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TU Berlin

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Menschen

Der (Irr-) Weg der Erkenntnis

Montag, 17. Mai 2010

Friedrich Steinle ist Professor für Wissenschaftsgeschichte

Friedrich Steinle
Lupe

Er hat Physik studiert, doch nach seinem Studium in Karlsruhe setzte Friedrich Steinle seine wissenschaftliche Laufbahn auf diesem Gebiet nicht fort. Schon mit seiner Dissertation in Tübingen über die Entwicklungsgeschichte von Isaac Newtons Mechanik wechselte er in die Wissenschaftsgeschichte. Seither hat er sich der Frage, wie Wissen in der Wissenschaft entsteht, verschrieben. Im vergangenen Jahr wurde Friedrich Steinle an die Fakultät I Geisteswissenschaften auf die Professur Wissenschaftsgeschichte berufen und übernahm im Innovationszentrum Wissensforschung die Leitung des Bereichs "Wissen in der Wissenschaft".

"Nach meiner Diplomarbeit wurde der Impuls, über die Art und Weise zu reflektieren, wie in der Physik Erkenntnisse gewonnen werden, immer stärker, sodass ich mich entschied, über die Wissensgenerierung in der Wissenschaft zu forschen", erzählt er. Zu seinen Schwerpunkten gehören die Geschichte und Philosophie des Experimentierens, insbesondere die Begriffsbildung im experimentellen Kontext und das Wissen in Technik und Wissenschaft. Er hat zur Farben- und Elektrizitätsforschung im 18. und 19. Jahrhundert gearbeitet, über die Forschungspraxis bei Ampère und Faraday sowie über die Begriffsbildung, das Experiment und die Entdeckung der Bipolarität der Elektrizität publiziert.

"Der Erkenntnisgewinn in der Naturwissenschaft erfolgt aber nicht nur über das Formulieren einer Theorie, die experimentell nachgewiesen wird, sondern es gibt auch ein soziales und institutionelles Umfeld, das diesen beeinflusst", sagt Steinle. So führe das institutionelle Umfeld dazu, dass negative Erkenntnisse oder Fehlschläge nicht veröffentlicht würden, weil damit keine akademischen Meriten zu erlangen seien. Dabei sei das Wissen über negative Befunde genauso wichtig wie über positive, so Steinle. Deshalb findet sich unter seinen Publikationen auch jene über Irrwege in der experimentellen Forschung.

Sybille Nitsche / Quelle: "TU intern", 5/2010

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