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TU Berlin

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Innenansichten

Impressionen von "Fridays for Future" am 24. Mai 2019 in Berlin

Am 24. Mai 2019 haben sich Studierende, Wissenschaftler*innen und Mitarbeiter*innen der TU Berlin an der großen "Fridays for Future"-Demo vor dem Brandenburger Tor in Berlin beteiligt. Im Video erzählen sie, warum es notwendig ist, dass sich möglichst viele Personen für den Klimaschutz einsetzen.

Studentische Vereinigung "Fridays for Future an der TU Berlin"

Annika Hombücher, Julian Rösner und Caya Prill sind Studierende an der TU Berlin und Mitinitiator*innen der studentischen Vereinigung „Fridays for Future an der TU Berlin“. Jeden Mittwoch treffen sie sich mit Kommiliton*innen und diskutieren, wie sie die von Schüler*innen begründete Klimaschutzbewegung unterstützen können. Eines ihrer Hauptziele ist es, an der Universität auf das Thema aufmerksam zu machen und einen Raum für Unterstützer*innen zu schaffen.

Annika Hombücher, Studentin im Bachelorstudiengang Ökologie und Umweltplanung

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„Klimaschutz ist die größte Herausforderung der Menschheit, die durch Einzelpersonen nicht lösbar ist. Es ist absurd, dass es an Schüler*innen ist, darauf aufmerksam zu machen. Es ist Aufgabe der Regierung, den Handlungsrahmen für den Klimaschutz vorzugeben und mit der Wissenschaft zusammen Maßnahmen zu erarbeiten. Wir handeln jetzt, um etwas zu verändern und zu retten – in Schule, Universität und Betrieb.“

Julian Rösner, Student im Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen

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„Die Klimakrise betrifft uns alle - egal, ob Schüler*innen, Eltern, Arbeitnehmende, Politiker*innen oder Studierende. Es ist wichtig, dass jede*r im persönlichen Rahmen versucht, Veränderung zu bewirken. Außerdem bin ich überzeugt, dass Wissenschaft nur dann positiv für die Gesellschaft sein kann, wenn sie auch Haltung zeigt. Darum unterstütze ich mit der TU-Gruppe Fridays for Future.“

Caya Prill, Studentin im Bachelorstudiengang Nachhaltiges Management

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„Fridays for Future startete als eine Schüler*innenbewegung und weitet sich inzwischen auf viele weitere Gruppen aus. Die Studierenden waren bisher zu wenig vertreten und zu wenig sichtbar. Genau das wollten wir ändern und einen Raum für Studierende unserer Universität schaffen, um sich zu engagieren. Dabei konnten wir auch viele Personen erreichen, die sich vorher noch nicht engagiert haben. Genau darin sehe ich die Stärke unserer Initiative: Wir haben viele motivierte, aber noch nicht engagierte Studierende, denen wir nun genau diesen Raum geben können. Die Wissenschaft kann die Fridays for Future-Bewegung inhaltlich und auch als Multiplikator*innen unterstützen. Ich wünsche mir, dass sich immer mehr Professor*innen zu der Fridays for Future-Bewegung bekennen und sie aktiv vorantreiben.“

Engagierte Studierende gesucht

Die studentische Vereinigung sucht Unterstützer*innen. Interessierte finden auf der Facebookseite von „Fridays for Future an der TU Berlin“ weitere Informationen: https://www.facebook.com/fridaysforfuture.tuberlin/.

 

 

Ankündigung „Fridays for Future“ am 24. Mai 2019 - mit Mitgliedern der TU Berlin

Jeden Freitag organisieren Schüler*innen weltweit die „Fridays for Future“-Demonstrationen, um auf das Problem des Klimawandels aufmerksam zu machen. Als „Scientists for Future“ unterstützen auch Wissenschaftler*innen das Anliegen der Schüler*innen und erheben ihre Stimme für einen besseren Klimaschutz.

An der TU Berlin haben sich bereits mehrere Initiativen im Rahmen der „Fridays for Future“ gebildet. Gemeinsam wollen die Vertreter*innen am Freitag, 24. Mai 2019 um 12 Uhr unter dem Motto „TU Berlin for Future“ an der großen Demonstration am Brandenburger Tor teilnehmen und ihre Unterstützung zeigen. Organisiert wird die gemeinsame Aktion von der studentischen Vereinigung „Fridays for Future an der TU Berlin“. 

Treffpunkt Gruppe „TU Berlin for Future“

Wann: 24. Mai 2019 ab 11.45 Uhr
Wo: Vor dem sowjetischen Ehrenmal
Link: https://osm.org/go/0MbFCBdaA-?layers=N&m=

Treffpunkt für gemeinsame Anfahrt mit dem Fahrrad

Wann: 24. Mai 2019 um 11.00 Uhr
Wo: Vor dem Hauptgebäude der TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin

 

 

Wissenschaftler*innen unterstützen als "Scientists for Future" die Klimaschutzbewegung

Freitag, 17. Mai 2019

Wissenschaftler*innen demonstrieren: Die derzeitigen Maßnahmen zum Klima-, Arten-, Wald-, Meeres- und Bodenschutz reichen nicht aus

TU-Mitglieder bei der „Fridays for Future“-Demo in Berlin-Mitte, Ende April 2019
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Als „Scientists for Future“ erheben jetzt auch Wissenschaftler*innen ihre Stimme für einen besseren Klimaschutz. Deutsche, österreichische und schweizerische Forschende haben die „Scientists4Future-Initiative“ (S4F) ins Leben gerufen, sammeln Unterschriften für ihre Petition und demonstrieren nun freitags gemeinsam mit den Schüler*innen. An der TU Berlin hatte Präsident Prof. Dr. Christian Thomsen zusammen mit dem TU-Nachhaltigkeitsrat Forscher*innen und TU-Beschäftigte eingeladen, die Initiative durch ihre Teilnahme an der Klimaschutzdemonstration am 29. März 2019 zu unterstützen. In einer Stellungnahme der Initiative „S4F“ heißt es: „Als Wissenschaftler*innen erklären wir auf Grundlage gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse: Diese Anliegen sind berechtigt und gut begründet. Die derzeitigen Maßnahmen zum Klima-, Arten-, Wald-, Meeres- und Bodenschutz reichen bei weitem nicht aus.“ Es sei unabdingbar, die Netto-Emissionen von CO2 und anderen Treibhausgasen schnell abzusenken und weltweit spätestens zwischen 2040 und 2050 auf null zu reduzieren. Mehr als 20 000 Wissenschaftler*innen gaben ihre Unterschrift dafür, denn es heißt weiter: „Als Menschen, die mit wissenschaftlichem Arbeiten vertraut sind und denen die derzeitigen Entwicklungen große Sorgen bereiten, sehen wir es als unsere gesellschaftliche Verantwortung an, auf die Folgen unzureichenden Handelns hinzuweisen.“ Die TUler*innen trugen bei der Demo große Schilder mit dem Logo der Bewegung „Scientists4Future“, die in der TU-Holzwerkstatt entstanden waren. So bildeten sie auch einen Anziehungspunkt für weitere Wissenschaftler*innen, die zu der Freitagsdemonstration erschienen waren und sich alsbald zu ihren Wissenschaftskolleg*innen von der TU Berlin gesellten.

www.scientists4future.org

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Dr. Gabriele Wendorf, Wissenschaftliche Geschäftsführerin des Zentrums Technik und Gesellschaft sowie Vorsitzende des Nachhaltigkeitsrats der TU Berlin

Ich halte es für sehr wichtig, dass sich die Wissenschaft bei diesem Thema eindeutig positioniert. Daher gehörte ich auch zu den Erstunterzeichnenden der Initiative „Scientists4Future“. Es ist für mich sehr schön, zu sehen, dass das Engagement für diese Initiative sich quer durch alle Gruppen der Universität zieht. Der Nachhaltigkeitsrat würde die Menschen an der Uni, Studierende wie Beschäftigte, gern motivieren, sich dem Thema weiter zu widmen und, wenn möglich, entsprechende Veranstaltungen wahrzunehmen, die wir initiieren. Beispielsweise wird es am 24. Mai eine weitere große Kundgebung geben, zu der ich gern alle einlade, deren Zeit es erlaubt. Für die Lange Nacht der Wissenschaften haben wir außerdem ein „Speed Dating zum Klimaschutz“ organisiert, bei dem man Wissenschaftler*innen Fragen stellen kann.

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Dr. Franz-Josef Schmitt, TU-Physiker, Mitglied im TU-Nachhaltigkeitsrat und Pressereferent des Exzellenzclusters UniSysCat

Wir Wissenschaftler*innen sind in der Pflicht, die Menschen zu informieren und zu bilden. Denn es sind nicht nur heiße Sommer, die uns drohen. Professor Paulo Artaxo von der Universidade de São Paulo eröffnete die diesjährigen KOSMOS Lectures mit dem Nachweis: Wenn wir so weitermachen wie bisher, werden die Temperaturen auf der Nordhalbkugel bis 2100 bis zu 7,5 °C steigen – und Milliarden Menschen sterben.

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Prof. Dr. Dodo zu Knyphausen-Aufseß, Fachgebiet Strategische Führung und Globales Management

Bereits Anfang der 70er-Jahre gab es den Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome. Im Rückblick wird man schon sagen müssen: „Ihr habt es doch auch gewusst – warum habt ihr nichts getan?“ Und jetzt kommt tatsächlich die junge Generation und macht es uns vor. Ich finde, das muss man unterstützen.

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Prof. Dr. Christian Thomsen, Präsident der TU Berlin

Ich unterstütze die „Scientists for Future“, weil das Thema Klimawandel bei uns ja schon seit vielen Jahren wissenschaftlich bearbeitet wird. Ich selbst bin Physiker, und ich freue mich, dass der bedenklichen Entwicklung jetzt mehr Gehör verschafft wird. Es ist ein gesellschaftlich wichtiges Thema. Ich würde mich freuen, wenn alle, die sich angesprochen fühlen und sich den Freiraum schaffen können, diese Initiative unterstützen würden. Ich habe auch die Vorsitzende unseres Nachhaltigkeitsrates, Gabriele Wendorf, gebeten, über Aktivitäten der TU Berlin in diesem Zusammenhang nachzudenken und diese im Auftrag des Präsidiums zu koordinieren.

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Prof. Dr. Nina Langen, TU-Fachgebiet Bildung für Nachhaltige Ernährung und Lebensmittelwissenschaft

Ich finde es wichtig, zu zeigen, wie vielfältig die Forschung in den Bereichen Nachhaltigkeit, Klimawandel, Klimaschutz ist, wie auch zu Fragen geforscht wird, wie sich Konsument*innen, Verbraucher*innen, Bürger*innen engagieren können. Es ist mir sehr wichtig, zu zeigen, dass die TU Berlin in diesem Feld auch Lehrer*innen ausbildet und hier ganz fantastische Möglichkeiten anbietet.

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Prof. Dr. Christian von Hirschhausen, Fachgebiet Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik

Ich halte es für sehr wichtig, dass man die Aktivitäten der Schülerinnen und Schüler auch von wissenschaftlicher Seite unterstützt. Denn ihre Forderungen sind sinnvoll, und Forscher*innen haben die Instrumente, die Methoden und das Wissen, um den Argumenten der jungen Leuten Nachdruck zu verleihen. Zum Beispiel halte ich es für notwendig, dass wir das Energiesystem auf 100 Prozent Erneuerbare umstellen. Es ist technisch machbar, das zeigen wir an der TU Berlin und anderswo, es ist ökologisch darstellbar –, das zeigen unsere eigenen Studien, und es ist ökonomisch sinnvoll: Die Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen gehört ins Museum.

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Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer, Wissenschaftliche Geschäftsführerin am Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin

Ich bin sehr froh über die S4F-Initiative und war auch bei der Übergabe der Unterschriften dabei. Aus der Wissenschaft liegen seit vielen Jahren umfangreiche Ergebnisse vor, dass ein Umsteuern unserer Lebens- und Wirtschaftsweise in Richtung Klimafreundlichkeit dringend geboten ist, um sehr weit gehende negative Folgen weltweit zu vermeiden. Wissenschaft kann die Schüler*innen dabei unterstützen, die Komplexität des Themas besser zu verstehen und wissenschaftlich fundierte Forderungen an Politik und Wirtschaft zu formulieren, aber auch den eigenen Lebensstil unter die Lupe zu nehmen.

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Dr. Jörg Romanski, Sicherheitstechnische Dienste und Umweltschutz, TU-Umweltbeauftragter

Ich halte die Bewegung „Fridays for Future“ für eine wichtige Aktion. Als Unterzeichner der Erklärung von „S4F“ und der Teilnahme an der Demonstration möchte ich den Schüler*innen auch die wissenschaftliche Unterstützung bei ihren alternativlosen Forderungen zusichern, da wir erleben müssen, dass bei Entscheidungsträgern weiterhin nur kurzfristiges Denken maßgeblich scheint. Ich bin stolz, dass unsere Uni mit der Teilnahme hier ein eindeutiges Signal gesetzt hat. Im Bewusstsein der Notwendigkeit eines Umdenkens entwickeln wir übrigens derzeit unseren TU-Umweltbericht zu einem Nachhaltigkeitsbericht weiter, der im Laufe des Jahres erstmals erscheinen wird.

pp, "TU intern" Mai 2019

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