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TU Berlin

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Junge Wissenschaft

Die Bewegung spiegelt die Emotion

Lupe

Lassen sich anhand der Bewegungen, die beim Musikhören vollzogen werden, Rückschlüsse ziehen auf die Emotionen, die die Musik hervorruft? Mit dieser Frage beschäftigte sich Melanie Irrgang in ihrer Master-Arbeit, die sie am Fachgebiet „Agententechnologien in betrieblichen Anwendungen und der Telekommunikation“ bei Prof. Dr. Sahin Albayrak schrieb.

33 Teilnehmenden spielte sie zehn Musikstücke vor – von David Bowie über Adele bis Mel Bonis – und bat sie, sich mit ihren Smartphones oder Tablets zur Musik zu bewegen. Diese Bewegungen maß sie hinsichtlich Tempo, Größe, Glätte und Regelmäßigkeit und befragte die Teilnehmenden, welche Emotionen die jeweiligen Titel hervorriefen. Neun Emotionen standen zur Auswahl, unter anderem Stärke, Traurigkeit, Anregung, Sensibilisierung und Nostalgie. „Tatsächlich ergab sich eine Korrelation von Nostalgie und Sensibilisierung mit langsamen, glatten Bewegungen. Traurigkeit widerspiegelte sich in langsamen, aber unregelmäßigen, Anregung in schnellen, regelmäßig sprungartigen Bewegungen“, erläutert die 32-Jährige, die an der TU Berlin Informatik studierte. Die Untersuchungen ihrer Master-Arbeit, für die sie mit dem 1. Preis des Clara-von-Simson-Preises 2016 ausgezeichnet wurde, führt sie jetzt in ihrer Promotion am Fachgebiet Audiokommunikation fort. Ihre Forschungen könnten zu einer völlig anderen Interaktion mit Musikempfehlungsdiensten führen. Diese würden Musiktitel nicht mehr anhand verbaler Eingaben empfehlen, sondern anhand der mit dem Smartphone vollzogenen Bewegung.

Sybille Nitsche, "TU intern" 7. April 2017

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