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TU Berlin

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Neu Berufen

Zukunftssäulen für Forschung und Lehre

Montag, 28. Januar 2008

Verkehr, Mathematik, Werkstofftechnik und vieles mehr. Die TU Berlin hat eine Reihe neuer Fachleute berufen

Robuste Strukturen

Manfred Zehn
Manfred Zehn forscht auf dem Gebiet der Strukturmechanik und Strukturberechnung
Lupe

Hochkomplexe dünnwandige Strukturverbunde zu modellieren, ihr Systemverhalten zu simulieren und diese Strukturverbunde optimal zu gestalten ist Gegenstand der theoretischen und experimentellen Forschung des Fachgebietes Strukturmechanik und Strukturberechnung, das von Prof. Dr. Manfred Zehn geleitet wird. "Ziel ist es, Methoden und Algorithmen sowie Testumgebungen zu entwickeln, um komplexe Bauteile besser modellieren zu können. Dies wiederum ist die Grundlage dafür, deren statisches und dynamisches Verhalten besser vorhersagen zu können", erklärt Manfred Zehn, der an der Technischen Hochschule Magdeburg Maschinenbau studierte, dort promovierte und lange Jahre in der Industrie forschte. Außerdem befasst sich Manfred Zehn mit der Robustheit von Strukturen. "Gerade bei Systemen der Verkehrstechnik dürfen Leichtbau und Optimierung nicht dazu führen, dass die erforderliche Robustheit verloren geht", so Zehn. Der Transfer von neuen Materialien und Technologien aus der Luft- und Raumfahrttechnik für Strukturverbunde in andere Bereiche ist ein weiteres Forschungsfeld.  

Potenziale erkennen, neue Geschäftsmodelle entwickeln

Rüdieger Zarnekow lehrt Informations- und Kommunikationsmanagement
Rüdiger Zarnekow lehrt Informations- und Kommunikations- management
Lupe

Die strategischen Potenziale von Informations- und Kommunikationstechnologien für betriebliche Lösungen zu erkennen und umzusetzen - darauf ist die Forschung von Professor Rüdiger Zarnekow ausgerichtet, der an der TU Berlin "Informations- und Kommunikationsmanagement" lehrt. Drei Schwerpunkte stehen dabei aktuell im Mittelpunkt: erstens Modelle, Methoden und Lösungsansätze für die kundenorientierte Planung und Steuerung der Leistungen und Leistungserbringungsprozesse von IT-Service-Providern zu entwickeln, zweitens die besonderen Managementaufgaben in der Computerspieleindustrie zu analysieren und drittens die Potenziale moderner Informations- und Kommunikationstechnologien für die Gestaltung von Geschäftsmodellen zu untersuchen. So legte er jüngst eine Studie zu zukünftigen Geschäftsmodellen im Breitbandinternet, die auf dem Angebot von Qualitätsdienstleistungen beruhen, vor. Rüdiger Zarnekow studierte Wirtschaftsinformatik an der European Business School in Oestrich-Winkel, promovierte an der TU Freiberg und war Assistenzprofessor an der Universität St. Gallen.

Am Puls des deutschen Gesundheitssystems

Jonas Schreyögg stelllt für medizinische Einrichtungen die Kosten-Nutzen-Frage
Jonas Schreyögg stelllt für medizinische Einrichtungen die Kosten-Nutzen- Frage
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Als Juniorprofessor für Ökonomie und Management von Gesundheitstechnologien beschäftigt sich Prof. Dr. Jonas Schreyögg mit der ökonomischen Evaluation von Medizintechnik, der Wirkung von Regulierungsinstrumenten im Markt für Medizintechnik sowie mit dem Markt für pharmazeutische Produkte. Darüber hinaus bilden die Krankenhausbetriebslehre sowie die Analyse von Gesundheitseinrichtungen hinsichtlich ihrer Effizienz einen Schwerpunkt seiner Arbeit - Themen, die im Zusammenhang mit dem Problem der Finanzierbarkeit des deutschen Gesundheitssystems von enormer Relevanz sind. Neben seiner Lehr- und Forschungstätigkeit an der TU Berlin ist Jonas Schreyögg auch assoziierter Forscher an der Stanford University in den USA und Mitglied des Executive Board des European Health Technology Institute for Socio-Economic Research in Brüssel. Vor seiner Berufung als Juniorprofessor war er als Harkness-Stipendiat an der Stanford University tätig. Jonas Schreyögg studierte an der TU Berlin Betriebs- und Volkswirtschaftslehre.    

Mathematik für moderne Medikamente

Modellierung, Simulation und Optimierung sind das Fachgebiet von Reinhold Schneider
Modellierung, Simulation und Optimierung in den Natur- und Ingenieur- wissenschaften sind das Fachgebiet von Reinhold Schneider
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Reinhold Schneider beschäftigt sich mit der mathematischen Modellierung, Simulation und Optimierung in den Natur- und Ingenieurwissenschaften. "Wir arbeiten zurzeit intensiv an der mathematischen Analyse hinsichtlich Numerik und Optimierung zur Berechnung der elektronischen Struktur der Moleküle", sagt Reinhold Schneider. Mittels effizienter Verfahren kann man dann auch größere Moleküle und Kristalle behandeln und es lässt sich ihr chemisches und physikalisches Verhalten ableiten. "Neben der numerischen Lösung der dabei auftretenden Differenzialgleichungen interessieren wir uns auch für die numerische effiziente Behandlung von Integralgleichungen", sagt der Mathematiker. Ihre Anwendung findet Reinhold Schneiders Arbeit zum Beispiel bei der Zusammensetzung von Medikamenten, aber auch bei der Optimierung der Form von Werkstücken. Dr. Reinhold Schneider studierte Mathematik an der Technischen Hochschule Darmstadt. Dort promovierte er und habilitierte sich auch. Nach Stationen an der Universität Essen, der RWTH Aachen und der TU Chemnitz ist er nun neu berufener Professor an der TU Berlin.

Berufliche Qualifikation als Standortvorteil

Johannes Meyser ist Fachdidaktiker
Johannes Meyser ist Fachdidaktiker für Bau- und Vermessungstechnik sowie Landschaftsgestaltung
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Hoch qualifizierte Facharbeiter sind gefragter denn je. Ohne hoch qualifizierte Lehrkräfte aber sind sie nicht zu haben. Ausgebildet werden sie am Fachgebiet Fachdidaktik für Bautechnik, Vermessungstechnik und Landschaftsgestaltung an der TU Berlin, das Prof. Dr. Johannes Meyser leitet. "Die berufliche Didaktik vermittelt zwischen den Ingenieur-, Natur- und Geisteswissenschaften und führt die jeweiligen Erkenntnisse zusammen", erklärt Meyser. Nur so werden die Facharbeiter befähigt, wissenschaftliches Know-how, zum Beispiel der Bauingenieure, auf der Baustelle auch umzusetzen. "Die Qualität der Bauausführung hängt nicht nur von der Planung der Ingenieure ab, sondern ganz entscheidend von der Qualifikation der Facharbeiter", so Meyser. Der beruflichen Bildung und damit der Ausbildung der Lehrkräfte komme deshalb eine Schlüsselrolle zu. "Qualität durch berufliche Qualifikation ist ein Standortvorteil." Johannes Meyser studierte in Hamburg und Berlin, arbeitete als Ingenieur und Berufsschullehrer, promovierte an der TU Berlin und war zuvor Professor an der TU Dresden.

Perspektiven wechseln in der Mobilität

Christine Ahrend justiert den Zusammenhang zwischen Verkehr und Mobilität neu
Christine Ahrend justiert den Zusammenhang zwischen Verkehr und Mobilität neu
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Ihr geht es um nichts Geringeres, als den Zusammenhang zwischen Verkehr und Mobilität neu zu bestimmen. Dr. Christine Ahrend ist Professorin für "Integrierte Verkehrsplanung" und wird nun das an der TU Berlin seit vielen Jahren vakante Fachgebiet aufbauen. Ihr Perspektivwechsel in der Mobilitätsforschung von Produktions- und Konsummustern zu den Verbrauchern als Motor für eine nachhaltige Entwicklung beruht auf ihrem Ansatz, das sozialökologische Prinzip besonders zu beachten. "Zum neuen Berufsbild des Verkehrsingenieurs gehört die Fähigkeit, in Forschung und Praxis an der Schnittstelle zwischen Sozial- und Ingenieurwissenschaften agieren zu können", sagt Ahrend. In ihrer Forschung wird sie sich damit beschäftigen, wie Mobilitätsroutinen entstehen, deren Faktoren noch veränderbar sind, bevor sie sich zu Mobilitätsmustern verfestigen, und aus Gesellschafts- und Technologietrends zukünftiges Mobilitätsverhalten ableiten. Christine Ahrend studierte an der TU Berlin Landschaftsplanung. Hier promovierte sie auch auf dem Gebiet des Verkehrswesens. Vor ihrer Berufung nach Berlin arbeitete sie in der Forschung bei DaimlerChrysler und VW.

Damit Häuser lange leben

Frank U. Vogdt beschäftigt sich mit Bauphysik und Baukonstruktionen
Frank U. Vogdt beschäftigt sich mit Bauphysik und Baukonstruktionen
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Neben den klassischen Bereichen der Bauphysik zählen zu den Forschungsschwerpunkten von Prof. Dr. Frank U. Vogdt die Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit von Hochbaukonstruktionen, die Instandhaltung und Modernisierung des Gebäudebestandes sowie Fragen der Nachhaltigkeit im Bauwesen mit dem Fokus auf Lebenszyklusanalysen und Energieeinsparung. So untersucht Frank U. Vogdt, der an der TU Berlin das Fachgebiet Bauphysik und Baukonstruktionen leitet, die Lebensdauer von Sanierungsmaßnahmen, erarbeitet und erprobt Methoden für den ökologischen Variantenvergleich von Baumaßnahmen, entwickelt experimentelle In-situ-Verfahren zur Tragfähigkeitsuntersuchung von Baukonstruktionen und begleitet Modernisierungsvorhaben in Mittel- und Osteuropa sowie in  China. Vogdt studierte an der TU Berlin Bauingenieurwesen und promovierte hier auch. Nach mehrjähriger praktischer Tätigkeit im Bereich der Planung und der Baustoffindustrie ist er seit 1998 stellvertretender Direktor des Instituts für Erhaltung und Modernisierung von Bauwerken, eines An-Instituts der Universität.

Designer des Maschinenbaus

Robert Liebichs Fachgebiet sind die Konstruktionslehre und die Produktzuverlässigkeit
Robert Liebichs Fachgebiet sind die Konstruktionslehre und die Produktzuverlässigkeit
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Den Studierenden die Grundlagen der Konstruktionslehre und die Prozesse bei der Produktentstehung komplexer Maschinensysteme wie Turbinen und Generatoren zu vermitteln ist Kernpunkt der Professur "Konstruktion und Produktzuverlässigkeit" von Dr. Robert Liebich. Darüber hinaus soll die Bedeutung der Lebensdauer und Zuverlässigkeit im Konstruktionsprozess hervorgehoben werden. ”Dieser neue Schwerpunkt wird der immer stärker werdenden Bedeutung des Produktlebenszyklus und der Funktionssicherheit im industriellen Bereich gerecht“, sagt Robert Liebich, der an der TU Berlin Luft- und Raumfahrttechnik studierte und hier auch auf dem Gebiet der Rotordynamik promovierte. Schwerpunkt seiner Forschung sind unter anderem die Analyse von Maschinenschwingungen und deren Reduktion mit konstruktiven Mitteln. Dazu gehört ein neu entwickelter, weltweit einmaliger Versuchsstand zur Simulation von Schaufelabwürfen in Luftfahrttriebwerken. Ein weiterer Schwerpunkt sind - wie in der Lehre auch - die Lebensdaueranalyse von Maschinen und die Verbesserung der Produktzuverlässigkeit.

sn / Quelle: "TU intern", 01/2008

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