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TU Berlin

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Forschung

Junge Wissenschaft

Freitag, 16. Dezember 2011

Frei von Phosphat

Alexander Sperlich
Lupe

In einer Serie stellen wir in TU intern die Forschungen junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der TU Berlin vor.

Wenn Abwasser wiederverwendet werden soll, kann es unter Umständen notwendig werden, Phosphat nahezu vollständig daraus zu entfernen. Das ist der Fall, wenn künstliche Seen mit Abwasser angelegt oder diese saniert werden sollen. Am Fachgebiet Wasserreinhaltung von Prof. Dr.-Ing. Martin Jekel hat Alexander Sperlich untersucht, ob Phosphat mit granuliertem Eisenhydroxid (GEH) restlos aus dem Abwasser entfernt werden kann. Granuliertes Eisenhydroxid wurde vor 15 Jahren an der TU Berlin zur Entfernung von Arsen aus Wasser entwickelt. "Da Arsen und Phosphat chemisch sehr ähnlich sind, wollte ich wissen, ob sich mit GEH auch Phosphat aus Abwasser entfernen lässt", so Sperlich. In seiner Dissertation, für die er den diesjährigen Promotionspreis der Wasserchemischen Gesellschaft erhielt, wies er nach, dass es funktioniert. Auch fand er eine Methode, mit der vorhergesagt werden kann, wie lange die Filter arbeiten, bis ihr Adsorptionsvermögen erschöpft ist. Ein weiteres Ergebnis ist, dass die Adsorption von Phosphat aus Abwasser - anders als vermutet - nicht schlechter ist als aus einer reinen Phosphatlösung, da Stoffe wie Calcium und Magnesium, die sich im Abwasser befinden, die Adsorption von GEH verbessern.

Sperlichs Untersuchungen waren Teil eines Vorhabens des Bundesforschungsministeriums für ein nachhaltiges Wasserkonzept zur Pekinger Olympiade 2008. "Wir hatten das Verfahren für die Anlage von künstlichen Seen mit Abwasser vorgeschlagen, und es wurde umgesetzt", erzählt der 33-Jährige, der an der TU Berlin Technischen Umweltschutz studiert hat und nun bei den Berliner Wasserbetrieben arbeitet.

tui / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 12/2011

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