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Wer bestimmt den ökonomischen Effekt eines Studiums?

Montag, 19. November 2007

Neu berufen: Axel Werwatz lehrt Ökonometrie

Axel Werwatz
Axel Werwatz
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Es gibt nicht viele Wissenschaftsgebiete, die ihre Geburtsstunde so genau benennen können wie die Ökonometrie. Jedenfalls gilt der 29. Dezember 1930 als ihre Geburtsstunde. An diesem Tag gründeten Ökonomen, Statistiker und Mathematiker in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio die ökonometrische Gesellschaft. "Damit ist die Ökonometrie eine noch relativ junge Wissenschaft", sagt Axel Werwatz, 43, der im Frühjahr 2007 als Professor für Ökonometrie und Wirtschaftsstatistik an die TU Berlin berufen wurde.

Die Ökonometrie ist eine Teildisziplin der Wirtschaftswissenschaften, die sich mit der Entwicklung und Anwendung statistischer Methoden zur Analyse und Prognose von ökonomischen Daten befasst. "Dabei interessieren uns nicht die großen allgemeinen Parameter, die Aussagen über eine Volkswirtschaft machen, wie zum Beispiel das Bruttosozialprodukt. Uns interessiert die Ebene darunter", erklärt Professor Werwatz. So forscht der Neuberufene zu den Fragen, wie Firmen auf Märkten agieren und wie sie mit dem Phänomen der Globalisierung umgehen, wie Innovationen entstehen oder wie man es schafft, dass die Volkswirtschaft wächst, und wie Marketing wirkt. "Oder nehmen Sie ein anderes Beispiel. Zu wissen, welchen ökonomischen Effekt ein Studium hat, ist heute von höchstem Interesse. Aber worauf beruht er? Sind es die Universitäten, die ihn bestimmen, oder ist es doch eher das einzelne Individuum, der Student?", so Axel Werwatz. Auf der Basis empirischer Daten beschäftigt er sich damit, Kausalitäten und Wirkungen innerhalb der Volkswirtschaft zu beschreiben, um daraus allgemeine Erkenntnisse zu gewinnen. Diese wiederum sollen in die Gestaltung einer erfolgreichen Wirtschaftspolitik fließen.

In der Lehre an der TU Berlin findet er besonders den Masterstudiengang "Industrial and Network Economics" (MINE) spannend. "Da will ich mitmischen", sagt Werwatz. Der Master legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Analyse von Märkten, insbesondere in den Netzindustrien Telekommunikation und Internet, Verkehr, Energie, Abfall, Wasser und Gesundheit.
Vor seiner Rufannahme an die TU Berlin hatte Axel Werwatz eine Stiftungsprofessur für Mikroökonometrie und Industrieökonomik an der Universität in Potsdam inne. Außerdem leitet er seit drei Jahren am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung die Abteilung "Innovation, Industrie, Dienstleistung". Axel Werwatz studierte Volkswirtschaftslehre in Frankfurt/ Main und an der Universität in Iowa in den USA. Dort promovierte er auch. Seine Habilitation erfolgte 2004 an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Sybille Nitsche / Quelle: "TU intern", 11/2007

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