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TU Berlin

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Studium und Lehre

Der andere Weg zur professionellen Lehrkraft – der Q-Master

Der Master of Education bereitet Ingenieure direkt auf die Schulpraxis vor

Clemens Gühmann ist Ingenieur, leitet das TU-Fachgebiet Elektronische Mess- und Diagnosetechnik und ist stellvertretender Direktor der School of Education
Lupe

Professor Gühmann, der Master-Studien­gang als Quereinstieg, auch Q-Master, bereitet Ingenieure auf das Lehramt vor. Welche Idee steckt dahinter?
Der Q-Master mit der Fächerkombination Elektrotechnik als Kernfach und Informationstechnik als Zweitfach bietet Personen mit einem rein ingenieurwissenschaftlichen Bachelor-Abschluss den direkten Zugang in einen extra zugeschnittenen Master of Education, bei dem Fachdidaktik, Pädagogik und das fehlende zweite Fach angeboten werden. In der Regel haben die Interessenten den größten Anteil der fachwissenschaftlichen Kompetenzen bereits erworben. Leider hat sich der Begriff Q-Master etabliert. Der Begriff Direkt-Master trifft den Sachverhalt besser. Die Absolventinnen und Absolventen sind genauso gut auf die Schulpraxis vorbereitet wie die Regelstudierenden.

Sollte sich die TU Berlin überhaupt um Lehrkräftebildung bemühen, denn das ist ja nicht ihr Kerngeschäft?
Die Frage ist mit einem klaren „Ja“ zu beantworten. Sowohl für die gewerblich-technischen Studienfächer des beruflichen Lehramts als auch für das allgemeinbildende Studienfach Arbeitslehre kann ich mir in Berlin keinen geeigneteren Ort vorstellen. Denn nur hier an der TU Berlin können Studierende in der Kombination aus forschungsbasiert und praxisorientiert auf den Beruf einer professionellen Lehrkraft vorbereitet werden. Die Fachdidaktiken, die Erziehungswissenschaften und eben auch die Fachwissenschaften arbeiten Hand in Hand für eine optimale Ausbildung. Auch wenn nicht alle an der TU Berlin die Lehrkräftebildung als ihr Kerngeschäft betrachten, so ist doch der Kern des Geschäfts der SETUB, der School of Education, die Lehrkräftebildung.

Sie setzen sich sehr für die Lehrkräftebildung an der TU Berlin ein. Warum?
Ich weiß als Ingenieur, der mehrere Jahre in der Automobilindustrie gearbeitet hat und jetzt als Hochschullehrer in der Lehre und Forschung tätig ist, wie wichtig gut ausgebildete gewerbliche Mitarbeiter sind. Die besten hochinnovativen Ideen in der Entwicklung und Forschung nutzen nichts, wenn sie nicht perfekt von gut ausgebildeten Mitarbeitenden umgesetzt werden können. Für die Sicherung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts Berlin sind gut ausgebildete gewerbliche Mitarbeitende daher ein wichtiger Baustein zum Erfolg. Ich sehe die von uns ausgebildeten Lehrkräfte hier nun in einer Schlüsselfunktion. Durch die ingenieurnahe Ausbildung sind unsere Lehrkräfte in der Lage, die Auszubildenden optimal auf die Anforderungen des Berufslebens vorzubereiten.

Wer sollte diesen Studiengang wählen?
Für Personen mit ingenieurwissenschaftlichem Bachelor-Abschluss zum Beispiel in Elektrotechnik oder Technischer Informatik ist der Q-Master der schnellste Weg, denn sonst müssten sie den Umweg über einen Bachelor mit Lehramtsoption machen und das ist vielen zu zeitaufwendig. Auch für Master-Absolventen gibt es eine Reihe von Vorzügen im Vergleich zum klassischen Quereinstieg: Man geht mit fundierter Ausbildung in das Referendariat und man hat einen Abschluss, der von der Kultusministerkonferenz anerkannt ist, sodass man auch in andere Bundesländer gehen kann.

Die Idee der Q-Master-Studiengänge wurde bei den neuen Hochschulverträgen berücksichtigt. Was wurde verhandelt?
Das Land Berlin ist sehr überzeugt von dem Q-Master-Modell und hat der TU Berlin zusätzliche Mittel gegeben, um weitere Studiengänge für das berufliche Lehramt zu entwickeln. Hierbei soll als Zweitfach das ebenfalls sehr gefragte Mangelfach Mathematik angeboten werden. Im Wintersemester 2019/20 sollen die neuen Studiengänge starten.

Vielen Dank!

www.setub.tu-berlin.de


















Das Gespräch führte Dagmar Trüpschuch, "TU intern" 10. November 2017

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