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TU Berlin

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Lehre & Studium

Eine Stadt sieht grün

Studierende wurden für ihre Visionen einer lebenswerten Zukunft ausgezeichnet

Frisches Klima für die Stadt – die Altstadt Spandau mit Regenwassersystemen und Fassadenbegrünung
Lupe

„Stutti Frutti“ und „A Raindrops Journey“ heißen die Entwürfe von drei TU-Studierenden für den Wettbewerb „Zukunftsbilder einer Grünen Stadt – Grün auf engem Raum“. Allein für die Namen hätten Donna Dimitrova, Marco Vomiero und Tobias Guggenberger schon den ersten Preis gewinnen müssen. Doch die Jury entschied nach anderen Kriterien: nach zukunftsfähigen und innovativen Visionen und kreativer grafischer Darstellung des Entwurfes. Auch da lagen die Studierenden ganz vorne und erhielten für ihre Arbeiten zwei erste Preise.

Aufgabe des Wettbewerbs war, am Beispiel dreier Berliner Kieze innovative und neue Ansätze zu erarbeiten, wie grüne Flächennutzung sich mit aktuellen Anforderungen an die Stadtentwicklung, beispielsweise durch Wohnungsbau oder klimatische Veränderungen, vereinbaren lässt. Ausgelobt wurde er vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung mit Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), die die Altstadt von Spandau, den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und Lichtenberg zur Auswahl gestellt hatten.
Tobias Guggenberger hat sich für Spandau entschieden. Der 28-Jährige, der im 4. Semester des Master-Studiengangs Landschaftsarchitektur ist, fand es spannend, die gewachsene Altstadt mit behutsamen Eingriffen fit für die zukünftige Klimaveränderung zu machen. Seine Idee: Regenwassermanagement, Biodiversität und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum durch Fassadenbegrünung, Verdunstungsinseln und Erschließen von ungenutzten Stadträumen innovativ zu verknüpfen. „Mein Ansatz war, den Weg des Regentropfens für alle sichtbar und erlebbar zu machen – a raindrops journey eben.“ Seine Lösung: urbane Räume zu schaffen, die versiegelte Flächen aufbrechen und Regenwasser Raum zum Versickern und Verdunsten geben. Dies wirkt der Hitzeinsel Stadt entgegen und schafft gleichzeitig neue Begegnungsräume für Menschen.

Donna Dimitrova (26) und Marco Vomiero (24), beide im 2. Master-Semester Landschaftsarchitektur, entschieden sich für den Charlottenburger Kiez. Mit dem Namen ihres Entwurfes „Stutti Frutti“ bekannten sie sich zum Urban Gardening als „Heterotopie des Urbanen“ am Stuttgarter Platz. Innovativ ist ihr Ansatz, den öffentlichen Raum als Ort des gemeinsamen Produzierens von Grün zu sehen. „Menschen haben immer mehr das Bedürfnis, sich öffentlichen Raum anzueignen und zu begrünen“, sagt ­Donna Dimitrova. Der Entwurf der beiden vereint die Themen Dachbegrünung, Stoffkreisläufe, Regenwassermanagement und Gemeinschaftsgärten. Dazu soll die Stuttgarter Straße für den Autoverkehr geschlossen werden. Für die Pflege im öffentlichen Raum könnten zudem neue Netzwerke und Partnerschaften durch die Akteure entstehen, sagt Dimitrova. Marco Vomiero fügt hinzu: „Wir wollten einen Raum für nachhaltige Lebensqualität und ausgeglichene soziale Strukturen schaffen.“

Beide Entwürfe wurden im Rahmen eines Semesterprojektes am Fachgebiet Vegetationstechnik und Pflanzenverwendung von Prof. Dr. Norbert Kühn erarbeitet und von Dipl.-Ing. Catherina Bauer betreut. Vielleicht entscheiden sich die Bezirke ja, die prämierten Visionen in ihrer Quartiersplanung zu berücksichtigen. Interesse ist da.

Dagmar Trüpschuch, "TU intern" 13. Juni 2017

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