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TU Berlin

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Studium & Lehre

Ein Schiff wird kommen

Montag, 12. Juli 2010

Andrés Cura Hochbaum erforscht meerestechnisches Gerät

Andrés Cura Hochbaum wird an der TU Berlin unter anderem Technologien zur Erforschung der Tiefsee entwickeln
Lupe

Das Fachgebiet "Dynamik Maritimer Systeme" hat seit August 2009 einen neuen Chef: Prof. Dr.-Ing. Andrés Cura Hochbaum, der frühere Leiter der Abteilung "Seakeeping & Manoeuvring" und Mitglied der Geschäftsleitung der Hamburgischen Schiffbau-Versuchsanstalt (HSVA), folgte dem Ruf an die TU Berlin. "Die Möglichkeiten in der Forschung und die Versuchseinrichtungen sind einmalig in Deutschland", begründet der gebürtige Uruguayer seinen Umzug von der Alster an die Spree. "Und ich bin sehr gerne Lehrer", setzt er hinzu.

Professor Andrés Cura Hochbaum besuchte in seiner Geburtsstadt Montevideo die Deutsche Schule und absolvierte dort ein anspruchsvolles Grundstudium des Ingenieurwesens. "Nach dem Grundstudium musste man sich dann spezialisieren. Ich entschied mich für den Schiffbau" , berichtet er. Aufgrund der besseren Möglichkeiten im Ausland und seiner familiären Herkunft fiel seine Wahl auf Deutschland. "Deutsch war meine beste Fremdsprache und die Familie meiner Mutter stammt aus Deutschland", erläutert Prof. Cura Hochbaum seinen doppelten Familiennamen. In den 80er-Jahren ging er nach Hamburg, auf der "Insel" Berlin hätte er damals nicht leben mögen, wie er sagt.

Sein Schiffbau-Studium am Institut für Schiffbau (IfS) der Universität Hamburg schloss Andrés Cura Hochbaum 1988 mit dem Diplom ab. Er promovierte mit summa cum laude auf dem Gebiet der numerischen Schiffshydrodynamik und leitete nach Projektleiterjahren an der Hamburgischen Schiffbau-Versuchsanstalt (HSVA) schließlich von 2003 bis 2006 den Bereich Numerische Simulation Schiffbau-Versuchsanstalt Potsdam (SVA). Von dort aus kehrt er zunächst an die HSVA nach Hamburg zurück.

In seinem Fach befasst sich Professor Cura Hochbaum speziell mit turbulenten Strömungen mit freien Wasseroberflächen und ihrer Wirkung auf Rumpf und Propeller. "Wir untersuchen zum Beispiel, wie man mit der Formgebung der Propellerflügel unerwünschte Beschädigungen vermeiden kann", erläutert er. Sowohl mithilfe von Simulationen am Computer als auch mit Experimenten im über drei Stockwerke hohen Umlauftank "K27" an der TU Berlin kann der Schiffbauer seine Ideen testen. Als weiteren Schwerpunkt seines Forschungsinteresses beschreibt er das Manövrier- und Seeverhalten von Schiffen und anderen meerestechnischen Bauwerken bei extremen Wellen. „Wir können zum Beispiel vorhersagen, welchen Wellenbelastungen eine Ölbohrinsel im Meer standhalten muss", sagt er. Mit verschiedenen Partnern der TU Berlin und aus der Industrie will Cura Hochbaum künftig außerdem auf dem Feld "Energiegewinnung aus dem Meer" arbeiten und Technologien für die Erforschung der Tiefsee mit entwickeln.

Andrea Puppe / Quelle: "TU intern", 7/2010

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