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TU Berlin

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Wo Wissen entsteht - ein Blick in die Labore der TU Berlin

Mensch oder doch lieber Maschine

Im MTI-FabLab forschen Soziologen, Verhaltensbiologen, Designer, Informatiker und Elektrotechniker daran, wie Roboter sein sollen

Dr. Diego Compagna nutzt für seine soziologischen Forschungen zur Mensch-Roboter-Inter­aktion „Pepper“, weil er sehen, hören und auf Emotionen reagieren kann.
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Seinen großen Auftritt hatte er 2006. Da schüttelte Roboter „ZAR“ auf der CeBIT Bundeskanzlerin Angela Merkel die Hand. „ZAR“, die Buchstaben stehen für Zwei-Arm-Roboter, war damals etwas Besonderes unter seinen Roboterkollegen, denn seine Bewegungen basieren auf der Funktionsweise menschlicher Muskeln. So wurde er auch als humanoider Muskelroboter bekannt.

Roboter „ZAR“ schüttelte 2006 auf der CeBIT Bundeskanzlerin Angela Merkel die Hand.
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Roboter „ZAR“
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Ein Nachfolgeprojekt von „ZAR“ ist „BROMMI:TAK“, ein beweglicher Roboterrüssel – hier zusammen mit Prof. Dr. Ivo Boblan. Roboter „ZAR“ und „BROMMI:TAK“ wurden an der TU Berlin entwickelt.
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Seither hat „ZAR“ mehrere Entwicklungsstufen durchlaufen. Ein Nachfolgeprojekt ist „BROMMI:TAK“, ein beweglicher und modular aufgebauter Roboterrüssel. Ihrer beider Zuhause ist das MTI-FabLab an der TU Berlin. Eingerichtet wurde es 2015 von Prof. Dr.-Ing. Ivo Boblan, mittlerweile Professor an der Beuth Hochschule für Technik Berlin. Ivo Boblan initiierte auch die MTI-engAge-Nachwuchsforschergruppe, die derzeit von Dr. ­Diego Compagna geleitet wird.

Neben „Pepper“ gibt es noch den kleinen „Nao“ im MTI-FabLab (im Hintergrund)
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Dieses interdisziplinäre Team aus Soziologen, Verhaltensbiologen, Informatikern, Designern und Elektrotechnikern erforscht in diesem Labor die Interaktion zwischen Mensch und Technik. Die Erkenntnisse sollen in die Entwicklung von Robotern fließen, die dem Menschen gemäß sind, also die sich an den Bedürfnissen des Menschen orientieren und nicht umgekehrt. Für diese Forschungen stehen im MTI-FabLab noch andere Roboter zur Verfügung, wie „Nao“ und „Pepper“. Im Gegensatz zu „ZAR“ und „BROMMI:TAK“ wurden sie nicht an der TU Berlin entwickelt, sind aber für soziologische Untersuchungen, wie sie Diego Compagna durchführt, notwendig. Insofern ist das MTI-FabLab nicht nur ein Entwicklungslabor für Roboter, sondern auch eine Test-Umgebung für die Mensch-Technik-Interaktion (MTI). „Pepper“ zum Beispiel kann sehen, hören, tanzen, Emotionen erkennen und darauf reagieren.

„BROMMI:TAK“ ist nicht so „beseelt“, aber außerordentlich beweglich, hebt schwere Lasten und nimmt zerbrechliche Gegenstände auf, ohne sie zu zerdrücken. Diese Eigenschaften wurden dem Elefantenrüssel abgeschaut. Wie bei „ZAR“ stand also auch hier die Natur bei der Technik Pate. Mit diesen Fähigkeiten könnte der Roboterrüssel an einer Taktstraße in der Autoindustrie eingesetzt werden. „BROMMI:TAK“ ist übrigens zwei Meter lang, 18 Kilogramm schwer (ein echter Elefantenrüssel wiegt etwa 16 Kilo) und hat einen Aktionsradius von 1,5 Metern. Sieben Segmente ermöglichen Bewegungen in drei Richtungen. Jedes einzelne Segment besteht aus drei pneumatischen Muskeln. Das sind Gummischläuche, die durch Luftzufuhr kontrahieren beziehungsweise wieder erschlaffen. Am Ende des Rüssels befinden sich drei Backengreifer, die „formgerecht“ greifen, das heißt, man kann ihnen getrost ein rohes Ei reichen.

Sybille Nitsche, "TU intern" 7. April 2017

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