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TU Berlin

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Studium & Lehre

Kunstmäzene im Gespräch

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Studierende beleuchten das Sammeln zeitgenössischer Kunst in Berlin

Interview mit dem Kunstsammler Thomas Olbricht (2. v. l.) in seiner Berliner Galerie "me"
Lupe

Das Verlangen des Menschen, Kunst zu sammeln, hat so wunderbare Orte begründet wie das Guggenheim-Museum in New York, das Museum Ludwig in Köln oder das Museum Berggruen in Berlin. Wie aber entstehen Kunstsammlungen und welche Idee steckt dahinter? Wer sammelt was, wie und warum? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Interviewprojekt "Collecting now. Quellen zeitgenössischen Kunstsammelns" einer 18-köpfigen Studierendengruppe am Fachgebiet Kunstgeschichte. Initiiert wurde es von Prof. Dr. Magdalena Bushart und Prof. Dr. Lars Blunck.

Ziel des Projektes ist es, der Wissenschaft fundiertes Quellenmaterial zum Kunstsammeln im 21. Jahrhundert zur Verfügung zu stellen. "Die Interviews sollen ein Mosaikstein sein, um künftig ein Bild von der Kunst und dem Kunstgeschehen im 21. Jahrhundert zeichnen zu können", sagt Lars Blunck. Befragt werden in einer ersten Phase des Vorhabens ausschließlich private Sammler zeitgenössischer Kunst in Berlin. Das Sammeln staatlicher Museen ist nicht Gegenstand.

In Vorbereitung auf die Gespräche haben sich die Studierenden mit Kunstsammlern und Kunstsammlungen des 19. und 20. Jahrhunderts beschäftigt. "Dabei sind wir auf große Lücken im historischen Quellenmaterial gestoßen, aus denen wir wertvolle Schlussfolgerungen für unseren Fragenkatalog ziehen konnten", erzählt die Studentin Theresa Wissmann. Die Blindstellen betreffen unter anderem das Selbstverständnis des Sammlers, die Kriterien für eine Sammlung, ihren Aufbau oder öffentliche Präsenz.

Seit Beginn des Jahres werden die Interviews geführt. Zu den bislang Befragten gehören die bekannten Berliner Sammler Herbert Volkmann, Erika Hoffmann, Axel Haubrock, Alexander Schröder, Ivo Wessel und Thomas Olbricht. Die 90-minütigen Gespräche werden sowohl als transkribierte Text- als auch als Audiodateien archiviert. Über ein Internetportal sollen schließlich – falls der Sammler zustimmt – die Interviewtranskriptionen und ein audiodigitaler Mitschnitt abrufbar sein.

Magdalena Bushart und Lars Blunck haben die Dokumentation über das Sammeln zeitgenössischer Kunst im 21. Jahrhundert nicht nur als ein langfristiges, sondern auch als ein thematisch erweiterbares Projekt angelegt. "In einem nächsten Schritt", so die Studentin Julia Schubert, "können Galeristen und Kuratoren zu Wort kommen, wie auch andere Kunstepochen oder andere Städte ins Blickfeld genommen werden." Je umfassender die Quellensammlung, desto genauer werden sich künftig Fragen zum Kunstbetrieb im 21. Jahrhundert beantworten lassen.

Sybille Nitsche / Quelle: "TU intern", 12/2010

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