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TU Berlin

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Forschung

Junge Wissenschaft

Gefährliche Gerüche

Katharina Teuber
Lupe

Bei einem Spaziergang durch die Berliner Friedrichstraße ist er an manchen Tagen nicht zu ignorieren: ein Geruch nach fauligen Eiern. Verantwortlich hierfür ist das unter der Straße liegende Kanalnetz. Als dieses Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurde, dachte man noch, dass Berlin heute eine Stadt mit circa zehn Millionen Einwohnern sein würde. Dementsprechend groß wurden die Kanäle ausgelegt, was heute zu langsamen Fließgeschwindigkeiten des Abwassers führt. Für die Stadtentwässerung führt dies sogar zu noch größeren Problemen: Der Schwefelwasserstoff, der für die Entstehung des Geruchs zuständig ist, kann an den Betonwänden des Kanals Korrosion verursachen.

Katharina Teuber (29), die an der TU Berlin Bauingenieurwesen studierte, entwickelt nun im Rahmen ihrer Promotion im DFG-finanzierten Graduiertenkolleg „Urban Water Interfaces“ ein Simulationsmodell, das die verantwortlichen Prozesse beschreibt. Es soll einerseits die Planung von Kanalnetzen unterstützen, damit solche Geruchs- und Korrosionsprobleme nicht mehr auftreten, andererseits dabei helfen, effektive Gegenmaßnahmen für Kanäle zu finden, bei denen das Problem bereits besteht. Durch die Korrosion entstehen allein in Deutschland jährlich Instandsetzungskosten von mehreren Milliarden Euro. Zudem gefährdet der Schwefelwasserstoff in der Kanalluft die Kanalarbeiter. „In niedrigen Konzentrationen riecht er nur unangenehm, in hohen Konzentrationen kann er jedoch tödlich sein“, so Teuber.

Sybille Nitsche, "TU intern" 12. Mai 2017

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