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TU Berlin

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Faszinierender Baukasten der Chemie

BIG-NSE-Stipendiatin Min Ha Kim schätzt die interkulturelle Vielfalt und die hohe Spezialisierung des Exzellenzclusters UniCat

Min Ha Kim beschäftigt sich mit der Synthese von Edelmetall-Komplexen
Lupe

"Synthetische Chemie hat für mich etwas von Lego-Spielen", erzählt Min Ha Kim, Stipendiatin an der BIG-NSE und Promovendin bei Prof. Dr. Matthias Drieß in der Arbeitsgruppe für Metallorganische Chemie und Anorganische Materialien. "Mit den verschiedenen chemischen Elementen kann man im Prinzip bauen, was man will. Das gibt mir ein einzigartiges Gefühl", so die Südkoreanerin, die ihren Master der Chemie an der National University in Seoul absolvierte, wo sie sich ganz besonders mit der Synthese von Edelmetall-Komplexen beschäftigte.

Da sie sich für eine Promotion in Deutschland interessierte, sammelte sie alle verfügbaren Informationen darüber und nahm 2014 an einer Messe des DAAD für angehende Doktoranden in Seoul teil. Dort traf sie auf Dr. Jean-Phillipe Lonjaret, den Managing Director der "Berlin International Graduate School of Natural Sciences and Engineering" (BIG-NSE).

"Die Möglichkeit, Chemie in einem so hochgradig spezialisierten Forschungs-Cluster wie UniCat zu studieren, hat mich fasziniert. Zusätzlich haben mich die professionelle Struktur und die Unterstützung der BIG-NSE für die Studierenden überzeugt."

Unter den vielen verschiedenen Arbeitsgruppen des TU-Exzellenzclusters UniCat, die sich mit den diversen Konzepten der Katalyse beschäftigen, war das passende Thema schnell gefunden, und Min Ha Kim gelang es, sich mit ihrer Bewerbung um eines der begehrten BIG-NSE-Stipendien durchzusetzen. Seit 2015 arbeitet sie nun in der Gruppe von UniCat-Sprecher Professor Matthias Drieß über Silylen-Liganden zur Synthese von Edelmetallkatalysatoren. An Berlin schätzt sie vor allem die interkulturelle Vielfalt. "Die dreimonatige sogenannte ‚Initial Phase' an der BIG-NSE war sehr wichtig für mich. Es gab Vorlesungen der verschiedensten UniCat-Professoren zu aktuellen Forschungsergebnissen im Bereich der Katalyse. Aber in dieser Zeit habe ich nicht nur die Organisation und das Konzept von UniCat kennengelernt. Es gab auch viele sogenannte ‚Soft Skill'-Kurse wie zum Beispiel Zeitmanagement oder Englisch für Wissenschaftler. Auch ein Deutschkurs wurde angeboten - sehr wichtig für mich, da man während der Forschungsarbeit kaum Zeit dafür findet."

Min Ha Kims Thema, die Silylen-basierten Liganden, gelten in der Wissenschaft als sehr vielversprechende Kandidaten für eine effizientere Katalyse. "Mein Arbeitsgebiet ist pure synthetische anorganische Chemie. Daher finde ich die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Rahmen von UniCat besonders interessant. So kann ich zum Beispiel von den Organikern eine Menge darüber lernen, für welche Reaktionen die von uns geschaffenen Katalysatoren überhaupt relevant sind. Um die komplexen Mechanismen von katalytischen Reaktionen zu verstehen, arbeiten wir auch eng mit Chemoinformatikern zusammen, die diese Reaktionen theoretisch berechnen." Um sich ab und zu von der Chemie zu "erholen", spielt Min Ha Kim selbst gerne Klavier und Gitarre.

Martin Penno/Katharina Jung, "TU intern" 19. Januar 2018

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