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TU Berlin

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Forschung

Junge Wissenschaft

Montag, 18. Juni 2012

Schonende Konservierung

Björn Surowsky
Lupe

In einer Serie stellen wir in TU intern die Forschungen junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der TU Berlin vor.

Verfahren wie das Pasteurisieren oder die Verwendung chemischer Substanzen, um Obst und Gemüse haltbar zu machen und zu entkeimen, haben viele Nachteile: Es gehen Vitamine, Mineralien und Antioxidantien verloren, sie beeinflussen Aussehen und Geschmack oder töten gesundheitsgefährdende Keime nur unzureichend. „Bei Gemüse wird der Verlust in Deutschland jährlich mit 1,1 Millionen Tonnen beziffert“, sagt Björn Surowsky. Daher beschäftigt er sich in seiner Dissertation damit, wie am Beispiel von leicht verderblichem Obst und Gemüse sowie lagerfähigen Produkten wie Äpfeln Lebensmittel schonend haltbar gemacht werden können. Ziel ist es, die Oberflächen der Lebensmittel zu entkeimen, dabei wichtige Inhaltsstoffe zu erhalten und Aussehen und Geschmack nicht zu schädigen. Surowsky forscht am Fachgebiet Lebensmittelbiotechnologie und -prozesstechnik von Prof. Dr.-Ing. Dietrich Knorr. Er setzt auf kaltes Plasma. „Dabei handelt es sich um den sogenannten ,4. Aggregatzustand' der Materie. Der wird erreicht, wenn einem Gas Energie zugeführt wird“, erläutert der 30-Jährige. Plasma diene bereits in der Medizin zur materialschonenden Sterilisierung. Erste Untersuchungen von Surowsky zeigten, dass sich mit kaltem Plasma jene Enzyme unschädlich machen lassen, die bei Äpfeln, Salat und Kartoffeln die bräunlichen Verfärbungen hervorrufen und wichtige Inhaltsstoffe abbauen. Surowsky: „Zusammen mit seinen antimikrobiellen Eigenschaften könnte kaltes Plasma eine vielversprechende Alternative zu traditionellen Konservierungsverfahren werden.“

sn / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 6/2012

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