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TU Berlin

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Exzellenzstrategie

„Wir sind angetreten, um einen weltweiten Spitzenstandort zu formieren“

Im ersten Campus-Dialog stellten die drei großen Universitäten und die Charité den geplanten Verbund vor

Die den Verbund anführen (v. l.): Karl Max Einhäupl (Charité), Peter-André Alt (FU Berlin), Sabine Kunst (HU Berlin) und Christian Thomsen (TU Berlin). Moderation: Susanne Führer (Deutschlandfunk Kultur)
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„Im Sommer 2016 haben wir – die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin und die Charité – Universitätsmedizin Berlin – uns darauf verständigt, bei dem neu ausgeschriebenen Exzellenzwettbewerb gemeinsam anzutreten“, verkündete Christian Thomsen, Präsident der TU Berlin, dem Publikum aus allen Statusgruppen, das Mitte Mai zum Campus-Dialog in den Lichthof eingeladen war. Die Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder folgt als natio-naler Wettbewerb der Exzellenzinitiative, in der die drei großen Berliner Universitäten und die Charité einzeln bereits sehr erfolgreich waren.

Auf dem Podium hatten sich die Personen versammelt, die den neuen Verbund führen und zu großer Schlagkraft aufbauen sollen: Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité, Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst, HU-Präsidentin, Prof. Dr. Peter-André Alt, FU-Präsident, und Prof. Dr. Christian Thomsen, TU-Präsident. Das Podium ergänzten noch die TU-Professoren Volker Mehrmann (Matheon, Mathematik), Matthias Drieß (Exzellenzcluster UniCat, Chemie) und die TU-Professorin Martina Löw (Architektur- und Planungssoziologie, ehemalige Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Soziologie). Sie alle sind erfahren im Führen großer Forschungsverbünde und Konsortien.  

Zunächst widmeten sich die Präsidenten der Frage, warum das Antreten im Verbund aussichtsreich erscheint. Sabine Kunst wies darauf hin, dass die Partneruniversitäten auch jetzt schon viele Exzellenzcluster gemeinsam bearbeiten. „Neu sind im Wesentlichen nur die Rahmenbedingungen, die durch den Wettbewerb vorgegeben werden. Strukturen sowohl auf Leitungsebene als auch auf Arbeitsebene sind schon seit Langem vorhanden. Wir kennen uns alle aus vielen gemeinsamen Sitzungen, denen viele gemeinsame Aktivitäten folgten.“

Noch arbeitsintensiver werde es natürlich werden, erklärte Peter-André Alt. Viele Details seien zu klären, viele Arbeitsgruppen aufzubauen, viele Metastrukturen – das sei ja insgesamt ein sehr komplexer Vorgang. „Aber wir sind allesamt strategieerprobt!“

Expertise: Martina Löw, Volker Mehrmann und Matthias Drieß (v.?l.) diskutierten über den Mehrwert großer Forschungsverbünde
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Dass eine neue Zeit eingeläutet sei, darauf verwies eindrücklich Karl Max Einhäupl: „Vor zehn Jahren hätte man uns nicht glauben wollen, dass wir hier alle vier auf dem Podium sitzen und gemeinsame Sache machen wollen. Aber wenn man noch vor wenigen Jahren auf die Wissenschaftslandkarte Deutschlands schaute, blickte man nach München, nach Heidelberg, dann wieder nach München – und dann kam lange nichts. Das ist inzwischen anders, überall sind wir mit Schwerpunkten und großen Forschungserfolgen sichtbar. Berlin hat also nachgerade eine ‚Bringschuld‘!“ Christian Thomsen brachte es auf den Punkt: „Wir sind angetreten, um hier einen weltweiten Spitzen­standort zu formieren!“

Zu den Inhalten freilich wurde noch nichts Konkretes verraten. Wenngleich es auch unwahrscheinlich sei, so Christian Thomsen, dass die Konkurrenz in der Kürze der verbleibenden Zeit ein Projekt zu kopieren in der Lage sei, zu komplex seien natürlich die Forschungsthemen.

Gemeinsame Studiengänge sollen denjenigen hinzugefügt werden, die es bereits gibt, zum Beispiel in der Lehramtsausbildung. Großgeräte, Hochleistungsrechner und andere teure Infrastrukturen könnten künftig gemeinsam angeschafft und genutzt werden. Außerdem wolle man Möglichkeiten identifizieren, um im Verbund die besten Köpfe nach Berlin zu holen und mögliche neue Karrierewege für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler auszubauen. Dabei würden auch Strukturen geschaffen, die alle gemeinsam fit machten für eine zukunftsweisende Kommunikation im digitalen Zeitalter.

Nun wird in den nächsten Monaten viel Aufmerksamkeit darauf verwandt, ein gemeinsames Konzept im Detail auszuarbeiten. Eine Absichtserklärung muss im Februar 2018 abgegeben werden. Für ein solch großes Vorhaben müssen alle an einem Strang ziehen. Wichtig sei es daher, das betonten alle Podiumsteilnehmer, dass man möglichst alle Lehrenden, Studierenden und Beschäftigten mitnähme, informiere und viele involviere.

Der Campus-Dialog an der TU Berlin war der Auftakt für eine interne Informationsreihe über das Vorhaben, weitere Veranstaltungen dieser Art folgen in den kommenden Wochen an den anderen Partnereinrichtungen.

Die Exzellenzstrategie

Bund und Länder stellen ab 2018 jährlich 533 Millionen Euro dauerhaft zur Verfügung
Die Förderung der Exzellenzcluster mit der Universitäts- und Programmpauschalen können jährlich rund 385 Millionen Euro zeitlich befristet umfassen. Die Universitäten bekommen einen Strategiezuschlag von jährlich einer Million Euro je Cluster. Gefördert werden Cluster mit international wettbewerbsfähigen Forschungsfeldern. Veranschlagt sind 45 bis 50 Förderfälle, die Förderhöhe beträgt antragsabhängig zwischen drei und zehn Millionen Euro jährlich. Die zweite Förderlinie „Exzellenzuniversitäten“ dient der dauerhaften Stärkung der Universitäten als Institution oder als Verbund und zum Ausbau ihrer internationalen Spitzenstellung in der Forschung auf Basis erfolgreicher Cluster. Die Verbundbewerbung ist neu, ebenfalls die dauerhaft angestrebte Förderung. Voraussetzung ist eine Mindestanzahl an Clustern, bei einem Verbund müssen die Partner mindestens drei vorweisen.

Patricia Pätzold , "TU intern" 13. Juni 2017

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