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TU Berlin

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Forschung

Informatik für die Gesundheit

Donnerstag, 16. Dezember 2010

DFG-Graduiertenkolleg erforscht Softwarearchitekturen für Gesundheitswesen und Medizintechnik

Medizinische Geräte helfen uns beim Gesundwerden und halten uns im Notfall sogar am Leben. Doch die Anforderungen an die Software sind hoch: Die Geräte dürfen nicht versagen, sollten optimal miteinander vernetzt sein und Ferndiagnosen erleichtern, aber gleichzeitig auch den Schutz privater Daten sichern. Ihre Entwicklung ist eine technische Herausforderung für Informatiker und daher aktuelles Thema des kürzlich in Berlin gestarteten Graduiertenkollegs "SOAMED", das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) insgesamt mit über vier Millionen Euro gefördert wird.

"Häufig ist es so, dass man um die Lücken in der Praxis weiß und auch die finanziellen Mittel hat, aber nicht die Software mit der benötigten Qualität und Flexibilität", erklärt Dr. Uwe Nestmann, Informatikprofessor an der TU Berlin. Genau hier setzt das neue Graduiertenkolleg an. Professor Nestmann und seine Kollegen Prof. Dr. Sabine Glesner und Prof. Dr. Stefan Jähnichen arbeiten dabei eng mit Medizinern der Charité und Wissenschaftlern des Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam sowie der Humboldt-Universität zusammen, die auch die Sprecherschaft innehat. Sein Forschungsziel trägt das Kolleg bereits im Titel: "SOAMED – Service-orientierte Architekturen zur Integration softwaregestützter Prozesse am Beispiel des Gesundheitswesens und der Medizintechnik". Es sollen Softwarearchitekturen entwickelt werden, die die Kommunikation zwischen Partnern, beispielsweise menschlichen Nutzern, technischen Geräten und Datenbeständen, organisieren und verbessern. Das Grundkonzept bilden sogenannte "Services", üblicherweise kleine, gekapselte, kooperierende Softwarekomponenten, die wie auf einem Marktplatz online gehandelt und dann für den Softwarekunden zusammengebunden werden können.

Anspruchsvolles Graduiertenkolleg

Das Programm des Graduiertenkollegs ist anspruchsvoll: In viereinhalb Jahren sollen rund 30 Doktoranden ausgebildet werden. Die ersten neun Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, darunter vier an der TU Berlin, untersuchen bereits mögliche Anwendungsszenarien. Dazu gehören beispielsweise rechnergestützte Hilfen, für Bewegungsübungen von Schlaganfallpatienten, oder die Service-basierte IT-Unterstützung für die Durchführung von verpflichtenden Früherkennungsprogrammen.

Cathrin Becker / Quelle: "TU intern", 12/2010

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