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TU Berlin

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10 Jahre Exzellenzcluster Unifying Concepts in Catalysis

Gründungsoffensive in der grünen Chemie

Das Inkulab stellt jungen Unternehmensgründern -kostenlose Laborplätze zur Verfügung

Der Inkulab-Container auf dem TU-Gelände bietet Start-ups den Zugang zu …
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Von Katharina Jung

Nicht jeder junge Wissenschaftler, der bei UniCat ausgebildet wurde, sieht seine Zukunft in der reinen Wissenschaft. Einige wechseln zu großen Unternehmen und andere denken darüber nach, selbst ein Unternehmen zu gründen. Aber: „Viele tolle Ideen aus den Naturwissenschaften kommen gar nicht erst in die praktische Anwendung, weil die nötige Infrastruktur fehlt. Man muss jungen Erfindern ermöglichen, in einer Nische mit ihren frischen Ideen ein eigenes Unternehmen zu gründen“, so Professor Matthias Drieß, Sprecher des Exzellenzclusters UniCat. Ein Unternehmen in der grünen Chemie oder den Life Sciences gründet man nicht in der Küche oder in einem hippen Café, dazu sind teure Laborräume und Ausrüstung nötig. Genau in diese Lücke stößt das Inkulab, ein Ende Januar eröffnetes Projekt der Wista Management GmbH, des Centre for Entrepreneurship und des Exzellenzclusters UniCat der Technischen Universität Berlin in Kooperation mit der DexLeChem GmbH.

Dazu wurde auf dem Gelände der TU Berlin, also in unmittelbarer Nachbarschaft zu UniCat, ein grüner Labor-Container errichtet, voll ausgestattet mit Lüftungstechnik, Labormöbeln und Sicherheitseinrichtung, der Gründern aus der Chemie, den Life Sciences oder der Nanotechnologie kostenlose Laborarbeitsplätze und ein Start-up-Inkubationsprogramm zur Verfügung stellt. Drei Start-ups aus Berliner Hochschulen nutzen die Laborplätze bereits, weitere sollen folgen.

… Laborausstattungen, die sie sich sonst nicht leisten könnten
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Die Nähe zur Wissenschaft ist dabei ein ganz wichtiger Faktor: „So ein Konstrukt funktioniert nicht irgendwo auf der grünen Wiese. 60 Prozent der deutschen Start-ups aus dem Chemiebereich sind jetzt schon in Berlin ansässig, weil die hiesigen Universitäten exzellente Absolventen hervorbringen und einige Kollegen der Berliner Unis in der Inkubationsphase wichtige Hilfe leisten. Dieses intellektuelle Umfeld ist für Start-ups ganz entscheidend“, weiß Matthias Drieß. Davon ist auch UniCat-Professor Dr. Reinhard Schomäcker vom Institut für Chemie der TU Berlin überzeugt: „Neben der Ausstattung des Labors besteht der Wert der Arbeitsplätze vor allem in der Nähe zum Institut für Chemie. Das ‚eigene Gebäude‘ sorgt dabei für die Sichtbarkeit der Start-ups.“

„Das Inkulab ist ein guter Start. Aber wir denken weiter: Im Bereich der grünen Chemie wird es in den kommenden Jahren enorme Veränderungen geben, allein schon aufgrund der Umweltauflagen und des Endes der fossilen Energiequellen. Da bieten sich viele Chancen für junge Unternehmer, die sich auf nachhaltige Produktion, also die Herstellung chemischer Produkte unter weitestgehender Vermeidung gefährlicher Nebenprodukte, konzentrieren. Deshalb planen wir ein großes Gründungszentrum, die sogenannte ‚Chemical Invention Factory‘ (CIF). Für einen entsprechenden Neubau auf dem Gelände der TU Berlin hat der Berliner Senat bereits eine sehr hohe Fördersumme genehmigt“, so Matthias Drieß.

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