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TU Berlin

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Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer

Liste 1: ReFrak Professor*innen in der Reformfraktion

Mit demokratischer Wissenschaft die Zukunftsaufgaben angehen

Es gibt wahrscheinlich nichts Produktiveres als eine Unternehmung, bei der alle Mitarbeiter*innen auch engagierte Beteiligte sind. Die universitäre Selbstverwaltung bietet die Möglichkeit, mitzuentscheiden, wie unsere Universität in Zukunft aussehen soll. Dies erfordert jedoch das aktive und solidarische Engagement aller Statusgruppen – gerade in der gegenwärtigen Situation.

Nach jahrelangen Sparzwängen ergeben sich an der TU jetzt wieder neue Spielräume für eine Wiederherstellung und Weiterentwicklung zukunftsfähiger Strukturen und Prozesse. Dabei sind wir von „goldenen Jahren“ weiterhin weit entfernt. Um der wachsenden Zahl an Studierenden hochschuldidaktisch vorbildliche Lehre anbieten zu können, ist ein stärkeres Wachstum der Lehrkapazitäten erforderlich. Der weiter wachsende Umfang drittmittelfinanzierter Forschung erfordert einen deutlichen Aufwuchs an Kapazitäten im Bereich Verwaltung und räumlicher Ausstattung. Um besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der TU-Mitglieder eingehen zu können, ist eine weiter wachsende Grundausstattung erforderlich. Der Versuch, diese mit Drittmitteln zu kompensieren, verändert die Handlungslogik aller Beteiligten. Die Drittmittelgeber haben unübersehbar Einfluss bis in die Struktur der Beschäftigungsverhältnisse und in die Lehre hinein.

Sind wir auf dem richtigen Weg, um wissenschaftliche Antworten auf gesellschaftliche Probleme und Herausforderungen zu finden? Freiheit von Forschung und Lehre bedeutet, dass sie nicht durch finanzstarke Partialinteressen und nicht durch prekäre Arbeits- und persönliche Abhängigkeitsverhältnisse behindert werden dürfen. Kreativität und die Entwicklung innovativer Strategien sind mit erhöhter Arbeitsverdichtung und stetig steigendem Leistungsdruck nicht vereinbar.

Es ist das Ziel der Professor*innen in der Reformfraktion, die aktuellen Entwicklungen in eine für die TU Beschäftigten gute Richtung zu lenken. Wir sehen uns dabei Seite an Seite mit den wissenschaftlichen und sonstigen Mitarbeiter*innen sowie den Studierenden, deren Qualifizierungs-, Arbeits- und Studienbedingungen sich trotz wachsender Mittel oft kaum verbessert haben. Wir arbeiten in allen hochschulpolitischen Gremien eng mit den Vertreterinnen und Vertretern der übrigen Statusgruppen, mit der ver.di-Liste und der Mittelbauinitiative, zusammen und unterstützen deren berechtigte Ansprüche auf eine gute, produktive Arbeits- und Studiensituation.

Wir werden die Finanzsituation der TU Berlin, den Wettbewerb um Drittmittel, die Qualität von Lehre und Forschung sowie die Arbeitssituation von Hochschullehrer*innen, Mittelbau,

Verwaltung und Studierenden weiterhin kritisch im Blick behalten und konstruktiv mitgestalten!

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