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TU Berlin

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Studium & Lehre

Studium und Familie sind kein Gegensatz

Freitag, 13. Juli 2012

Ein neues Tandem-Programm unterstützt Studierende mit familiären Verpflichtungen

Das Tandem-Team: Zeinab Hijazi, Nina Maschke, Anja Doetsch-Nguyen (v. l.)
Lupe

Studierende mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen sind zeitlich weniger flexibel. Der Besuch von Veranstaltungen in den Tagesrandzeiten, Gruppenarbeitstreffen und Ähnliches erfordern ein gutes Zeitmanagement, um Studium, Familie und oft auch noch Arbeit zu vereinbaren. Erkrankungen oder ein Ausfall der Kinderbetreuung führen da oft zu Fehlzeiten und Lernrückständen. Auch viele Labor- oder Werkstattarbeiten fallen in Schwangerschaft und Stillzeit weg, und häufig genug fehlt auch noch die Akzeptanz der besonderen Situation bei Kommilitonen und Lehrenden. Das Studium wird verzögert oder sogar ganz abgebrochen. Bei anderen Studierenden führt die Problematik zu einem Verzicht auf Familiengründung beziehungsweise diese erfolgt sehr spät.

Regelmäßig organisiert die Allgemeine Studienberatung bereits seit Jahren die Veranstaltungen und Beratungen zum Thema „Studieren mit Kind“. Es gibt auch Eltern-und-Kind-Zimmer. Mit dem Familienbüro und dem „audit familiengerechte hochschule“ entstanden weitere Angebote.

Zum Sommersemester 2012 nahm nun das dreiköpfige Koordinationsteam für ein neues Mentoring-Programm „TU-Tandem“ seine Arbeit an der TU Berlin auf, finanziert vom Bundesforschungsministerium im Rahmen des Hochschulpakts III, Laufzeit bis 2016.

Ein Tandem besteht aus einer oder einem Studierenden mit familiären Verpflichtungen (Mentee) und einem Mentor beziehungsweise einer Mentorin. Idealerweise studieren beide im selben Studiengang. So kann der Mentor – der in Vorbereitung seiner Rolle eine Schulung erhält – auch fachspezifisches Wissen und Informationen weitergeben, die durch familienbedingte Fehlzeiten entstanden sind. Es ist daran gedacht, dass das Engagement des Mentors oder der Mentorin auch als Studienleistung anerkannt werden kann. Pro zweisemestrigem Durchgang werden 20 Tandems aufgenommen. Ziel sind die Verbesserung der Studiensituation der Zielgruppe, bessere individuelle Erfolgsquoten, die Verringerung der Abbruchquoten insbesondere von Studentinnen mit Familie sowie die langfristige Erhöhung des Frauenanteils in den MINT-Fächern durch eine positive Außenwirkung der TU Berlin. Bewerbungen als Mentee, Mentor oder Mentorin sind voraussichtlich ab Februar 2013 möglich.

Tel.: 314–2 73 20

www.tu-berlin.de/?id=119598

tui / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 7/2012

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