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TU Berlin

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Lehre & Studium

Wenn Schule allein nicht ausreicht

Seit zehn Jahren existiert das Schülerstudium an der TU Berlin

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Studieren mit 16 – das klingt nach hochbegabten Jugendlichen, die nur in Formeln denken können. „Das ist aber mitnichten der Fall“, weiß Claudia Cifire von der Allgemeinen Studienberatung der TU Berlin, zuständig für die Schülerstudierenden der TU Berlin. „Natürlich haben wir immer wieder hochbegabte Jugendliche darunter oder solche, die sich ausschließlich für bestimmte Spezialgebiete interessieren. Aber in der Mehrzahl sind unsere Schüler vor allem hoch motiviert und vielseitig interessiert.“

Seit zehn Jahren bietet die TU Berlin allen interessierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich als Gasthörer einzuschreiben, bestimmte Module zu studieren und auch mit einer Prüfung abzuschließen. „Der Vorteil für die Schülerstudierenden: Sie bekommen eine Art ,Freischuss‘ – wenn sie die Prüfung bestehen, können sie sich das später als Studienleistung anerkennen lassen. Wenn nicht, erscheint das nirgendwo und schmälert nicht ihre Prüfungsversuche im regulären Studium“, weiß Claudia Cifire, die als Projektleiterin von „Studieren ab 16“ viele der Jugendlichen persönlich kennt und lange begleitet.

Die persönliche Betreuung, die große Bandbreite an Modulen und auch der einfache Zugang zu dem Studienplatz sind nicht zuletzt die Eckpfeiler des großen Erfolgs des Schülerstudiums an der TU Berlin. Jedes Semester wählen zwischen 80 und 100 Schüler und Schülerinnen aus dem umfangreichen Modul-Angebot. Die Geschlechter sind dabei nahezu ausgeglichen, rund ein Drittel der Schülerstudierenden hat einen Migrationshintergrund. Von 795 Teilnehmenden, die inzwischen das Abitur ablegten, haben 311 ein Studium an der TU Berlin aufgenommen.

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Seit acht Jahren ist das Lessing-Gymnasium aus Berlin-Mitte eine der teilnahmestärksten Schulen bei dem Programm. „In unserer Schule gibt es neben Kindern bildungsnaher Elternhäuser auch viele Kinder, die als Erste in ihrer Familie überhaupt ein Abitur anstreben. Aber wir versuchen zu vermitteln, dass Leistung etwas Positives und Bildung cool ist. Jedes Jahr nehmen zwischen fünf und zehn Schüler und Schülerinnen unseres Gymnasiums teil. Lehrer und Eltern müssen natürlich zustimmen, aber unser Kollegium unterstützt das sehr, und wir gehen gemeinsam mit allen interessierten Jugendlichen zu der Infoveranstaltung der TU Berlin“, sagt Michael Wüstenberg, Schulleiter am LessingGymnasium. „Das Programm der TU Berlin gefällt mir besonders gut, weil es niederschwellig ist – es kostet nichts, weder Lehrer noch Jugendliche müssen Tests oder Bewerbungsschreiben ausfüllen, und alle Beteiligten können ohne Nachteile abbrechen, wenn es zu Problemen kommt. Wobei wir von Seiten der Schule noch nie einschreiten mussten.“

Grenzen austesten

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Yannick Strocka ist 18 Jahre alt und besucht die 12. Klasse des Albert Einstein Gymnasiums. Er nimmt bereits seit zwei Jahren am Schülerstudium teil und belegt größtenteils Module aus der physikalischen Ingenieurwissenschaft – genau da liegt auch sein Studienwunsch. „Für meine Mitschüler ist die Uni eine Art Mysterium. Ich genieße die entspannte Atmosphäre dort und empfinde die Mischung aus Schule und Uni nicht als Extra-Stress. Mathe und Physik machen mir Spaß, und die Uni bietet mir die Möglichkeit, meine Grenzen auszutesten.“

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Jasmin Starke ist 23 Jahre alt, studiert Biotechnologie an der TU Berlin und arbeitet in der Studienberatung der TU Berlin – in dem Bereich „Studieren mit 16“. „Während meiner Schulzeit habe ich sechs Semester lang Module aus der Biologie und Physik belegt. Mir fiel damals durch einen glücklichen Zufall ein Flyer des Programms in die Hände und ich fand, es sei eine einzigartige Chance, die Uni schon vor dem Abitur kennenzulernen. Man lernt viel über die spätere Studienentscheidung, sein Zeitmanagement und seine Lernstrategien.“

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Sonderregelungen für die Schülerstudierenden gibt es dabei nicht. „Sie müssen den gleichen Anforderungen genügen wie alle anderen Studierenden – und tun das auch“, weiß Professor Reinhard Nabben vom Institut für Mathematik an der TU Berlin. „Meine mathematischen Grundlagen-Vorlesungen besuchen regelmäßig Schüler. Sie schneiden in den Prüfungen oft überdurchschnittlich gut ab.“

Katharina Jung, "TU intern" 16. Dezember 2016

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