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TU Berlin

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Forschung

Nachhilfe für Generation Internet

Das Schulfach „Digitale Welten“ für die gymnasiale Oberstufe, entwickelt an der TU Berlin, hält im September Einzug in mehrere Schulen

Lehrkräfte lernen im Seminar „Digitale Welten“ des Instituts für Berufliche Bildung das neue Schulfach kennen
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Die internationale Vergleichsstudie „International Computer and Information Literacy Study“ (ICILS) brachte es auf den Punkt: Deutsche Schülerinnen und Schüler verfügten 2013 im internationalen Vergleich nur über durchschnittliche Kenntnisse im Umgang mit digitalen Medien. Vier Jahre später mag es anders aussehen, aber es entscheiden sich immer noch zu wenige Schüler für eine technische Ausbildung und immer noch zu wenig Schülerinnen für ein Studium in einem MINT-Fach. Dieser Meinung ist Prof. Dr. Hans-Liudger Dienel vom Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre an der TU Berlin.

Deswegen begrüßt er das von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Auftrag gegebene Modellprojekt „Digitale Welten“ für die gymnasiale Oberstufe und die Integrierte Sekundarschule. Mit Unterstützung aus der Senatsverwaltung hat er mit seinem Fachgebiet ArTe (Arbeitslehre, Technik und Partizipation) das Ergänzungsschulfach „Digitale Welten“ entwickelt. „Es stellt den digitalen Zugang und vor allem die digitale Gestaltung der realen Welt in den Mittelpunkt und anwendungsorientierte Werkzeuge für Industrie 4.0, Arbeit 4.0 und Freizeit 4.0 bereit“, erläutert er.

Angedacht war, das Modellprojekt mit zwei oder drei Schulen durchzuführen, doch die Nachfrage war so groß, dass nun 23 Berliner Schulen – 18 Gymnasien in der 11. Klasse und fünf Integrierte Sekundarschulen in der 12. Klasse – teilnehmen. Für den Start im September 2017 wurden bereits 46 Lehrende der teilnehmenden Schulen am Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre ausgebildet. In einer achttägigen, intensiven Weiterbildung lernten sie unter anderem App- und Webseiten-Entwicklung, 3D-Druck, den Umgang mit Lasercutter, Robotik, Design Thinking und Datenschutzsicherheit. „Das neue Schulfach stellt aus meiner Sicht eine echte Innovation für die Berliner Schullandschaft dar und passt sehr gut in die heutige Zeit“, sagt Hans-Liudger Dienel. „Für die Schüler ist es eine neue Chance für praxisorientiertes Können.“ Im nächsten Jahr sollen weitere Schulen dazukommen und das Basiscurriculum fertiggestellt werden. Auf die Erprobungs- und Evaluationsphase soll dann die berlinweite Einführung folgen.

Dagmar Trüpschuch, "TU intern" 18. Juli 2017

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