direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Hochschulpolitik

50 Millionen Euro für Berlin

Für das Deutsche Internet-Institut setzt sich ein Konsortium mit TU-Beteiligung durch

Das neue „Internet-Institut für die vernetzte Gesellschaft“ soll die Wechselwirkungen von Digitalisierung und Gesellschaft erforschen
Lupe

Standort für das deutsche Internet-Institut wird Berlin sein. Das entschied das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am 23. Mai 2017. Das „Internet-Institut für die vernetzte Gesellschaft“ soll die Wechselwirkungen von Digitalisierung und Gesellschaft erforschen. Sein Aufbau wird mit 50 Millionen Euro in den ersten fünf Jahren unterstützt. Damit setzte sich der Berlin-brandenburgische Antrag gegen vier weitere bundesdeutsche Konsortien aus der ersten Auswahlrunde vom Juni 2016 durch.

Ina Schieferdecker, Fraunhofer FOKUS und TU Berlin, ist Gründungsdirektorin des Internet-Instituts
Lupe

Der vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) koordinierte Verbund umfasst neben dem WZB die vier Berliner Universitäten – Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin, Universität der Künste Berlin, die Universität Potsdam sowie das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS). Gründungsdirektor und -direktorin sind Prof. Dr. Martin Emmer (FU Berlin) und Prof. Dr. Ina Schieferdecker (TU Berlin, Fraunhofer FOKUS).

TU-Präsident Prof. Dr. Christian Thomsen gratulierte zu diesem ganz besonderen Erfolg für Berlin, für die Forschung und alle Beteiligten: „Das Institut ist auch Bestandteil der ,10-Punkte-Agenda – Berlin auf dem Weg zur Digitalen Hauptstadt‘, die der Regierende Bürgermeister und ich 2015 initiiert haben“, führte er aus.

Anja Feldmann, TU-Professorin für Internet Network Architectures, gehört zum Antragskonsortium
Lupe

Für TU-Professorin Anja Feldmann, PhD, die das Fachgebiet Internet Network Architectures leitet und zum Antragskonsortium gehört, ist das Internet-Institut in Berlin ein weiterer Meilenstein dabei, Berlin als Zentrum der Digitalforschung zu etablieren. Dazu gehören auch das Einstein Center Digital Future, das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft, das Fraunhofer-Leistungszentrum Digitale Vernetzung, das 2017 eröffnet wurde, sowie die von der TU Berlin eingereichte Skizze für einen möglichen Exzellenzcluster-Antrag. „Mit diesem Projekt wollen wir die technischen Grundlagen der Digitalisierung erforschen“, erläutert Anja Feldmann, „wohingegen sich das Internet-Institut auf die Wechselwirkungen der Gesellschaft und der Technologie fokussiert. Ich sehe es als eine unserer Aufgaben, zu dem Institut solide technische Grundlagen mit unserer Expertise und unserem Wissen über das Internet beizusteuern, und freue mich auf den intensivierten crossdisziplinären Diskurs und seine Ergebnisse, die dann das Design des zukünftigen Internets mit formen können.“

Innerhalb von drei Jahren solle das Deutsche Internet-Institut aufgebaut werden, so Ina Schieferdecker. Zu den ersten Schritten gehörten die Besetzung der fünf neu geplanten Professuren, der Direktoriumsposten, der Geschäftsstelle des Instituts, die Ausschreibungen für die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sowie der Start erster Forschungsgruppen. „Die TU Berlin und Fraunhofer FOKUS bringen insbesondere ihr Know-how über Informations- und Kommunikationstechnologien ein, und wie diese für eine Digitalisierung im Interesse der Gesellschaft verwendet werden können. Zudem nutzt Fraunhofer FOKUS seine Expertise in eGovernment, Öffentlicher IT und der Absicherung kritischer Systeme und Infrastrukturen.“ Interdisziplinäre Forschungsfragen seien zum Beispiel: Wie lassen sich Risiken durch kritische digitale Infrastrukturen für Individuen und Gesellschaft frühzeitig identifizieren und begrenzen? Oder: Wie lässt sich eine breite Inklusion von Beschäftigten in die Arbeitszusammenhänge einer vernetzten, automatisierten Wirtschaft erreichen? Ein weiterer wichtiger Schritt sei der Ausbau des Netzwerks mit bislang 28 Partnern: „Wir suchen den Austausch mit den bereits etablierten Internet-Instituten und Forschungseinrichtungen, die sich am Wettbewerb beteiligt haben, und sind für weitere Partner offen.“

Patricia Pätzold, "TU intern" 13. Juni 2017

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Piwik für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.