direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Menschen

Wissenschaftler und Politiker mit großem Einfluss

Enthüllung einer Berliner Gedenktafel für Theodor Mommsen

Die Gedenktafel aus der Königlichen Porzellan-Manufaktur
Lupe

Noch heute wird Theodor Mommsen als einer der bedeutendsten Historiker des 19. Jahrhunderts und einer der einflussreichsten Professoren der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität (heute Humboldt-Universität zu Berlin) gepriesen. Doch er bereicherte nicht nur als wortgewaltiger und wirkmächtiger Wissenschaftler die deutsche Altertumswissenschaft, insbesondere erhob er als liberal gesinnter Politiker seine Stimme. Sich politisch zu engagieren, galt für ihn als Bürgerpflicht. Am 1. Dezember 2017 wird für ihn auf dem Gelände der TU Berlin eine Berliner Gedenktafel enthüllt.

Wohnhaus der Familie Mommsen in der damaligen Marchstraße 8
Lupe

Theodor Mommsen wurde am 30. November 1817 in Garding (Schleswig-Holstein) als Pfarrerssohn geboren. Er stieg zu einem der größten Gelehrten der Geschichts- und Altertumswissenschaft auf. Am 1. Dezember 2017 wird der Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer, in Verbindung mit der Historischen Kommission zu Berlin e.V. zu Ehren Theodor Mommsens die Berliner Gedenktafel enthüllen. Diese wird in unmittelbarer Nähe seines im Bombenhagel des Zweiten Weltkrieges zerstörten Wohnhauses in der damaligen Charlottenburger Marchstraße 8 angebracht. Seit 1968 befindet sich an dieser Stelle und auf dem benachbarten Gelände das Institut für Architektur der TU Berlin. Als Familie Mommsen 1874 mit ihrer Kinderschar von der Schöneberger Straße 10 in der Nähe des Anhalter Bahnhofs nach Charlottenburg zog, galt die damals eigenständige Stadt als Sommerresidenz für wohlhabende Berliner Bürgerfamilien. Mit sommerfrischem Grün und ländlicher Weite lockte der Ort die Berliner – so auch die Mommsens. Der Umzug brachte es mit sich, dass Theodor Mommsen von nun an einen längeren Weg zur Preußischen Akademie der Wissenschaften sowie zur Universität in Kauf nehmen musste. Dafür nutzte er die gemächliche, zwei PS starke Pferdestraßenbahn, die ihn von der Ecke Marchstraße/Berliner Straße durch den Tiergarten direkt bis zur Universität brachte.

Im zweiten Stock des Hauses in der Marchstraße 8 befanden sich die beiden Arbeitszimmer des Gelehrten, in denen er zahlreiche seiner bedeutenden Werke verfasste. Die Gesamtzahl seiner Publikationen wird auf etwa 1600 geschätzt. Sein dreibändiges Werk „Die Römische Geschichte“ (1854 bis 1856), für das er 1902 den Literatur-Nobelpreis erhielt, zählt zu den Klassikern der Geschichtsschreibung. Neben diesem Werk gehören das dreibändige Werk „Römisches Staatsrecht“ (1871 bis 1888) sowie die Abhandlung „Römisches Strafrecht“ (1899) zu den Standardwerken.
An der Preußischen Akademie der Wissenschaften gelang es ihm, historische Forschung erstmals in großem Stil zu verankern; von ihm organisierte wissenschaftliche Großvorhaben bestehen zum Teil heute noch an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Am 1. November 1903 starb Theodor Mommsen im Kreis seiner Familie in der Marchstraße 8.

Zeit:
1. Dezember, 16 Uhr
Ort:
Straße des 17. Juni 152, 10623 Berlin
Ellen Franke, Historische Kommission zu Berlin, "TU intern" 10. November 2017

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Piwik für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.

Fotogalerie

zur Fotogalerie