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TU Berlin

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Lehre und Studium

Von Berlin nach Ghana und zurück

Reinhard Busse baut einen Masterstudiengang an der Universität in Kumasi auf, um vor Ort die Forschung im Gesundheitswesen voranzutreiben

Das TU-Team um Reinhard Busse (M.) mit Vertretern der ghanaischen Universität und des Krankenhauses vor dem Juaben Hospital, einem regionalen Krankenhaus in der Ashanti-Region Ghanas
Lupe

Prof. Busse, die TU Berlin ist Kooperationspartner der Kwame Nkrumah University of Science and Technology (KNUST) in Kumasi, Ghana. Was machen Sie da?
Das Fachgebiet Management im Gesundheitswesen (MiG) hilft unter meiner Leitung der School of Public Health  der KNUST, einen neuen Masterstudiengang in „Health Systems in Research and Management“ aufzubauen. Der Bereich der Forschung rund um das Gesundheitssystem beziehungsweise die Versorgungsforschung im Land ist unterrepräsentiert und es muss dringend eine Kapazitätserweiterung erfolgen.

Wie ist es zu der Kooperation gekommen?
Wissenschaftliche Kooperationen zwischen der KNUST und dem Fachgebiet MiG der TU Berlin bestehen bereits seit 2014, unter anderem durch meine Betreuung des ghanaischen Doktoranden Daniel Opoku und durch frühere Forschungsaufenthalte wissenschaftlicher Mitarbeiter des MiG an der KNUST, wie zum Beispiel PD Dr. Wilm Quentin. Unter Federführung von Wilm Quentin und Daniel Opoku haben die TU Berlin und die KNUST beschlossen, einen Antrag beim Deutschen Akademischen Austauschdienst auf Partnerschaft für den Gesundheitssektor in Entwicklungsländern zu stellen. Der Antrag wurde mit einer Fördersumme von 420 000 Euro aus dem Budget des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit einer Laufzeit bis Dezember 2020 bewilligt.

Was kann das Fachgebiet MiG in die Kooperation einbringen?
Wir beschäftigen uns mit Gesundheitssystemen, Versorgungsforschung, ökonomischen Fragestellungen im Gesundheitswesen, gesundheitspolitischen Maßnahmen sowie Gesundheitstechnologien. Das MiG ist eines der drei Forschungszentren des European Observatory on Health Systems and Policies und seit 2005 „Collaborating Centre for Health Systems Research and Management“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Als solches ist es in das weltweite Netzwerk der WHO eingebunden und unterstützt die internationalen Tätigkeiten der WHO durch seine wissenschaftliche Arbeit.

Wie sieht die Kooperation aus?
Die ersten Studierenden der KNUST beginnen im September 2018 das Masterprogramm. Im ersten Studienjahr werden meine wissenschaftlichen Mitarbeitenden und ich dort in fünf Modulen dozieren. Die Module wurden in einem Curriculum für den ghanaischen Kontext entwickelt. 2019 werden die Module gemeinsam mit Dozenten der KNUST unterrichtet. Ab 2020 soll das Programm selbstständig von ihnen durchgeführt werden. Eine ghanaische Delegation war bereits hier und hat an einem einwöchigen Workshop am MiG-Fachgebiet teilgenommen. Ich war gerade mit fünf Mitarbeiter*innen für eine Woche in Ghana und habe dort Vertreter des Gesundheitswesens getroffen und verschiedene Krankenhäuser besucht, um ein konkreteres Bild von der Gesundheitsversorgung vor Ort zu bekommen.

Was hat die TU Berlin von der Kooperation?
Neben der finanziellen Förderung profitiert die TU Berlin vor allem von dem internationalen Austausch und den persönlichen Kontakten, die mit den ghanaischen Wissenschaftlern geknüpft werden. Darüber hinaus steigert das Projekt die internationale Sichtbarkeit der TU Berlin – vor allem in Zusammenhang mit der Entwicklungszusammenarbeit auf dem afrikanischen Kontinent. Universeller Krankenversicherungsschutz ist ja global relevant. Das Thema werden wir auch in der Forschung weiter verfolgen.

Das Gespräch führte Dagmar Trüpschuch, "TU intern" 15. Dezember 2017

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