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SEMI Europe Award 2010

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Herbert Reichl
Lupe

Für seine Pionierarbeit im Bereich des Halbleiter- und Mikrosystem-Packagings wurde Prof. Dr.-Ing. Herbert Reichl am 19. Oktober 2010 mit dem SEMI Europe Award ausgezeichnet. Der Preis wurde in Dresden anlässlich der Tagung „Semicon Europa 2010“ vom SEMI-Präsidenten Stan Myers und dem Präsidenten von SEMI Europe Heinz Kundert überreicht. Herbert Reichls Beitrag zur Entwicklung von Integrationstechnologien ("Heterointegration") hätte gegenwärtige Trends wie die vertikale Systemintegration erst ermöglicht, hieß es in der Laudatio.
Viele der von ihm mit entwickelten oder zur industriellen Reife gebrachten Technologien und Verfahren werden heute in großem Stil kommerziell genutzt. Hierzu gehören neben der Flip-Chip-Verbindungstechnik unter anderem das stromlose Nickelbumpen und thermomechanische Zuverlässigkeitsuntersuchungen an Flip-Chip-Verbindungen.

Professor Herbert Reichl war bis März 2010 Leiter des Forschungsschwerpunkts Technologien der Mikroperipherik an der TU Berlin und Direktor des Fraunhofer IZM (Institut Zuverlässigkeit und Mikrointegration). Sein produktives Schaffen umfasst mehr als 60 angemeldete Patente, über 950 wissenschaftliche Fachbeiträge und zahlreiche Fachbücher. Für seine herausragenden Leistungen erhielt er unter anderem das Bundesverdienstkreuz, die Ehrendoktorwürde der Universität Chemnitz, den Goldenen Ehrenring des VDE und wurde zum IEEE Fellow ernannt. Zu seinem Ausscheiden verlieh ihm die TU Berlin die Goldene Ehrennadel.

tui / Quelle: "TU intern", 12/2010

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