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TU Berlin

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Forschung

„Seid revolutionär und lasst euch nicht eingrenzen!“

588 Tage von der Idee der Public-private-Partnerschaft bis zur feierlichen Eröffnung des Einstein Center Digital Future am 3. April 2017

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (M. r.) eröffnete das Einstein Center Digital Future mit dem ECDF-Vorstandssprecher Prof. Dr. Odej Kao (M. l.) und vielen hochrangigen Gästen.
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Der erste Gast in der Wilhelmstraße 67 in Berlin-Mitte ist bissig. Argwöhnisch beäugt er die neuen Räumlichkeiten im Robert-Koch-Forum. Auf knapp 1000 Quadratmetern entsteht, in direkter Nähe zu Bundeskanzleramt und Reichstagsgebäude, der Hotspot digitaler Forschung. Austausch und Vernetzung werden hier Priorität haben. Zu nahe darf man dem virtuellen Gast dennoch nicht kommen. Schaut man ihm in die Augen, fletscht er seine Zähne. Tyrannosaurus Rex ist sein Name. Er ist 65 Millionen Jahre alt und am 3. April 2017 zur offiziellen Eröffnung des Einstein Center Digital Future (ECDF) aus der Oberkreidezeit angereist. Eine App erweckt ihn zum Leben und transferiert ihn ins Robert-Koch-Forum. Möglich macht das die shoutr labs UG. Das Unternehmen zeigt – wie andere Aussteller an diesem Tag auch –, was ein Besucherinformationssystem mittels Virtual-Reality-Effekten schon heute leisten kann.

Virtuell unter die Besucher gemischt hat sich ein Dino – mittels intelligenter App
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Nicht argwöhnisch, sondern interessiert, erfreut und auch stolz zeigten sich die weiteren Gäste der Eröffnung, die unter dem Motto „Digital Future Begins“ stand. Über 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik kamen, um den Start der digitalen Zukunft gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller,  zu begehen. Eigentlich müsse man gar nicht erklären, wie bedeutungsvoll der Tag der Eröffnung für die Berliner Wissenschaft sei, stellte Müller in seiner Ansprache heraus. Denn deutlich mache das bereits die Anwesenheit von Senatoren, Staatssekretären, Abgeordneten, Hochschulpräsidenten und Unternehmensvertretern, die das Anliegen unterstützen.

„Mit der Eröffnung des Einstein-Zentrums Digitale Zukunft stellen wir heute die besondere Leistungskraft und Innovationsfähigkeit unserer Stadt unter Beweis. Hier ziehen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik an einem Strang, um die Brain City Berlin zu einem international führenden Hotspot der Digitalisierung zu machen“, ergänzte er.

Über 50 Professuren werden am ECDF die digitale Transformation erforschen – institutionenübergreifend, interdisziplinär und vernetzt. Möglich macht das die Förderentscheidung der Einstein Stiftung Berlin, die den Antrag von Technischer Universität Berlin, Universität der Künste Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin und Freier Universität Berlin mit ihrer gemeinsamen Fakultät Charité – Universitätsmedizin Berlin einer harten wissenschaftlichen Prüfung unterzogen und am 5. September 2016 bewilligt hatte. „Unser Antrag war 502 Seiten lang. Wir hatten fünf Monate daran geschrieben und volle zwei Tage zusammen mit mehr als 80 Mitstreitern vor einer zehnköpfigen, hochkarätigen Jury bestehen müssen“, erinnert sich ECDF-Vorstandssprecher Prof. Dr. Odej Kao. Nun freue er sich besonders darauf, das Robert-Koch-Forum zu einem Ort zu entwickeln und die skizzierten Ideen umzusetzen und weiterzudenken.

Dass die Forschung nicht hinter verschlossenen Türen passieren soll, verdeutlichte TU-Präsident Prof. Dr. Christian Thomsen: „Digitalisierung ist schnell, vielfältig, für manche bedrohlich, für andere chancenreich. Mit unserem Einstein Center Digital Future möchten wir auch den Bürgerinnen und Bürgern einen Anlaufpunkt geben, um die Auswirkungen der Digitalisierung kennenzulernen, an ihr teilzuhaben und mit unseren Forscherinnen und Forschern zu diskutieren.“ Auch der Vorstandsvorsitzende der Einstein Stiftung Berlin, Prof. Dr. Dr. h. c. Günter Stock, betonte diesen Aspekt: „Hier werden neue Formen für das Mitnehmen der Menschen entwickelt.“

Interesse an diesem Dialog hat auch die Wirtschaft. In einer Panel-Diskussion mit der Axel Springer Plug and Play Accelerator GmbH, der Bundesdruckerei GmbH und Zalando SE betonten die Vertreter, dass die Unternehmen die Expertise der Wissenschaft bei der digitalen Transformation brauchen, und bezogen zum möglichen Einfluss auf die Wissenschaft deutlich Stellung. „Es ergibt keinen Sinn, klare Aufgabenpakete für die Wissenschaftler zu definieren. Denn diese bearbeiten wir im eigenen Unternehmen. Von den Forschern erwarten wir vielmehr zusätzliche Impulse, eine Orientierung und auch den Hinweis darauf, wenn wir auf dem falschen Weg sind“, sagte Ulrich Hamann, Panel-Teilnehmer und Vorsitzender der Bundesdruckerei GmbH. Zum Schluss gab er dem ECDF noch folgenden Rat: „Seid revolutionär und lasst euch nicht eingrenzen!“
    
Videoaufzeichnung der Eröffnung: https://www.youtube.com/watch?v=vPXQuItMo4o

2015 – Der Beginn

Sebastian Turner
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Digitalisierung – der nächste Olymp  Am 22. März 2015 kommentierte Tagesspiegel-Mitherausgeber Sebastian Turner: „Die Digitalisierung ist für Berlin die historische Chance, wieder internationales Wirtschaftszentrum zu werden. Der Weg dahin sind nicht Subventionen, sondern 100 zusätzliche Professuren für IT: nicht kleckern, sondern klotzen. Wenn Berlin jetzt mehr IT-Professuren einrichtet als jede andere Stadt in Europa, dann kommen nicht nur die Talente nach Berlin, sondern auch der Wohlstand.“
Artikel vom 22. März 2015:
www.tagesspiegel.de/berlin/industrie-4-0-digitalisierung-der-industrie-ist-historische-chance-fuer-berlin/11538340.html

2017 – Das Heute

Nicolas Zimmer
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Vorreiter Einstein Center Digital Future Der Vorstandsvorsitzende der Technologiestiftung Berlin, Nicolas Zimmer, sagte anlässlich der Eröffnung: „Berlin ist eine Stadt mit unglaublichen digitalen Potenzialen. Doch die aktuelle Innovationserhebung der Technologiestiftung Berlin zeigt, dass in der Berliner Wirtschaft noch immer eine große Zurückhaltung gegenüber der Digitalisierung besteht. Und sowohl öffentliche Infrastruktur als auch Verwaltung stehen erst am Anfang eines digitalen Transformationsprozesses. Mit dem Einstein Center Digital Future entsteht ein Ort, an dem Digitalisierung vorgedacht wird und das seinesgleichen sucht. Ich freue mich auf die Impulse und Ideen für die digitalen Herausforderungen Berlins!“

Susanne Cholodnicki, "TU intern" 7. April 2017

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