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TU Berlin

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Menschen

Forschen an der Nano-Werkbank

Montag, 16. November 2009

Neu berufen: Stefan Eisebitt lehrt das Fachgebiet Röntgenoptik und Nanometer-Optik

Stefan Eisebitt
Stefan Eisebitt
Lupe

Sie bringen Farben und Lacke zum Glänzen, machen Oberflächen kratzfest und Keramiken hitzebeständig, verbessern die Wirksamkeit von Medikamenten und erhöhen die Leitfähigkeit von Kunststoffen. Materialien im Nanometer-Bereich, darunter sind zum Beispiel Kohlenstoff-Nanoröhrchen oder nanoskalige Halbleiter zu verstehen, sind so etwas wie Alleskönner. Der Grund: Sie besitzen im Vergleich zu ihren "großen Geschwistern" veränderte elektronische, optische und mechanische Eigenschaften. „In diesen Prozess einzugreifen und Nano-Materialien aktiv zu formen wird neue Anwendungsfelder für Unternehmen erschließen“, sagt Stefan Eisebitt. Und der neu berufene Professor für Röntgenoptik und Nanometer-Optik am Institut für Optik und Atomare Physik sieht sich da als Türöffner. "Ein Großteil der bereits entwickelten Nanotechnologien beruht auf zweidimensionalen Anwendungen wie zum Beispiel der Beschichtung mit dünnen Filmen. Völlig neue Möglichkeiten eröffneten sich, wenn es besser gelänge, Materialien dreidimensional zu strukturieren", erklärt der 44-Jährige, der Physik und Biologie in Köln studierte und nach Aufenthalten in Vancouver und Stanford in Köln auch promovierte und sich habilitierte. Das Geld für diese Forschungen hat er soeben bewilligt bekommen. 1,2 Millionen Euro stehen ihm aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung für sein Projekt "Nano-Werkbank" bis 2013 zur Verfügung. Daran beteiligt sind das Institut für Festkörperphysik und die Zentraleinrichtung Elektronenmikroskopie der TU Berlin.

Der anschauliche Name des Projektes kommt nicht von ungefähr, denn "ganz analog zur Mechanik, in der auf einer Werkbank dreidimensionale Werkstücke gefertigt werden", so Eisebitt, will er dreidimensionale Strukturen im Nanobereich „kreieren“ und analysieren.

Dies soll einerseits Unternehmen in der Region helfen, innovative Produktideen zu erproben und umzusetzen. Andererseits eröffnet die Nano-Werkbank auch neue Möglichkeiten für die Forscher der TU Berlin.

"Um kleinste Strukturen mit neuartigen Funktionen entwickeln zu können, muss man diese Funktionalität jedoch auch ,sehen‘ können", erläutert Eisebitt. Und so gehört zu seinem Arbeitsgebiet die Grundlagenforschung zur Kombination von Spektroskopie und bildgebenden Verfahren mit Röntgenstrahlung. Das Forschungsprofil reicht hierbei von Holografie an Synchrotronstrahlungsquellen und Freie-Elektronen-Lasern über die Abbildung biologischer Objekte bis zur Untersuchung magnetischer Schaltvorgänge in Nanostrukturen zur Datenspeicherung. "Nanomaterialien in Nanometer-Licht" bringt Eisebitt dieses Programm auf den Punkt.

Sybille Nitsche / Quelle: "TU intern", 11/2009

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