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TU Berlin

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Studium und Lehre

„Preis für vorbildliche Lehre“ der Gesellschaft von Freunden der TU Berlin

Gute Lehre sichtbar machen

Innovationen im Bereich guter Lehre an der TU Berlin nach außen und innen sichtbar machen – das soll der „Preis für vorbildliche Lehre“ bewirken, den die Gesellschaft der Freunde der TU Berlin in diesem Jahr zum siebten Mal vergibt.

„Gute Lehre an einer Massenuniversität wie der TU Berlin – das ist von Fakultät zu Fakultät ganz unterschiedlich“, weiß Sascha Kubath aus dem strategischen Controlling der TU Berlin, der in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde die Preisträger ermittelt.

Die Fakultäten setzen in den Fragebögen zur Lehrveranstaltungsevaluation unterschiedliche Schwerpunkte aufgrund verschiedener Curricula. Der Preis wird deshalb jedes Jahr innerhalb einer anderen Fakultät vergeben. Dazu werden jeweils die Evaluierungsergebnisse der vergangenen Semester herangezogen, die auf die Qualität der Dozenten und Professoren schließen lassen. Diese werden einem an der TU Berlin entwickelten Standardisierungssystem unterworfen, der Alexander-Normierung. Der Vorteil: Die Ergebnisse sind übersichtlich dargestellt, welche Lehrveranstaltung überdurchschnittlich beurteilt wird, ist leicht zu erkennen, ebenso die statistische Relevanz. Anhand der Ergebnisse nominiert die Jury in der Regel drei Kandidaten. In einer Online-Befragung stimmen dann die Studierenden der jeweiligen Fakultät über die Nominierten ab. Die Jury bestimmt dann auf Grundlage aller Erkenntnisse die endgültigen Preisträger.

In den Gesichtern lesen

Anke Franz, Frank Vogdt und Lars Wagner (v. l.) Fachgebiet Bauphysik und Baukonstruktion, arbeiten in Wedding
Lupe

Eine Vorlesung und ein Tutorium zu den allgemeinen Grundlagen der Bauphysik – das klingt für die meisten Menschen nicht unbedingt nach einer Spaßveranstaltung. Trotzdem wurde gerade diese Vorlesung zusammen mit dem dazugehörigen Tutorium von der Jury und den Studierenden der Fakultät VI Planen Bauen Umwelt für den diesjährigen „Preis für vorbildliche Lehre“ ausgesucht. Wie gelingt es also Prof. Dr. Frank Vogdt, dem Leiter des Fachgebiets Bauphysik und Baukonstruktion, und seinen beiden studentischen Mitarbeitenden, Anke Franz und Lars Wagner, die Materie trotzdem spannend und kompetent zu vermitteln?

An der ausgefeilten medialen Show kann es schon mal nicht liegen: „Ich liebe meine alten Overhead-Folien“, so Lars Wagner, „das ist übersichtlich, schnell adaptierbar und unkompliziert.“ Auch das gute alte Tafelbild „mit bunter Kreide“ kommt bei den beiden Tutoren noch zum Einsatz. „Am wichtigsten ist es doch, den Stoff nachvollziehbar und klar strukturiert zu vermitteln. Dazu braucht man nicht zwangsläufig ein Whiteboard, sondern viel mehr Einfühlungsvermögen für den Wissensstand der Studierenden und eigene Sachkenntnisse“, da sind sich beide Tutoren einig. „Die Vorlesung findet ziemlich am Anfang des Studiums statt – da geht es auch darum, Freude und Interesse an der Thematik zu entwickeln oder zu festigen – das geht am besten, wenn man viele Alltagsbeispiele bringt, die für die Studierenden nachvollziehbar sind“, weiß Anke Franz. Die angehende Master-Studentin hat unter anderem an dem TU-Programm „Train the Tutor“ teilgenommen. „Dabei bekommt man wertvolle Tipps und Techniken an die Hand, die mir auch die Nervosität vor dem ersten Tutorium genommen haben.“ Gute Vorbereitung und enge Absprache mit den Kollegen zählen für die beiden Tutoren ebenfalls zu guter Lehre. „Nur wenn man selber die Materie voll verstanden hat, kann man sie auch jemand anderem erklären“, davon ist Lars Wagner überzeugt.

Eine Erfahrung, die auch Frank Vogdt hin und wieder macht. „Ich halte diese Vorlesung sowohl bei den Bauingenieur-Studierenden als auch im Rahmen des Architekturstudiums. Der Stoff ist der gleiche, aber ich gewichte die Themen und die Präsentation ganz anders. Auch die Fragen der Zuhörer unterscheiden sich stark und liefern mir durchaus Hinweise, wie ich meine Vorlesung verbessern kann, das macht die Lehre auch für mich immer wieder spannend.“

Gute Lehre, das beinhaltet für den Professor vor allem den Kontakt von Angesicht zu Angesicht mit seinen Studierenden. „Zu der Vorlesung erscheinen zwischen 100 und 200 Personen, trotzdem oder gerade deswegen benutze ich kein Mikrofon. Ich laufe während meiner Vorlesung durch den Hörsaal und schaue den Studierenden ins Gesicht, stelle auch mal eine direkte Frage und lasse Zwischenfragen zu. Das Gehirn folgt den Augen, damit erhöht sich die Chance, dass möglichst viele Zuhörer mitdenken und nicht abdriften. Kleine Versuche oder Beispiele aus meiner Zeit vor dem Professor-Dasein in der Baupraxis machen eine Vorlesung spannend.“

kj, "TU intern" 7. Oktober 2016

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