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TU Berlin

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Internationales

Das Projekt liegt uns sehr am Herzen

Semestereröffnung in El Gouna mit rund 70 neuen Studierenden in fünf Studiengänge

Am „Opening Day“ versammeln sich die neuen Studierenden mit Professorinnen, Professoren und Gästen zum Gruppenfoto vor dem Hauptgebäude des TU-Campus El Gouna
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Wir sind sehr stolz auf das Riesenprojekt ,Campus El Gouna‘, das sich in den vergangenen fünf Jahren enorm entwickelt hat“, konnte die TU-Vizepräsidentin für Internationales und Lehrkräftebildung, Prof. Dr. Angela Ittel, erfreut in die Kameras des El Gouna-TVs verkünden, das sich zur Semestereröffnung auf dem Campus El Gouna, der „kleinen Schwester“ der TU Berlin am Roten Meer, eingefunden hatte. Angela Ittel hat die strategische Leitung des Zentralinstituts El Gouna inne.

111 Studierende aus vier Kontinenten studieren derzeit am Campus. Sie kommen aus 25 Ländern und sprechen 14 Sprachen. Englisch ist freilich die Verständigungssprache Nr. 1, zumal auch die Vorlesungen englischsprachig sind. „Wir investieren hier sehr viel Energie, denn dieses Projekt liegt uns sehr am Herzen“, so Angela Ittel.

Die Semestereröffnung in El Gouna ist sehr feierlich und der offiziellen Begrüßung im Audimax folgt ein Empfang im Lichthof, der mit Markisen zu einem geschlossenen Veranstaltungssaal umgestaltet werden kann. Regen muss man zwar nicht fürchten – es regnet nur maximal drei Tage im Jahr – aber Schatten ist eine gute Idee.
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Neu an der Uni sind auch Manar Hashma aus Syrien, die eines der Stipendien für Geflüchtete erhalten hat, Nada Al-Amir aus Ägypten, Stipendiatin der Sawiris Foundation und Hanan Al-Qaraghuli aus dem Irak (v. l.), die allerdings in Jordanien lebt und sogar schon einmal für ein Jahr in Deutschland war und ein DAAD-Stipendium bekommen hat. Sie studieren alle drei den Master Urban Development.
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„In diesem Jahr haben sich fast 400 junge Menschen um einen Studienplatz in El Gouna beworben, von denen etwa 280 die notwendigen Kriterien zur Aufnahme eines Masterstudiums erfüllten und von denen wir schließlich 66 immatrikulieren konnten“, zählt Prof. Dr.-Ing. Matthias Barjenbruch auf, der zusammen mit Prof. Dr.-Ing. Thomas Richter und Prof. Dr. Tatjana Morozuyk seit rund einem Jahr die Funktion des Direktors des Campus El Gouna übernommen hat. Die hohe Bewerberzahl erklärt Matthias Barjenbruch damit, dass es in der gesamten MENA Region, der Mittelmeer-Anrainerstaaten sowie in den afrikanischen Ländern eine sehr hohe Nachfrage nach qualifizierter Ausbildung in den Bereichen Energietechnik, Wasserver- und -entsorgung sowie Stadtentwicklung gibt. Genau hier macht die TU Berlin mit dem Campus El Gouna ein umfassendes Angebot mit seinen Masterstudiengängen „Energy Engineering“, „Urban Development“, Water Engineering“ sowie, soeben neu eröffnet, „Information Technology for Energy“ und „Business Engineering Energy“.

„Wir versuchen unsere Angebote auszuweiten, um den Bedarf noch genauer zu treffen“, erzählt Sarah Hamdy, Absolventin des zweiten Jahrgangs in „Energy Engineering“ und nun wissenschaftliche Mitarbeiterin und Mit-Koordinatorin der beiden neuen Studiengänge. „Es hatte sich herausgestellt, dass sich die meisten Bewerbungen an den Studiengang ,Energy Engineering‘ richten. Leider fehlen in der Vorbildung der Kandidaten oft wesentliche Anteile, die aber Voraussetzung für die Aufnahme unseres Masters sind, zum Beispiel Module der Thermodynamik oder Ähnliches.“ So entschloss man sich zum Aufbau der beiden neuen Masterstudiengänge, deren Abschlüsse in eine etwas andere Richtung zielen. „Vielen Bewerberinnen und Bewerbern, die für den Master ,Energy Engineering‘ nicht geeignet sind, können wir damit nun andere Angebote machen.“

Groß ist auch das Interesse der politisch Verantwortlichen in Ägypten. Zum Erstsemestertag reiste unter anderem auch der Major General Ahmed Abdallah an, Gouverneur der Region Rotes Meer. Auch die Deutsche Botschaft in Ägypten, der DAAD und sogar das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) waren vertreten.

Samih Sawiris
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Ganz besonders erfreut über diesen Zuwachs an Image und Ansehen ist der Initiator und Finanzier des Projekts „Campus El Gouna“, der TU-Alumnus Samih Sawiris, der 2012 nach langer Vorbereitung den Campus zusammen mit der TU Berlin aus der Taufe hob. Er lässt es sich nicht nehmen, bei jedem Erstsemestertag sowie auch bei anderen wichtigen Ereignissen in El Gouna dabei zu sein. Denn seine Träume sind noch lange nicht zuende geträumt. „Ich möchte, dass der Campus noch weiter wächst in Richtung einer Volluniversität. Wir haben in den letzten fünf Jahren bewiesen, wie erfolgreich diese Idee war – und das macht mich sehr stolz.“

www.campus-elgouna.tu-berlin.de

TU Berlin unterstützt Geflüchtete in Ägypten

Omar Muhrat (l.) aus Homs und Eyad Zamzam (28) aus Aleppo gehören zu den zehn Studierenden, die mit einem Sonderstipendium für Geflüchtete aus Syrien ausgestattet sind – beide studieren den Master of Science in Business Engineering Energy
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Zehn junge Menschen, die aus ihrem Heimatland Syrien nach Ägypten geflüchtet sind, haben am TU-Campus El Gouna ein Studium aufgenommen. Sie werden in einer gemeinsamen Anstrengung der TU Berlin, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und der Sawiris Foundation mit Stipendien unterstützt. Das Gesamtprojekt über drei Jahre umfasst ein Volumen von rund 400 000 Euro.

Im Sommer konnte das Zentralinstitut El Gouna der TU Berlin zehn Stipendien beim Deutschen Akademischen Austauschdienst einwerben. Die Geflüchteten aus verschiedenen Regionen Syriens studieren die Master „Urban Development“ und „Business Engineering Energy“. Das neue Sonderprogramm zur Bekämpfung von Fluchtursachen wird vom Auswärtigen Amt finanziert. Der DAAD stellt der TU Berlin die Mittel zur Verfügung, die an studierfähige syrische Flüchtlinge vergeben werden.
Den größten Teil der finanziellen Unterstützung für die zehn Studierenden, Studiengebühren sowie einen Zuschuss zum Lebensunterhalt von monatlich 500 Euro trägt der DAAD über das genannte Programm. Daneben ist auch der ägyptische Unternehmer und TU-Alumnus Samih Sawiris und El-Gouna-Initiator finanziell engagiert. Die TU Berlin trägt einen weiteren Teil der Stipendien aus Eigenmitteln.

Auch das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR ist involviert. Es leistet Unterstützung bei Fragen der Anerkennung, der Registrierung sowie der Krankenversicherungen und stellt bei Bedarf weitere Strukturen in der Region zur Verfügung. Für das Jahr 2016 hatte die Leiterin des Zentralinstitut El Gouna bereits zum vierten Mal noch weitere Stipendien (Drittlandstipendien) vom DAAD eingeworben. Unter anderem erhalten alle Studierenden einen 4-wöchigen Deutsch-Intensivkurs sowie Zuschüsse zu Lebensunterhalt und eine Flugpauschale in Höhe von 500 Euro.

„Fresher Day“ in der Wüste mit Beduinenbesuch

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Rund zwei Jahre werden sie nun zusammen verbringen. Um sich besser kennenzulernen, brachen die rund 70 Studierenden aus 14 verschiedenen Ländern am Tag vor der offiziellen Eröffnungsfeier mit neun Jeeps zu einem gemeinsamen Abenteuer in die Wüste auf. „Wir haben das im letzten Jahr zum ersten Mal gemacht“, erzählt Christoph Banhardt, Doktorand im Bereich Energy Engineering, der den Ausflug dieses Mal maßgeblich organisiert hatte. „Und es stellte sich als wunderbarer Einstieg in das Klima, in die Umgebung und in das neue Netzwerk von Kommilitoninnen, Kommilitonen und Lehrenden heraus.“

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Tatsächlich, nach Klettertour in sengender Hitze sowie Besuch bei Beduinen mit Kamelritt-Versuchen und einheimischem Mahl und Tee entwickelten sich die ersten Freundschaften. Und auch Zusammenhalt und gemeinsame Problemlösungsstrategien wurden bei einer nächtlichen Reifenpanne mitten in der Wüste sogleich unter Beweis gestellt.

Patricia Pätzold, "TU intern" 18. November 2016

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