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TU Berlin

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Forschung

Das ist die Berliner Luft, Luft, Luft

Ein Kooperationsprojekt mit dem RBB zur verkehrsbedingten Belastung der Luft auch Stickstoffoxid ergab teilweise alarmierende Ergebnisse

An mehreren Standorten in der Stadt wurde gemessen - hier in Charlottenburg
Lupe

Die Gefahr ist geruchlos, doch in den Berliner Straßen herrscht dicke Luft. Das haben Messungen zur Stickstoffdioxid-Belastung (NO2) ergeben, die die TU Berlin in Kooperation mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) an 114 Standorten innerhalb des Stadtgebietes über einen Zeitraum von zwei Monaten im Herbst 2017 durchgeführt hat. Die Ergebnisse sind zum Teil alarmierend, denn an vielen Straßenkreuzungen, Plätzen und Hauptverkehrsstraßen überschritten die Messungen erheblich den Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft.

Der RBB hatte Dr. Wolfgang Frenzel vom Institut für Technischen Umweltschutz, Fachgebiet Umweltchemie, um Unterstützung gebeten. Es sollten die Daten des Berliner Luftgütemessnetzes, das 39 Standorte umfasst, ergänzt und auch in Berliner Kiezen gemessen werden, für die noch keine Werte vorlagen. "An unserem Institut führen wir diese Art der Untersuchung bereits seit vielen Jahren in kleinem Umfang durch", sagt Wolfgang Frenzel. Im Rahmen von Studienprojekten nehmen seine Studierenden regelmäßig die sogenannten Passivsammler mit nach Hause, exponieren sie vor ihrer Haustür und werten sie später im Labor aus. "Darauf konnten wir bei dem Kooperationsprojekt aufbauen", sagt er.

Für das Projekt haben fünf Studierende die Probenahme an insgesamt 114 Messstellen in Berlin durchgeführt. Mit Unterstützung von Jens Hedderich, Masterstudent des Technischen Umweltschutzes, wurden die Proben im Labor ausgewertet und die Daten bewertet. "Viel Verkehr und dichte Bebauung sind die wichtigsten Faktoren für die hohen NO2-Werte", erläutert Frenzel das Ergebnis, das der RBB in einer interaktiven Abgas-Karte publizierte. Die TU Berlin plant im März mit der Masterarbeit von Jens Hedderich eine eigene Veröffentlichung.

Für Wolfgang Frenzel ist das Projekt damit aber noch nicht beendet. "Wir machen weiter", sagt er. Er denkt an eine langfristige Beprobung an verkehrsreichen Straßen und in der näheren Umgebung zur Erfassung der Ausbreitung. Denn: "Luft ist eines unserer wichtigstes Lebensmittel, eines man kann es nicht substituieren."

kurzelinks.de/pe30

Dagmar Trüpschuch, "TU intern" 19. Januar 2018

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