

Kennengelernt hatte Johanna die TU Berlin durch das von der Universität angebotene Programm „Studieren ab 16“, an dem sie in der 10. Klasse teilnahm. Das Programm bietet leistungsstarken Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe sowie in Ausnahmefällen auch jüngeren Jahrgängen die Gelegenheit, ausgewählte Lehrveranstaltungen zu besuchen und entsprechende Leistungsnachweise schon während der Schulzeit zu erbringen. Diese Leistungsnachweise können in einem späteren Studium anerkannt werden. Ihr Chemie-Lehrer hatte die damals Elfjährige auf das Angebot der TU Berlin aufmerksam gemacht. Die guten Erfahrungen, die sie dabei sammelte, und das Interesse an Technik und Naturwissenschaften haben Johanna nach dem Abitur wieder an die TU Berlin geführt.

Heute ist sie trotz ihres jungen Alters regulär eingeschrieben und wird anders als im Programm „Studieren ab 16“ nicht eigens betreut. „Wir hatten keine Bedenken, dass Johanna so jung studiert. Wir dachten und denken, dass sie genau dorthin gehört“, sagen ihre Eltern. Lediglich bei der Einschreibung galt es eine kleine Hürde zu überwinden: „Die Online-Maske ist nicht für so ein junges Alter programmiert. In Abstimmung mit der TU Berlin musste sich Johanna älter machen, als sie war, damit das System ihr Formular annahm.“

Nach Beendigung ihres Bachelor-Studiums möchte Johanna gerne auch ihren Master-Abschluss an der TU Berlin machen, allerdings eher in Mathematik oder Informatik. „Früher wollte ich immer etwas mit Robotern machen, doch habe ich mir das Studium der Technomathematik anders vorgestellt. Mittlerweile habe ich gemerkt, dass Elektrotechnik nicht mein Ding ist“, erzählt sie. Dafür programmiert Johanna gerne und hat auch schon ein Praktikum in diesem Bereich absolviert. Die Programmiersprachen HTML und Java hatte sie sich teils vor und teils während des Studiums angeeignet. „HTML habe ich mir selbst beigebracht, weil ich meine eigene Webseite entwickeln wollte. Java habe ich dann später im Studium kennen und anwenden gelernt.“

Christine Ruhfus-Kirsch "TU intern" April 2015

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