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BMS feiert zehnjähriges Bestehen

Die Berlin Mathematical School ist zur international bekannten Marke geworden und findet Nachahmer

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2006 gestartet als Experiment der drei großen Berliner Hochschulen (Technische Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin und Freie Universität Berlin), zählt die BMS (Berlin Mathematical School) im zehnten Jahr ihres Bestehens längst weltweit zu den etablierten und renommierten Graduiertenschulen im Bereich Mathematik. Das wird nicht zuletzt durch die ständig steigenden Bewerberzahlen bestätigt – mehr als 500 Studierende bewerben sich pro Jahr, maximal 40 werden aufgenommen. Finanziert wird die BMS schon seit der ersten Runde der Exzellenzinitiative 2006 von der DFG, mit zusätzlicher Unterstützung der drei Universitäten.

„Die BMS hat in den zehn Jahren viel erreicht: Sie hat die mathematische Landschaft in Berlin verändert, internationale Studentinnen und Studenten ,aus aller Herren und Damen Länder‘ in die Stadt gebracht und dem Mathematik-Studieren in Berlin ein Konzept und Gesicht gegeben“, so Prof. Günter M. Ziegler, derzeitiger Sprecher der BMS. Das Besondere der BMS liegt in ihrer Struktur begründet: Ein einheitlicher Rahmen für die Studierenden aller drei Hochschulen führt erst zum Master und dann zur Promotion. Deutsche Sprachkenntnisse sind nicht nötig. In der „Phase eins“ steht den Studierenden die gesamte Bandbreite an mathematischen Vorlesungen aller drei Hochschulen zur Verfügung. In „Phase zwei“ konzentrieren sie sich auf ein Promotionsprojekt und haben dafür Zugang zum außergewöhnlich breiten Spektrum mathematischer Forschung an den Berliner Universitäten und Instituten.
„Die BMS ist die einzige deutsche Graduiertenschule in der Mathematik, mit der man sich wirklich identifizieren kann. Auf die Frage, von welcher Uni wir kommen, antworten daher viele von uns: Berlin Mathematical School“, beschreibt Dr. Felix Günther, Gewinner des Friedrich Hirzebruch-Promotionspreises der Studienstiftung des deutschen Volkes und derzeit Postdoc an der TU Berlin, seine studentischen Erfahrungen an der BMS.

„Die explizite Internationalität der BMS, das enge Miteinander und auch das intensive Mentoring durch die Professoren sorgen für eine ganz besonders familiäre Atmosphäre – und verschaffen den Absolventen ganz nebenbei ein weltweites Netzwerk“, weiß Dr. Forough Sodoudi, Managing Director der BMS und Leiterin ihres One-Stop-Office.

„Die internationalen Kontakte, die man an der BMS mitbekommt, sind einfach unglaublich. Vergangene Woche war ich Gast einer Forschungsgruppe in Bergen, Norwegen, und habe dort zufällig einen Kommilitonen aus der BMS getroffen“, bestätigt Dr. Ágnes Cseh, ungarische BMS-Alumna und Preisträgerin des Klaus Tschira Preises für verständliche Wissenschaft.

Die Unterstützung durch das One-Stop-Office der BMS macht besonders den vielen internationalen Studierenden das Sich-Einleben leicht. Es hilft nicht nur bei allen Studienfragen, Visa und Aufenthaltsgenehmigungen, sondern auch bei der Wohnungssuche, vermittelt gemeinsame Büros und Lernräume und organisiert die inzwischen legendären „BMS Fridays“. Jeden zweiten Freitag im Monat trifft sich fast die gesamte BMS-Familie in der Urania zu einem mathematischen Kolloquium.
„Vor allem der direkte Kontakt zu den Promotionsstudierenden hat mir am Anfang sehr geholfen. Dort konnte ich jede Frage loswerden: sei es Studium, Konferenzen, Karriere oder auch das soziale Leben in Berlin“, so András Tóbiás, BMS-Student in Phase zwei.

Gefeiert wird das zehnjährige Bestehen der BMS vom 16. bis 18. November mit einer hochkarätig besetzten Vortragsveranstaltung im TU-Audimax. Dabei wird sicher auch die Zukunft der BMS im Gespräch sein. Die Förderung aus der Exzellenzinitiative läuft 2017 aus. „Doch während die BMS auch international Schule macht und von Stockholm bis Barcelona Mathematik-Graduiertenschulen nach ihrem Vorbild entstehen, denkt man in Berlin schon weiter: Es ist kein Geheimnis, dass in Berlin ein Antrag auf einen Exzellenzcluster vorbereitet wird, der eine Graduiertenschule beinhaltet. Diese soll die Mathematik in ihrer ganzen Berliner Vielfalt umspannen. Und – natürlich – ,Berlin Mathematical School‘ heißen, inzwischen eine renommierte internationale Marke“, so Prof. Günter M. Ziegler. 

www.math-berlin.de

Übrigens:

Nur zwei statt der gewünschten zehn Sätze trug TU-Präsident Christian Thomsen am 17. 11. 2016 bei seinem Grußwort zum BMS-Jubiläum vor. Allerdings hatte er „Satz“ als mathematisches Theorem verstanden und führte dem Publikum den Beweis dafür vor, dass es 1. unendlich viele Pythagoreische Zwillinge gibt und 2. diese aber für große Zahlen in ein festes, berechenbares Verhältnis zueinander übergehen. Ob die Darstellung die Mathematiker überzeugte, ist nicht bekannt. Selbst überzeugen kann man sich unter: www.tu-berlin.de/?179751

Katharina Jung, "TU intern" 18. November 2016

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