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TU Berlin

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Innenansichten

Magisches Juwel

Ungewöhnlicher Blick auf ein Denkmal der Forschungs-, Industrie- und Architekturgeschichte: die „Rosa Röhre“ von Ludwig Leo, in der bald wieder Wasser für die Wissenschaft rauschen wird
Lupe

Der große Umlauftank UT 2 auf der Schleuseninsel erstrahlt wieder im originalen Glanz

Er strahlt wieder leuchtend blau und rosa, wie 1974: der große Umlauftank (UT 2), entworfen vom Architekten Ludwig Leo und genutzt von der TU Berlin für umfangreiche Strömungsversuche mit großen Wassermengen. Mitte November 2017 wurde offiziell bekannt gegeben, was Berliner*innen und Tourist*innen längst schon erblickt haben: Die Renovierung der Außenhülle dieses Gebäudes mit seiner dramatischen Form, dieses Gebildes zwischen architektonischem Denkmal, Industriebau, Maschine und wissenschaftlichem Gerät, ist abgeschlossen. Bald wird es wieder der Wissenschaft zur Verfügung stehen.

TU-Vizepräsidentin Prof. Dr.-Ing. Christine Ahrend bedankte sich bei der Wüstenrot Stiftung für ihr denkmalpflegerisches Engagement. Viele Jahre drohte die „Rosa Röhre“ – eine stadtbildprägende touristische Sehenswürdigkeit, die an der Straße des 17. Juni über die Wipfel des Tiergartens ragt, zu verfallen. Seit 1999 wird sie von der TU Berlin für die Forschung genutzt wird. 2012 nahm die gemeinnützige Wüstenrot Stiftung den Umlauftank in ihr Denkmalprogramm auf und begann mit vielen Experten seine denkmalpflegerische Sanierung. Dabei wurden im Rahmen der Sanierung umfangreiche materialtechnische Untersuchungen angestellt. Neue Wege wurden beschritten, um trotz großflächiger Schäden die Gebäudesubstanz in maximaler Authentizität innen und außen zu erhalten. Die Polyurethan-Schaum-Hülle der rosafarbenen Röhre wurde zum Beispiel nicht erneuert, sondern aufwendig repariert und ergänzt. Auch der spektakuläre und in der Öffentlichkeit nahezu unbekannte Innenraum konnte ohne Veränderung erhalten werden. Von vielen Orten aus ist die außergewöhnliche Gestalt wieder wie ein magisches Juwel zu erkennen. Und auch von innen erschließt sich die Laborhalle als herausragendes Beispiel eines denkmalwürdigen Innenraums der 1970er-Jahre. Prof. Dr.-Ing. Paul-Uwe Thamsen, Leiter des Fachgebiets Strömungsmechanik und Technische Akustik, hatte 2012 den Vertrag mit Wüstenrot unterzeichnet. Auch er zeigte sich sehr erfreut über den Abschluss dieses wichtigen Schrittes und bekräftigte, dass nach dem vollständigen Abschluss auch der Innenarbeiten hier wieder aufwendige universitäre Forschung auf der Suche nach Innovationen für den Wasser- und den Schiffbau stattfinden soll.

Patricia Pätzold, "TU intern" 15. Dezember 2017

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